Hauskauf: Immobilien-Ranking: Neue Lust am Eigenheim

Hauskauf: Immobilien-Ranking: Neue Lust am Eigenheim

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Altbauwohnung in München

von Martin Gerth, Stefan Hajek, Heike Schwerdtfeger, Niklas Hoyer und Annina Reimann

Niedrige Zinsen, Inflationssorgen und das knappe Angebot treiben die Preise von Wohnimmobilien. Wo Eigentümer und Käufer jetzt noch Aussicht auf Wertsteigerung haben, zeigt das Ranking der 50 größten deutschen Städte.

Bauarbeiter stapfen im Frankfurter Stadtteil Bornheim durch den Altbau aus der Jahrhundertwende. Staub hat sich in jede Ritze gesetzt, in der 65-Quadratmeter-Wohnung liegen die Leitungen offen. Das Bad ist winzig. Dass dort eine Dusche samt Waschbecken und WC Platz finden soll, übersteigt die Vorstellungskraft.

In der Küche, besser: in dem Raum, der einmal die Küche werden soll, zeigt der braun gebrannte Immobilienmakler im maßgeschneiderten Anzug auf ein Fenster zum Innenhof: "Dort kommt noch ein Balkon dran. Das gilt auch für das Wohnzimmer, vorne zur Straße hin." In zwei Monaten soll alles bezugsfertig sein. Stolze 295.000 Euro soll die Eigentumswohnung kosten. Eigentlich sei die Bude schon verkauft, drängt der Makler. Aber der Eigentümer legt Wert auf eine gute Nachbarschaft, und die Nase des potenziellen Käufers habe ihm nicht gefallen. Da morgen noch 50 Interessenten durch die Wohnung gingen, rät er, sich besser sofort zu entscheiden. Sonst dürfte es zu spät sein.

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Zunehmende Teuerung

Lange Zeit war so etwas wie Torschlusspanik bei deutschen Immobilien unbekannt. Nur in München oder Hamburg war Wohnraum knapp, trieb die Masse der Interessenten Mieten und Preise in die Höhe. Doch jetzt nimmt die Lust auf Wohnung und Haus rapide zu. Private Käufer finanzierten im ersten Quartal über den Kreditmarktplatz Europace Immobilien für 4,1 Milliarden Euro, ein Plus von 36 Prozent zum Vorjahr. Auch Profi-Anleger greifen häufiger zu. Laut Immobiliendienstleister Savills wechselten von Januar bis März Großpakete von mehreren Tausend Wohnungen für gut 880 Millionen Euro den Besitzer, neun Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Die Folge: Teure Pflaster werden noch teurer, selbst in früher günstigen Städten wie Berlin ziehen die Preise an. 2010 zahlten Wohnungskäufer nach Daten von Immobilienscout24 in Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern knapp drei Prozent mehr als im Vorjahr. Einfamilienhäuser verteuerten sich um zwei Prozent.

2011 dürfte die positive Entwicklung anhalten, sagt Tobias Just, Leiter Immobilienanalyse bei Deutsche Bank Research. Aufschwung, noch niedrige Zinsen und die Suche der Investoren nach risikoärmeren, aber renditereichen Anlagen sorgten für einen günstigen Ausblick. Die Experten der DZ Bank rechnen deutschlandweit mit weiteren zwei Prozent Preisplus.

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