Immobilien: IVG beginnt Milliardenverkauf

Immobilien: IVG beginnt Milliardenverkauf

, aktualisiert 28. Juni 2016, 17:30 Uhr
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Ein Vorzeigeprojekt am Frankfurter Flughafen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Verkauf eines mehr als drei Milliarden Euro schweren Immobilienpakets hat begonnen. Der Konzern IVG erwartet Angebote für die Gewerbeimmobilien im Juli. Mit dabei ist ein Vorzeigegebäude am Frankfurter Flughafen.

FrankfurtDer Immobilienkonzern IVG hat Insidern zufolge mit dem Verkauf seines Kerngeschäfts im Wert von mehr als drei Milliarden Euro begonnen. Die knapp 100 Büro-Immobilien mit dem Aushängeschild "The Squaire" am Frankfurter Flughafen seien Investoren zum Kauf angeboten worden, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Sie sollten noch im Juli ihr Interesse anmelden. Als mögliche Käufer werden Gewerbeimmobilien-Investoren wie Alstria Office oder Patrizia Immobilien genannt. Fraglich sei, ob auch Versicherer wie die Allianz - die einer der wichtigsten Mieter der IVG ist - mitbieten. Parallel werde ein Börsengang vorbereitet, der Ende des Jahres über die Bühne gehen könnte.

Die IVG, Alstria Office und die Allianz wollten sich nicht dazu äußern. Patrizia erklärte: "Wir schauen uns laufend alle Marktgegebenheiten an. Das gilt gleichermaßen für Immobilienportfolios wie für -unternehmen."

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Das auf sechs Großstädte wie München, Frankfurt und Hamburg konzentrierte Portfolio ist nach IVG-Angaben gut 3,2 Milliarden Euro wert. Allein der "Squaire" steht mit knapp 700 Millionen Euro in den Büchern. Allerdings müsse die IVG mit einem Abschlag von bis zu 20 Prozent auf den Nettovermögenswert (NAV) - dem Marktwert abzüglich Schulden - rechnen, sagten Immobilienbanker. "Die Frage ist, wo die Schmerzgrenze der Eigentümer ist", sagte ein Insider.

Die IVG will ihren Eigentümern, rund 30 Hedgefonds, mit dem Verkauf zu einem raschen Ausstieg verhelfen. Fonds wie Davidson Kempner und York Capital waren ursprünglich Gläubiger der IVG. Sie retteten das ehemals börsennotierte Unternehmen durch einen Tausch ihrer Forderungen in IVG-Anteile aus der Insolvenz und wollen nun von den hohen Immobilien-Bewertungen in Deutschland profitieren. Inzwischen ist auch der Hedgefonds Anchorage Capital als einer der größten Investoren bei IVG engagiert. Die IVG hatte sich mit dem Büro-Komplex "Squaire" verhoben, nachdem die Kosten für das milliardenschweren Projekt explodierten.

Der Immobilienkonzern hatte schon im Frühjahr erklärt, sein Kerngeschäft mit Büro-Immobilien bis zum dritten Quartal fit für den Kapitalmarkt zu machen. Zuvor steht aber die Refinanzierung des Kern-Portfolios an - unabhängig davon, ob das Portfolio an die Börse geht oder verkauft wird. Die IVG hat die ursprüngliche Schuldenlast von mehr als vier Milliarden Euro bereits halbiert. Die rechtliche Ausgliederung der Büros ist bereits vollzogen, am Donnerstag will die IVG den Namen für das zum Verkauf stehende Geschäft bekanntgeben.

Die Immobilienbestände im Ausland sollen getrennt verkauft werden, die in Triuva umbenannte Fonds-Sparte ebenfalls. In den Fonds liegen unter anderem von der IVG verwaltete Öl- und Gas-Speicher an der Nordsee.

Quelle:  Handelsblatt Online
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