Immobilien als Altersvorsorge: Betongold für den Ruhestand - verkaufen oder vermieten?

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Immobilien als Altersvorsorge: Betongold für den Ruhestand - verkaufen oder vermieten?

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Immobilien als Altersvorsorge - verkaufen oder vermieten?

von Saskia Littmann

Viele Immobilien werden als Teil der Altersvorsorge gekauft. Angesichts der hohen Preise fragen sich jetzt viele Besitzer, ob sie verkaufen sollten, oder lieber weiter vermieten. Beides hat Vor- und Nachteile.

Auf den ersten Blick sind Immobilienbesitzer in Deutschland nur zu beneiden. Die Preise sind auf einem Rekordhoch, gleichzeitig sorgen günstige Finanzierungskonditionen dafür, dass potenzielle Käufer Schlange stehen. Kein Wunder, dass Immobilien oft als tolle Altersvorsorge angepriesen werden. „Für Ihre Altersvorsorge“ prangt in großen Lettern über einer Wohnungsanzeige in einem der gängigen Online-Immobilienportale. Verkauft werden soll eine derzeit vermietete Eigentumswohnung in Dresden.

Das Problem: oft zeigt sich erst Jahre nach dem Kauf, ob die Immobilie auch tatsächlich für die Altersvorsorge geeignet ist. Denn auch die eigenen vier Wände sind als Kapitalanlage nicht so sicher, wie viele denken. Je näher es auf den Ruhestand zugeht, desto dringender werden die Fragen: soll die Wohnung behalten werden, um von den regelmäßigen Mieteinnahmen zu profitieren? Nutze ich die hohen Preise lieber für einen schnellen Verkauf? Oder kann ich die Wohnung selber beziehen und spare damit die Miete?

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Wo die Immobilienpreise am stärksten fallen

  • Stolberg (Rhld.)

    Nettokaufpreis:

    2012: 180.000 Euro

    2013: 165.000 Euro

    Preisveränderung: -8,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

    Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD - Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.; veröffentlicht am 1. Oktober 2013

  • Eschweiler

    Nettokaufpreis:

    2012: 175.000 Euro

    2013: 160.000 Euro

    Preisveränderung: -8,6 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Lüdenscheid, Ohrdruf

    Lüdenscheid

    Nettokaufpreis:

    2012: 220.000 Euro

    2013: 200.000 Euro

    Ohrdruf

    Nettokaufpreis:

    2012: 110.000 Euro

    2013: 100.000 Euro

    Preisveränderung in beiden Städten: -9,1 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Itzehoe

    Nettokaufpreis:

    2012: 150.000 Euro

    2013: 130.000 Euro

    Preisveränderung: -13,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Meiningen

    Nettokaufpreis:

    2012: 190.000 Euro

    2013: 160.000 Euro

    Preisveränderung: -15,8 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Neustadt an der Weinstraße

    Nettokaufpreis:

    2012: 245.000 Euro

    2013: 205.000 Euro

    Preisveränderung: -16,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Plettenberg

    Nettokaufpreis:

    2012: 270.000 Euro

    2013: 220.000 Euro

    Preisveränderung: -18,5 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Radevormwald

    Nettokaufpreis:

    2012: 235.000 Euro

    2013: 190.000 Euro

    Preisveränderung: -19,1 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Suhl

    Nettokaufpreis:

    2012: 105.000 Euro

    2013: 80.000 Euro

    Preisveränderung: -23,8 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Dessau

    Nettokaufpreis:

    2012: 140.000 Euro

    2013: 90.000 Euro

    Preisveränderung: -35,7 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

Eins vorweg: eine pauschale Antwort auf derartige Fragen gibt es nicht. „Ob es sinnvoll ist, die Immobilie zu verkaufen, oder sie als Mietwohnung mehr abwirft, kommt immer auf die individuelle Situation an“, erklärt Dirk Scobel, Immobilien-Experte bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Nicht nur die Lage der Immobilie spiele dabei eine entscheidende Rolle, sondern auch die persönliche finanzielle Situation.

Preis allein ist kein Argument

Denn wer denkt, die hohen Immobilienpreise seien per se ein guter Grund zum Verkauf, hat möglicherweise zu kurz gedacht. „Wer aktuell Geld braucht, kann natürlich verkaufen“, sagt Scobel. Von einem Verkauf nur aufgrund der hohen Preise rät der Verbraucherschützer allerdings ab. „Das Geld muss ja auch wieder irgendwo angelegt werden“. Und auf Sparbüchern oder mit Tages- oder Festgeld sei eben im Moment aufgrund der niedrigen Zinsen kaum Rendite möglich.

Wer sich dennoch für den Verkauf entscheidet, muss die Einnahmen entsprechend aktiv anlegen und verwalten. Einfach auf einem Sparkonto geparkt werden sollte das Geld nicht. Mit dem reinen Verkauf ist es also nicht getan, viel Zeit und Aufwand muss investiert werden, um das frei werdende Kapital sinnvoll und altersgerecht wieder anzulegen.

Hinzu kommt die Crux mit der Lage. Denn längst nicht überall sind die Preise auf Rekordniveau. Wer eine Immobilie im ländlichen Raum besitzt, hat oft eher mit Wertverlust zu kämpfen als mit steigenden Verkaufspreisen. Dabei sind es gerade diese Gegenden, in die viele Immobilienkäufer zur Altersvorsorge gelockt wurden. Nicht nur in Ostdeutschland wurden Wohnungen als mögliche Renditeknaller gezielt als Altersvorsorge angepriesen, auch in anderen strukturschwachen Gegenden wie rund um Duisburg wurde mit dem Vorsorge-Verkaufsargument die Werbetrommel gerührt.

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