Gewerbe- und Wohnimmobilien: Der deutsche Immobilienmarkt boomt

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Gewerbe- und Wohnimmobilien: Der deutsche Immobilienmarkt boomt

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Die Firmenzentrale von Deutsche Annington.

Die Niedrigzinsen verleiten Investoren dazu, deutsche Immobilien zu kaufen. Das erhöht vor allem die Preise in den Metropolen – deswegen wird immer mehr in mittelgroßen Städten investiert.

Die rekordniedrigen Zinsen und der damit verbundene Anlagedruck treiben immer mehr Investoren in den deutschen Immobilienmarkt. Insgesamt wechselten hierzulande im vergangenen Jahr Gewerbe- und Wohnimmobilien im Wert von mehr als 50 Milliarden Euro den Besitzer, wie mehrere große Maklerhäuser am Mittwoch mitteilten.

Der größte Teil entfiel mit knapp 40 Milliarden Euro auf Büros, Ladenflächen und Hotels, wie Jones Lang LaSalle vorrechnete. Das sei der fünfte Anstieg in Folge und zum Vorjahr ein Plus von 30 Prozent. Auf dem Wohnungsmarkt summierten sich die Transaktionen nach Berechnungen von CBRE auf etwa 13,3 Milliarden Euro. Berücksichtigt wurden hierbei Portfolios ab 50 Wohneinheiten, also keine Einzelverkäufe.

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Vor allem börsennotierte Wohnungsgesellschaften wie Deutsche Annington, Buwog und LEG Immobilien nutzten die günstigen Finanzierungsbedingungen 2014 für Zukäufe. Dass das Ergebnis insgesamt dennoch drei Prozent unter Vorjahr blieb, führt CBRE darauf zurück, dass sich das Angebot zusehends verknappe. "Die Nachfrage, vor allem seitens der großen Wohnungsbestandhalter sowie institutionellen Investoren, kann durch das vorhandene Angebot nur unzureichend bedient werden", erklärte CBRE-Immobilienexperte Konstantin Lüttger.

Etlichen Investoren sind die in den Metropolen aufgerufenen Preise inzwischen auch zu teuer - sie weichen deshalb auf der Suche nach Anlagezielen in mittelgroße Städte aus, wo sie höhere Renditen einstreichen können.

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Auf dem gewerblichen Immobilienmarkt sehen Branchenexperten dagegen noch Luft nach oben - hier entstehen in den Metropolen auch mehr Neubauten. Jones Lang LaSalle prophezeit für 2015 ein Transaktionsvolumen von über 40 Milliarden Euro. Die Suche nach Anlagealternativen bleibe für institutionelle Anleger wie Fonds und Pensionskassen akut, vor allem Ausländer tummelten sich verstärkt auf dem soliden deutschen Immobilienmarkt.

Einer der größten Deals im neuen Jahr könnte der Verkauf des auf rund 700 Millionen Euro geschätzten Geschäftskomplexes "Squaire" des Immobilienkonzerns IVG am Frankfurter Flughafen werden. Nach früheren Angaben aus Finanzkreisen zählen der Finanzinvestor Blackstone, der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock, der Immobilienentwickler Tishman Speyer sowie große Fonds aus Asien und Nahost zu den Bietern.

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