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Immobilien-Eigentümer: So senken Sie die Energiekosten

von Reiner Reichel Quelle: Handelsblatt Online

Die Preise für Gas und Öl steigen immer weiter. Da hilft auch Energiesparen über kurz oder lang nichts. Sinnvolle Investitionen dagegen können die Heizkosten senken. Doch Vorsicht: Die eine richtige Lösung gibt es nicht.

1. Raumtemperatur

Ausgewogen Heizen heißt die Devise, denn unnötig warme Räume schlucken viel Energie. Ist der Raum zu stark ausgekühlt, kostet das Aufheizen ebenso unnötig Brennstoff. Generell spart aber jedes Grad Celsius, um das die Raumtemperatur gesenkt wird rund sechs Prozent Heizenergie. In Wohnräumen reichen in der Regel 20 bis 22 Grad, in der Küche dürfen es auch zwei Grad weniger sein. Im Bad sollten etwa 23 Grad und im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad Celsius sein. Das lässt sich in der Regel über die Heizkörperventile regeln. Moderne Varianten ermöglichen auch eine Zeitsteuerung für einzelne Räume. Das kann bis zu zehn Prozent der Heizenergie sparen.

Bild: AP

Der nächste Winter kommt bestimmt - und damit bei Haus- und Wohnungseigentümern gewiss der nächste Schreck über ihre Heizkostenrechnung. Denn die Preise für Erdgas und Heizöl steigen seit Jahren stetig. Seit 2000 verteuerte sich der Preis für Erdgas um fast 60 Prozent, für leichtes Heizöl müssen Verbraucher sogar 85 Prozent mehr zahlen, geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Dass die Deutschen gleichzeitig den Energieverbrauch für wohltemperierte Räume und ein heißes Bad um 22 Prozent reduzierten, hat ihnen nur wenig geholfen. Denn etwa 85 Prozent ihres Energieverbrauchs gehen auf das Konto der Wärmeerzeugung in überwiegend mit Erdgas und Heizöl befeuerten Anlagen.

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Etwa 14,8 Millionen mit Öl oder Gas befeuerte Heizungsanlagen gibt es bundesweit. Knapp ein Fünftel davon ist nach einer Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks älter als 20 Jahre. Zu alt, um noch sparsam zu sein, denn nach 20 Jahren gehören Heizkessel zum alten Eisen. Neue Anlagen gehen sparsamer mit Brennstoff um, was gleichzeitig den Ausstoß des umweltschädlichen Kohledioxids senkt.

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In Bürogebäuden und Fabrikhallen senken wettergesteuerte Heizungen die Kosten um Zehntausende Euro. Jetzt profitieren auch Besitzer von Wohnungen und Häusern von der Technik.

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Am besten für die Umwelt wäre es, wenn gleich das ganze Haus sofort besser gedämmt und auf neueste Heiztechnik umgerüstet würde. Doch das ist wenig realistisch. Werner Eicke-Hennig vom Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) rät zu Pragmatismus: "Wenn es reinregnet, wird zuerst das Dach neu gedeckt und dabei gedämmt. Wenn der Heizkessel defekt ist, wird er gegen einen neuen, effizienteren getauscht. Den meisten Hausbesitzern fehlt das Geld, um ihr Haus auf einen Schlag auf den neuesten Energieeffizienzstandard zu bringen." Wer nach und nach modernisiere, könne den Energieverbrauch seiner Wohnimmobilie schrittweise um 50 bis 80 Prozent senken.

Wer sich zum Kauf einer neuen Heizanlage entschließt, muss zunächst den eigenen Energiebedarf kennen. Die Internetseiten des IWU bieten ein leicht verständliches Instrument zur groben Bestimmung des Energiebedarfs.

Steht der Energiebedarf fest, kann die Suche nach dem richtigen Heizungssystem beginnen. Soll Gas oder Öl eingesetzt werden? Will man auf Niedertemperatur oder Brennwerttechnik umsteigen? Oder lieber kleine Stäbchen aus gepressten Holzresten, Pellets genannt, einsetzen? Für Innovative gibt es Wärme aus dem Boden, bereitgestellt über elektrischer Erdwärmepumpe. Unabhängig davon lassen sich mit Gas, Öl, Holz in Form von Scheiten oder gepresst zu Pellets befeuerte Kessel noch mit Systemen ergänzen, die die Sonnenenergie nutzen. Dazu werden Kollektoren auf dem Dach angebracht, die entweder nur das Badewasser oder zusätzlich auch das Heizwasser erwärmen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.09.2012, 19:19 Uhrnetfox

    Ich finde Ratgeber-Beiträge sinnvoll. Viele interessante Beiträge sind hier zu finden: http://wirtschaft.com/nachrichten/ratgeber

  • 22.09.2012, 17:11 Uhrmathias

    Ein wahrlich DUMMER Beitrag !!!!

    WiWo sollte besser die Kommentare zusammenstellen, als Propaganda
    zu betreiben.

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