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Immobilien: Mehr Haus fürs Geld

von Martin Gerth

Die Bauzinsen sind niedrig wie lange nicht mehr. Kaufen oder Umschulden lohnt sich. Wie Sie Immobilien jetzt optimal finanzieren, welche weiteren Kosten Hausbesitzer senken können.

Ein Einfamilienhaus aus Holz Quelle: dpa/dpaweb
Ein Einfamilienhaus aus Holz auf der Verbrauchermesse Infa in Hannover Quelle: dpa/dpaweb

Seit 2006 waren Baukredite nicht mehr so günstig wie heute. Wer sich zehn Jahre bindet, zahlt aktuell im Schnitt nur etwa vier Prozent. 2002 waren es noch sechs Prozent. Eine gute Gelegenheit für Immobilienkäufer und Hausbesitzer, die günstig umschulden wollen,

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Mit dem Niedrigzins steigt die Lust auf die eigene Immobilie: Nach einer Umfrage des Forsa-Instituts und der Comdirect-Bank glauben 53,4 Prozent, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um in Betongold zu investieren. Im November 2009 lag die Quote noch bei 47,9 Prozent.

Zeit zu handeln

Vieles spricht dafür, jetzt schon zu handeln. Immerhin machen Zins und Tilgung im Schnitt etwa 60 bis 75 Prozent der laufenden Kosten einer Immobilie aus. Wer kauft, sollte sich bei der Wahl des Kreditgebers nicht allein auf die im Schaufenster gehängten Konditionen verlassen, denn bis Anfang Juni dürfen Banken neue Kunden mit Lockzinsen ködern. Durch individuelle Risikozuschläge kann der Superzins von vier auf über fünf Prozent schnellen.

Immobilieneigentümer, die unter zu hohen Zinsen ihres alten Hypothekendarlehens ächzen, stehen drei Optionen offen, um die Zinslast zu drücken:

Sofort Umschulden gegen VorfälligkeitsentschädigungMit einem Forward-Darlehen schon vor Auslaufen des Festzins günstige Konditionen für die Anschlussfinanzierung sichernNach Auslaufen des Festzins, ein Anschlussdarlehen mit niedrigerem Zins vereinbaren

Baufinanzexperte Professor Klaus Wehrt hat für die WirtschaftsWoche ausgerechnet, welche Option, bei welcher Konstellation die beste Lösung ist.

Nicht nur die Zinskosten, auch Steuern, Versicherungsprämien und kommunale Abgaben können Hausbesitzer senken. Das ist auch bitter nötig, weil die klammen Gemeinden Abgaben und Gebühren nach oben schrauben und staatliche Energiesparvorschriften das Sanieren von Immobilien teurer machen.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der WirtschaftsWoche (Ausgabe 8/2010)

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.02.2010, 15:17 UhrAnonymer Benutzer: Prof. Dr. habil. Klaus Wehrt

    Grundsätzlich stimme ich den drei Lesern in ihren Kommentaren zu. Doch es gilt zu bedenken:

    1. Nicht jeder Kunde ist einer bank genehm und manchmal ist diese froh, wenn dieser von sich aus die Darlehensbeziehung gegen Vorfälligkeitsentschädigung beenden möchte.

    2. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein berechtigtes interesse an der vorzeitigen Ablösung zu erzeugen, unter der eine bank sogar verpflichtet ist, den Kunden zu entlassen. So hatte bspw. das OLG Naumburg einem Kunden ein Recht auf Ablösung deshalb zugesprochen, weil er die monatliche Zinslast unter den hohen Zinsen nicht mehr tragen konnte. Er durfte auf eine andere bank umfinanzieren.

    3. Schließlich verschiebt die Vorfälligkeitsentschädigung die künftigen Zinserträge einer bank in die Gegenwart. Ein am kurzfristigen Quartalsgewinn interessiertes Management wird sich solchen Gedanken gegenüber offen zeigen.

    4. Vielleicht sollte man auch einfach mal versuchen, auf die aktuellen Konditionen im Hause des Darlehensgebers umzufinanzieren und nicht mit einer Fremdbank.

    Geschickt eingefädelt gelingt die beabsichtigte Umfinanzierung in 2 von 3 Fällen.

    beste Grüße
    Prof. Dr. Klaus Wehrt

  • 20.02.2010, 12:39 UhrAnonymer Benutzer: mitdenken!

    ich schließe mich den Vorrednern an.

    Jedem kann nur geraten werden, bevor(!) er einen Kreditvertrag unterschreibt, in den Vertrag so weit es geht klipp und klar zu schreiben, dass Rückzahlungen in unbeschränkter (oder in gewisser) Höhe zu vorgegebenen oder besser zu beliebigen Terminen möglich sind. Wenn die bank nicht will, geht man zur nächsten, die diese Forderung bei gleichen Optimalzinsen am weitreichendsten erfüllt. Wer sich darum nicht bemüht, macht eben die entscheidende Sache grundfalsch.

    Nachträglich kann niemand den Vertrag verlassen, nur weil die Zinsen fallen. Darauf hatte schließlich die bank gehofft, und das ist ihr Geschäft, gegen das nichts einzuwenden ist. Wenn die Zinsen steigen, darf die bank ja umgekehrt auch nicht kündigen.

  • 20.02.2010, 04:47 UhrAnonymer Benutzer: james connolly

    wenn die bank einen aus den alten verträgen überhaupt entläßt, ist die vorfälligkeitsentschädigung meist so hoch wie der zukünftige zinsvorteil der nächsten jahre. in den meisten fällen dürfte wohl ein forwarddarlehn sinnvoller sein...

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