Bild: AP1. Raumtemperatur
Ausgewogen Heizen heißt die Devise, denn unnötig warme Räume schlucken viel Energie. Ist der Raum zu stark ausgekühlt, kostet das Aufheizen ebenso unnötig Brennstoff. Generell spart aber jedes Grad Celsius, um das die Raumtemperatur gesenkt wird rund sechs Prozent Heizenergie. In Wohnräumen reichen in der Regel 20 bis 22 Grad, in der Küche dürfen es auch zwei Grad weniger sein. Im Bad sollten etwa 23 Grad und im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad Celsius sein. Das lässt sich in der Regel über die Heizkörperventile regeln. Moderne Varianten ermöglichen auch eine Zeitsteuerung für einzelne Räume. Das kann bis zu zehn Prozent der Heizenergie sparen.
Bild: dapd2. Fenster und Türen
Fenster und Türen sind potenzielle Kältebrücken und sollten daher möglichst dicht sein. Weil die Tür- und Fensterdichtungen auch Verschleiß unterliegen, sollten sie immer wieder mal überprüft werden. Mit Dichtungsbändern aus dem Baumarkt oder Ersatzgummidichtungen vom Fensterhersteller lassen sich Schäden schnell beheben. Damit nachts nicht unnötig Wärme entweicht, sollten auch Rollläden und Vorhänge geschlossen werden.
Bild: Ewald Fröch - Fotolia.com3. Heizkörper
Damit die Heizkörper die Wärme optimal an den Raum abgeben, dürfen keine Möbel oder Vorhänge vor die Wärmeabstrahlung behindern. Ansonsten arbeitet die Heizung unnötig. Auch Luft im Heizkörper behindert die effektive Aufheizung des Heizkörpers. Mit einem Vierkantschlüssel können sie entlüftet werden. Auch automatische Entlüfterventile können diese Aufgabe übernehmen. Sie können aber nur bei entleerten Heizkörpern installiert werden.
Bild: Kadmy - Fotolia.com4. Wartung durch den Installateur
Ablagerungen von Ruß und ein nicht optimal eingestellter Brenner mindern den Wirkungsgrad des Heizkessels und erhöhen die Verbrauchskosten. Auch ein hydraulischer Abgleich hilft sparen. Dabei werden spezielle Thermostatventile vom Fachmann so eingestellt, dass jeder Raum entsprechend seiner Größe und seinem Zweck entsprechend mit der richtigen Wärmemenge versorgt wird.
Bild: dpa5. Wände hinter Heizkörpern
Insbesondere im Altbau hilft auch schon eine dünne Isolationsschicht hinter dem Heizkörper, um den Wärmeverlust über die Außenwand zu senken. Die aluminiumbeschichteten, wenige Millimeter dicken Isolierfolien verbessern die Wärmeabstrahlung von den Heizkörpern in den Raum. Erhältlich in jedem Baumarkt und einfach selbst anzubringen.
Bild: sugar0607 - Fotolia.com6. Thermostate
Ständiges Rauf- und Runterregeln der Heizkörper lohnt sich in aller Regel nicht – auch nicht, wenn man die Wohnung tagsüber verlässt. Zumindest auf niedrigem Niveau sollte auch bei Abwesenheit weiter geheizt werden, damit die Räume nicht auskühlen und dann wieder stark aufgeheizt werden müssen.
Bild: Irina Fischer - Fotolia.com7. Lüftung
Gekippte Fenster sind zu Vermeiden. Weit offene Fenster verbessern den Luftaustausch um den Faktor fünf, wenige Minuten reichen. So kühlen auch die Wände rund um die Fenster kaum aus und müssen nicht mühsam wieder aufheizen. Dieses regelmäßige, kurze Stoßlüften verhindert auch die Schwitzwasserbildung und damit Schimmel. Weil der Luftaustausch maßgeblich von der Temperaturdifferenz zwischen Innen und Außen abhängt, muss der Bewohner umso länger lüften, je wärmer es draußen ist. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt genügen drei bis fünf Minuten, bei wärmerem Wetter zehn bis 15 Minuten. Vor und während des Lüftens sollten die Heizkörper herunter geregelt werden.
Bild: Grohe8. Warmwasser
Schätzungsweise zwölf Prozent des Energieverbrauchs gehen durchschnittlich für das Erwärmen von Wasser drauf. Der sparsame Umgang mit warmen Wasser hilft somit auch, Heizkosten zu sparen, wenn das Warmwasser von der Heizungsanlage mitproduziert wird. So ist etwa der Einbau eines Sparventils an Spüle, Dusche oder Waschbecken hilfreich und senkt außerdem auch die Kosten für Wasser und Abwasser.
Bild: gms9. Heizungsanlage
Wer noch einen alten Heizkessel betreibt, sollte über die Anschaffung eines modernen Gerätes nachdenken. Brennwertheizungen für Öl oder Gas nutzen die Wärme der Abgase zur Wärmerückgewinnung. Das senkt den Energieverbrauch der Heizung gegenüber alten Geräten leicht um 15 bis 20 Prozent. Solch eine Anschaffung macht sich meist schon nach ein paar Jahren bezahlt – vor allem wenn die Energiepreise weiter steigen.
1. Raumtemperatur
Ausgewogen Heizen heißt die Devise, denn unnötig warme Räume schlucken viel Energie. Ist der Raum zu stark ausgekühlt, kostet das Aufheizen ebenso unnötig Brennstoff. Generell spart aber jedes Grad Celsius, um das die Raumtemperatur gesenkt wird rund sechs Prozent Heizenergie. In Wohnräumen reichen in der Regel 20 bis 22 Grad, in der Küche dürfen es auch zwei Grad weniger sein. Im Bad sollten etwa 23 Grad und im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad Celsius sein. Das lässt sich in der Regel über die Heizkörperventile regeln. Moderne Varianten ermöglichen auch eine Zeitsteuerung für einzelne Räume. Das kann bis zu zehn Prozent der Heizenergie sparen.
Der nächste Winter kommt bestimmt - und damit bei Haus- und Wohnungseigentümern gewiss der nächste Schreck über ihre Heizkostenrechnung. Denn die Preise für Erdgas und Heizöl steigen seit Jahren stetig. Seit 2000 verteuerte sich der Preis für Erdgas um fast 60 Prozent, für leichtes Heizöl müssen Verbraucher sogar 85 Prozent mehr zahlen, geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Dass die Deutschen gleichzeitig den Energieverbrauch für wohltemperierte Räume und ein heißes Bad um 22 Prozent reduzierten, hat ihnen nur wenig geholfen. Denn etwa 85 Prozent ihres Energieverbrauchs gehen auf das Konto der Wärmeerzeugung in überwiegend mit Erdgas und Heizöl befeuerten Anlagen.
Etwa 14,8 Millionen mit Öl oder Gas befeuerte Heizungsanlagen gibt es bundesweit. Knapp ein Fünftel davon ist nach einer Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks älter als 20 Jahre. Zu alt, um noch sparsam zu sein, denn nach 20 Jahren gehören Heizkessel zum alten Eisen. Neue Anlagen gehen sparsamer mit Brennstoff um, was gleichzeitig den Ausstoß des umweltschädlichen Kohledioxids senkt.
Am besten für die Umwelt wäre es, wenn gleich das ganze Haus sofort besser gedämmt und auf neueste Heiztechnik umgerüstet würde. Doch das ist wenig realistisch. Werner Eicke-Hennig vom Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) rät zu Pragmatismus: "Wenn es reinregnet, wird zuerst das Dach neu gedeckt und dabei gedämmt. Wenn der Heizkessel defekt ist, wird er gegen einen neuen, effizienteren getauscht. Den meisten Hausbesitzern fehlt das Geld, um ihr Haus auf einen Schlag auf den neuesten Energieeffizienzstandard zu bringen." Wer nach und nach modernisiere, könne den Energieverbrauch seiner Wohnimmobilie schrittweise um 50 bis 80 Prozent senken.
Wer sich zum Kauf einer neuen Heizanlage entschließt, muss zunächst den eigenen Energiebedarf kennen. Die Internetseiten des IWU bieten ein leicht verständliches Instrument zur groben Bestimmung des Energiebedarfs.
Steht der Energiebedarf fest, kann die Suche nach dem richtigen Heizungssystem beginnen. Soll Gas oder Öl eingesetzt werden? Will man auf Niedertemperatur oder Brennwerttechnik umsteigen? Oder lieber kleine Stäbchen aus gepressten Holzresten, Pellets genannt, einsetzen? Für Innovative gibt es Wärme aus dem Boden, bereitgestellt über elektrischer Erdwärmepumpe. Unabhängig davon lassen sich mit Gas, Öl, Holz in Form von Scheiten oder gepresst zu Pellets befeuerte Kessel noch mit Systemen ergänzen, die die Sonnenenergie nutzen. Dazu werden Kollektoren auf dem Dach angebracht, die entweder nur das Badewasser oder zusätzlich auch das Heizwasser erwärmen.
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