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Ian Gordine: „66 Immobilien in 3 Jahren zu verkaufen ist nicht leicht“

von Reiner Reichel Quelle: Handelsblatt Online

Der Immobilienfonds Axa Immoselect hat eine Mammutaufgabe vor sich. In wenigen Jahren müssen 66 Gebäude verkauft werden. Manager Ian Gordine würde sich vor allem über eines freuen: Mehr Zeit.

Ian Gordine ist verantwortlicher Fondsmanager für den AXA Immoselect. Quelle: PR
Ian Gordine ist verantwortlicher Fondsmanager für den AXA Immoselect. Quelle: PR

Herr Gordine, drei Investmentgesellschaften haben fünf Jahre Zeit, ihre Fonds aufzulösen. Axa Investment Managers und andere Gesellschaften bleiben nur drei Jahre. Reicht Ihnen die Zeit?

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Wir hätten gerne mehr als drei Jahre Zeit zur Auflösung gehabt. Es ist nicht leicht, 66 Immobilien in drei Jahren zu verkaufen.

Axa Investment Managers verwaltet noch andere Immobilienfonds, die nach Anlagen suchen. Warum kaufen diese Fonds nicht Gebäude aus dem Immoselect-Fonds?

Publikumsfonds können ihre Immobilien grundsätzlich nicht an andere Fonds aus dem gleichen Haus verkaufen. Es gibt Veräußerungseinschränkungen, die auch für den Fall gelten, dass der Käufer im eigenen Haus den Buchwert oder mehr bezahlen würde. Diese Regel kann nur durch eine Ausnahmegenehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ausgesetzt werden.

Wie gestalten Sie den Verkaufsprozess?

Wir versuchen, alle Objekte in Bieterverfahren zu verkaufen.

Warum?

Wenn wir nur mit einem Interessenten verhandeln und wir uns am Ende mit ihm nicht einigen können, müssen wir komplett neu verhandeln. Das kostet Zeit.

Was geschieht, wenn es Ihnen nicht gelingt, bis zum 20. Oktober 2014 alle Fondsgebäude zu verkaufen?

Dann geht die Verwaltung des Axa Immoselect auf die Depotbank über, das ist Sal. Oppenheim.

Depotbanken haben in der Regel keine Immobilienexpertise. Können Sie sich für diesen Fall vorstellen, das Rest-Portfolio des Immoselect im Auftrag der Depotbank weiter zu managen?

Das würden wir uns wünschen. Wir werden jedoch alles tun, um alle Fondsgebäude fristgerecht zu verkaufen. Wir wollen unsere Anleger am Ende der Liquidationsfrist auf keinen Fall im Stich lassen. Wir werden deshalb gemeinsam mit der Depotbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die beste Lösung für die Anleger finden. Momentan konzentrieren wir uns auf den Verkauf.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 30.08.2012, 09:52 UhrDaniyo

    Warum verscherbeln, wenn man eine Versammlung der Anteilsinhaber einberufen kann bzw Proxy Voting und den Fonds in einen börsennotierten REIT umändert! Aber das wäre ja zuuu einfach und im Bürokratenstaat "BRD" nicht realisierbar

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