Immobilien-Ranking: Bremen: Preisschere öffnet sich

Immobilien-Ranking: Bremen: Preisschere öffnet sich

von Martin Gerth

Bremen wird als Standort für Wohnimmobilien häufig unterschätzt. Gründe dafür sind mangelnde wirtschaftliche Dynamik und hohe Arbeitslosigkeit. Allerdings sind die Preise gemessen an der Kaufkraft , bis auf die teuersten Lagen, sehr günstig. Die obere Mittelklasse bietet die Perspektiven. Dazu zählen beispielsweise die Stadtviertel Vahr, der nördliche Teil Schwachhausens und Neustadt.

Bremen: Preisschere geht auseinander

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Blick auf das fast 600 Jahre alte historische Rathaus am Marktplatz in Bremen

Bremen zählt nicht zu den Glückskindern in Deutschland: Die Arbeitslosigkeit liegt mit 11,3 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt von 8,1 Prozent, die Schüler landeten bei den Pisa-Studien auf den hinteren Rängen und die Wirtschaftskraft ist eher unterdurchschnittlich. Einer der wenigen Lichtblicke ist der Bundesligist SV Werder Bremen, der sich auch auf der internationalen Fußballbühne bewegt.

Eigentlich sind das keine guten Voraussetzungen für erfolgreiche Immobilieninvestments. Bremen wird daher häufig als Wohnungsmarkt für Anleger unterschätzt. Die Leerstandsquote liegt unter dem Bundesschnitt. Zudem sind die Bremer Preise gemessen an der Kaufkraft vergleichsweise günstig. Einfamilienhäuser beispielsweise sind schon für 1000 bis 2100 Euro je Quadratmeter zu haben. Wohnungen sind sogar schon ab 800 Euro je Quadratmeter zu haben.

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Wohnen auf Zeit

Das heißt nicht, dass sich die Niedrigpreise automatisch in hohe Renditen umwandeln lassen. Anleger müssen in Bremen entweder in einfachen Lagen Leerstandsrisiken eingehen, auf Preis- und Mietsteigerungen in der oberen Mittelklasse hoffen, oder sich vielversprechende Nischen suchen. Eine dieser Nischen ist Wohnen auf Zeit.Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg in Deutschland der Anteil der befristeten Arbeitsverträge bei Neueinstellungen von 2001 mit 32 Prozent auf 47 Prozent in 2009. „Arbeitnehmer mit Zeitverträgen suchen häufig möblierte Wohnungen, weil sie nicht wissen, ob sie dauerhaft in der Stadt bleiben“, sagt Volker Schumann, Gewoba Bremen. Die Gewoba, größter Immobilienverwalter in der Hansestadt, habe im vergangenen Jahr doppelt so viele komplett eingerichtete Wohnungen vermietet wie 2008.

Gutverdiener, ob mit oder ohne Zeitvertrag zieht es vor allem in die zentrumsnahen Top-Lagen Schwachhausen und Östliche Vorstadt sowie in den Bremer Osten mit Oberneuland und Borgfeld nahe dem Flüsschen Wümme. Das Maklerunternehmen Dahler & Company glaubt das mit Spitzenpreisen von bis zu 2500 Quadratmetern je Quadratmeter für neu gebaute Eigentumswohnungen allerdings das obere Limit erreicht sei.

Chancen in der oberen Mittelklasse

„Während in guten und sehr guten Lagen auch während der Finanzkrise die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser stiegen, sind Immobilien in einfachen Lagen, darunter Walle und Gröpelingen zum Teil günstiger geworden“, sagt Ulrich Mosel, Büroleiter beim Maklerunternehmen bei Dahler & Company in Bremen. Die Schere zwischen bevorzugten und weniger nachgefragten Stadtvierteln gehe weiter auseinander. Inzwischen seien die Preise für sanierungsbedürftige Einfamilienhäuser in einfachen Lagen auf 50.000 bis 60.000 Euro gefallen. Dies löst bei risikofreudigen Immobilieninvestoren Goldgräberstimmung aus. „Derzeit kaufen vor allem gewerbliche Immobilienhändler die billigen Eigenheime auf, um sie zu sanieren und dann mit Gewinn zu verkaufen“, sagt Mosel.

In den Bremer Luxuslagen scheint vorerst der Zenit erreicht, in den einfachen Quartieren droht trotz Niedrigpreisen Leerstand. Was bleibt, ist die obere Mittelklasse. Dazu gehören beispielsweise die Viertel Vahr, der nördliche Teil Schwachhausens oder Neustadt. Dort werden Anleger und Selbstnutzer auch für weniger als 2000 Euro je Quadratmeter fündig.

Wer in Bremen vermieten will, sollte sich den Zuschnitt der Wohnung sehr genau anschauen. „Vier Zimmer auf 90 Quadratmetern geht nur schwer, dann schon eher zwei Zimmer auf 80 Quadratmeter“, sagt Makler Mosel.

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