Immobilien: So holen sich Hausbesitzer Steuern und Gebühren zurück

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Immobilien: So holen sich Hausbesitzer Steuern und Gebühren zurück

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50 Euro verlangt die Stadt Bottrop für eine neue Hausnummer.

von Daniel Schönwitz und Niklas Hoyer

Die Steuern und Gebühren auf Immobilien, wie etwa Grunderwerbsteuer und Grundsteuer, steigen vielerorts. Mit welchen Strategien Eigentümer und Vermieter sich Geld vom Staat zurückholen.

Die Vorreiter heißen Aachen und Bottrop: In beiden Städten müssen Hausbesitzer dafür zahlen, dass sie eine Hausnummer erhalten. Aachen nimmt 20 Euro, Bottrop 50. Anderenorts will man ihnen nacheifern; Krefeld plant eine Gebühr von 50 Euro, die rund 36 000 Euro im Jahr in die leere Stadtkasse spülen würde.

Das zeigt: Wenn Kommunen Geld brauchen, geraten oft zuerst die Immobilieneigentümer ins Visier. Anders als beispielsweise Firmenbesitzer können sie ihr Eigentum nicht in andere Regionen verlagern. Vor allem in drei Bereichen ist die Belastung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen:

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  • Fast alle Bundesländer haben in den vergangenen Jahren die Grunderwerbsteuer deutlich erhöht – jüngst Brandenburg: Am 1. Juli ist die Abgabe dort von 5 auf 6,5 Prozent gestiegen (siehe Tabelle). Im Schnitt liegt der Satz nun bei 5,3 Prozent – 2006 waren es noch einheitlich 3,5 Prozent.
  • Zudem steigt vielerorts die Grundsteuer. Der „Hebesatz“ wurde in einigen Städten deutlich nach oben geschraubt, zum Beispiel in Gießen (+60 Prozent) oder Bonn (+28 Prozent). Eigentümer zahlen hier Hunderte Euro mehr im Jahr – wie viel genau, hängt von der Grundstücksgröße ab.

Und es droht ein weiterer Anstieg: Nach dem Willen der Länder soll sich die Steuer künftig an aktuellen statt an alten Marktwerten orientieren. Details sind noch offen (siehe Kasten Seite 74). Noch beteuern sie, dass dies durch eine neue Rechenmethode ausgeglichen werden und nicht zu höheren Belastungen führen soll.

  • Gesetze und neue Auflagen wie Mietpreisbremse oder strenge Bauordnungen kommen hinzu. So sind in Baden-Württemberg seit dem Frühjahr bei vielen Neubauten Fahrradstellplätze und Barrierefreiheit vorgeschrieben.

Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft sind die Baukosten durch energetische Anforderungen und kommunale Auflagen seit 2000 bereits um 260 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Immerhin: Wehrlos stehen Eigentümer der Entwicklung nicht gegenüber. Wer geschickt agiert, kann Steuererhöhungen ins Leere laufen lassen oder sich das Geld an anderer Stelle zurückholen. Wir stellen mehrere Strategien vor.

Grunderwerbsteuer 2015 in den Bundesländern

  • 6,5 Prozent in...

    Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein

  • 6,0 Prozent in...

    Berlin und Hessen.

  • 5,0 Prozent in...

    Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

  • 4,5 Prozent in...

    Hamburg.

  • 3,5 Prozent in...

    Bayern und Sachsen.

Tipp 1: Grunderwerbsteuer reduzieren

Alles, was kein „wesentlicher Gebäudebestandteil“ ist, kann im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden – und unterliegt dann nicht der bis zu 6,5-prozentigen Grunderwerbsteuer. „Als steuerfreies Inventar gelten zum Beispiel Einbauküchen, Möbel, Markisen oder Saunen“, sagt Nico Schley, Experte für Steuerrecht bei der Kanzlei Osborne Clarke in Köln. Auch Gartenhäuser sind begünstigt, solange sie nicht mit Betonfundamenten verankert sind. Hinzu kommen Fotovoltaikanlagen, solange sie nicht ins Dach integriert sind.

Probleme kann es bei den Solaranlagen geben, wenn der Strom überwiegend selbst verbraucht und nicht ins öffentliche Netz eingespeist wird. „Dann könnten die Beamten die Anlage als wesentlichen Gebäudebestandteil einstufen“, warnt Steuerberater Wolfram Vogel von der Kanzlei HLB Stückmann und Partner in Bielefeld. Einen Präzedenzfall dazu gebe es bislang aber nicht.

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6 Kommentare zu Immobilien: So holen sich Hausbesitzer Steuern und Gebühren zurück

  • Thema Grundsteuern:
    Zitat: "Und es droht ein weiterer Anstieg: Nach dem Willen der Länder soll sich die Steuer künftig an aktuellen statt an alten Marktwerten orientieren."

    Zum Beispiel in den USA werden die Grundsteuern schon immer nach dem Immobilienwert
    (Kaufpreis) erhoben. Deswegen sind dort die Grundsteuern etwa fünfmal so hoch wie derzeit in Deutschland. Allerdings sind dort die Rahmenbedingungen beispielsweise für Vermieter in Ordnung. Ganz im Gegensatz zu Deutschland, wo hier doch irrsinnige rechtliche Regulierungen und Verordnungen praktiziert werden.
    Man sieht, der deutsche Staat kann den Hals nicht voll kriegen. Er ergreift jede Möglichkeit, den Bürger zu schröpfen.

    Ich denke, es ist an der Zeit, alle Miet-Immobilien in Deutschland zu verkaufen.

  • 1. Teil

    In regelmäßigen Abständen erhalten die Häuslebesitzer des hiesigen Landes Zahlungsaufforderungen von ihren Städten und Gemeinden in Sachen Grundsteuer.
    Man stößt dabei auf jede Menge Ungereimtheiten im Zusammenhang mit den zu leistenden Steuern.
    Zuerst wäre da mal die Steuerpflicht.
    Diese ist nirgends definiert, sondern wird einfach so stillschweigend vorausgesetzt. Das gilt – wie Leserinnen und Leser von News Top-Aktuell längst wissen – für sämtliche Steuern.
    Wenn es sich bei der BRiD um einen sogenannten “Rechtsstaat” handelt und es bekanntermaßen nichts gibt, was nicht geregelt ist, wieso ist die Steuerpflicht dann nicht im Grundgesetz geregelt, welches seit Ende 1990 sowieso keine Gültigkeit mehr besitzt?
    Als eigentliche Rechtsgrundlage für die Grundsteuer, muss nun das sogenannte “Grundsteuergesetz (GrStG)” aus dem Jahre 1973 herhalten.
    Nun versuchen Sie mal festzustellen, wo im GrStG geregelt ist, wann dieses Gesetz in Kraft getreten ist. Sie werden nichts dazu finden.
    Was Sie auch nicht finden werden, ist ein territorialer Geltungsbereich, also das Gebiet, wo das Gesetz gelten soll.
    Weder das Inkrafttreten noch der territoriale Geltungsbereich ist irgendwo genannt.
    Dabei besagt sogar ein sogenanntes “Urteil” der Firma “Bundesverfassungsgericht” (DVBl 1964, 147) aus dem Jahre 1964, dass Gesetze ohne räumlichen Geltungsbereich nichtig sind.
    Auch das Inkrafttreten ist nirgends geregelt. Das bedeutet es wird eine Steuer gefordert, bzw. abgepresst, für die es keine gesetzliche Grundlage gibt.
    Das sogenannte “Grundsteuergesetz” wurde übrigens im Jahre 1973 ohne Datum des Inkrafttretens erlassen, oder zumindest scheinerlassen, denn die Sach ist nämlich die:
    Im Jahre 1973 war das hiesige Land schon lange kein Staat mehr. Es gab also keine staatlichen Organe, die für den Erlass eines Gesetzes aber zwingend erforderlich sind.

  • 3. Teil
    Man kann das Spiel mit sämtlichen Städten und Gemeinden, Polizei, “Gerichte”, “Zoll” usw. wiederholen. Das Ergebnis ist immer wieder das gleiche. Es handelt sich nachweislich um Firmen.
    Städte und Gemeinden, sowie die “Bundesrepublik” in Deutschland sind Firmen. Faszinierend!
    Gilt dann nicht Vertragsrecht? Brauchen wir dann nicht einen Vertrag mit den Städten, Gemeinden usw.? Haben Sie einen solchen Vertrag unterschrieben? Nein! Haben Sie natürlich nicht.
    Wieso zahlen Sie dann Grundsteuer???
    Wieso zahlen Sie überhaupt irgendwelche Steuern??? Warum schieben Sie Firmen, mit denen Sie nie einen Vertrag geschlossen haben, Ihr gutes Geld in den Hintern?
    Lassen Sie uns mal raten!
    “Weil das schon immer so war”, richtig!?
    “Weil das ja alle machen”, stimmt ´s!?
    “Weil man da ja sowieso nicht gegen machen kann”, nech!? Falsch!
    Man kann sehr wohl etwas dagegen machen, nämlich sogenannte “Steuern” einfach nicht mehr bezahlen! Das ist der erste Schritt, der aus dem Sklavendasein und Untertan-Desaster führt!
    “Ja aber dann kommen die ja…”
    Lasst sie ruhig kommen, denn dann kommt News Top-Aktuell.
    Auf unserem Informationsportal finden Sie Unmengen Artikel und Kommentare, welche Informationen und Hilfen enthalten, um diesem Geseuche ein Ende zu bereiten.
    schon mal ein Artikel, welcher Ihnen garantiert weiterhelfen wird:
    So setzen Sie sich erfolgreich zur Wehr
    Auf News Top-Aktuell finden Sie rechts im Menü unter der Rubrik “Äußerst Wissenswertes” jede Menge weitere Artikel, die Sie nutzen können. Zum Beispiel diesen hier:
    Keine KfZ-Steuer – Es funktioniert!
    Das ist aber noch lange nicht alles.
    Unsere Rubrik “Äußerst Wissenswertes” gibt noch viel mehr her. Ihnen wird sicher mehr als nur ein Mal alles aus dem Gesicht fallen, wenn Sie diese Rubrik durchforsten.

    Quelle:
    https://newstopaktuell.wordpress.com/2015/04/10/zahlen-sie-noch-grundsteuer-und-wenn-ja-warum/

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