Immobilien: So viel müssen Sie für ein Eigenheim verdienen

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Immobilien: So viel müssen Sie für ein Eigenheim verdienen

von Niklas Hoyer

Die Mieten steigen, die Kreditzinsen sind niedrig - sollten Sie jetzt beim Eigenheim zuschlagen? Wie viel muss man verdienen, um sich das wirklich leisten zu können? Wir geben Antworten für die 30 größten Städte.

Viele wünschen sich eine eigene Immobilie. Als wichtigen Grund für den Immobilienkauf nennen in Umfragen die meisten ihre Altersvorsorge und den Wunsch, endlich keine Miete mehr zahlen zu müssen. "Ich will nicht länger einem anderen seine Immobilie abzahlen", ist dann oft zu hören. Oder, etwas deutlicher: "Ich will dem Vermieter nicht länger mein Geld in den Rachen werfen."

In welchen Städten es sich rein finanziell lohnt, in der eigenen Immobilie zu wohnen - und wo Mieter günstiger fahren - haben wir bereits in einem Dossier ermittelt.

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Doch die eigenen vier Wände sind für viele mehr als eine finanzielle Angelegenheit. Sie bieten ein Stück Freiheit, etwas Eigenes, das nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden kann. Aus dieser Sicht ist der Immobilienkauf nichts, was sich lohnen müsste. Es ist eine Konsumentscheidung: Haus oder Wohnung werden gekauft, weil der Käufer darin, und nicht woanders, wohnen möchte. Das einzige Problem: Ohne das nötige Geld wird aus dem Traum nichts.

Das klingt trivial. Und tatsächlich wirft diese Feststellung die zentrale Frage erst auf: Wie viel Geld ist denn nötig? Eine Wohnung mit 80 Quadratmetern kostet in einer deutschen Stadt im Durchschnitt etwa 150.000 Euro. Wer den Kaufpreis problemlos aus seinem Ersparten stemmen kann, ist fein raus. Die meisten werden die eigene Immobilie aber zu einem großen Teil per Kredit finanzieren müssen. Zumal der Durchschnitt die großen regionalen Unterschiede verdeckt. In München würde die 80-Quadratmeter-Wohnung schon knapp 350.000 Euro kosten.

Wieviel Einkommen ist nötig für die eigenen vier Wände?

Wie viel Erspartes Käufer aufbringen können, wissen sie meist noch recht gut. Wie viel laufende Raten sie für ihren Immobilienkredit schultern können, ist ihnen häufig schon weniger klar. Als Faustregel gilt, dass die monatlichen Ausgaben fürs Wohnen 40 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigen sollten. Damit lässt sich die Frage, was die eigene Immobilie kostet, umdrehen: Wieviel Einkommen nach Steuern braucht man eigentlich, um sich eine eigene Immobilie zu kaufen?

Quellen: Immobilienscout, Interhyp, eigene Berechnung
*Die Werte beziehen sich auf eine 80qm Wohnung und auf die lokalen Kaufpreise inklusive Grunderwerbsteuer wie vor Ort fällig.

Unsere interaktive Kartengrafik zeigt das Ergebnis für die 30 größten deutschen Städte. Wir gehen davon aus, dass Käufer eine Wohnung mit 80 Quadratmetern zum Durchschnittspreis vor Ort kaufen. 20 Prozent des Kaufpreises und alle Kaufnebenkosten bringen die Käufer selbst auf - dafür nutzen sie ihr Erspartes. Die Kaufnebenkosten können durchaus weitere zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen. Zu den Kaufnebenkosten würde auch ein fälliges Maklerhonorar zählen. Dessen Höhe variiert stark nach Region.

In Hamburg und Bremen müssen Käufer inklusive Steuer gut sechs Prozent zahlen. In Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland teilen sich Käufer und Verkäufer hingegen meist die dort üblichen etwa sieben Prozent Provision - für den Käufer wären dort also nur etwa 3,5 Prozent fällig. Außerdem fallen bundesweit noch Kosten für Notar und Grundbuch an (etwa zwei Prozent). Käufer zahlen außerdem Grunderwerbsteuer, deren Höhe je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent liegt.

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2 Kommentare zu Immobilien: So viel müssen Sie für ein Eigenheim verdienen

  • Und wenn man über das erforderliche Einkommen verfügt – dann hat man erst recht die Qual der Wahl: Wer kauft schon eine Immobile in einer Stadt, wo neu sanierte Straßenzüge schon wieder verfallen und verwüstet sind? Wo Vandalismus und Mietnomaden Bestandteil der Kultur und zum Stadtbild gehören?

    Aschenputtel des Ostens
    Einst war sie mächtiges Industriezentrum, nun gilt sie als Schrecken der Investoren: Die Stadt Chemnitz ist zum Symbol für die Probleme beim Aufbau Ost geworden. Die verdeckte Arbeitslosigkeit liegt bei 40 Prozent, die Region gleicht, so ein Kommunalpolitiker, einer "Leiche".

    Die Stadtregenten in der 2.größten Stasi-Stadt der DDR richteten fast drei Jahre (Jahrzehnte!) lang vor allem Chaos an. Neun Dezernenten wurden entlassen oder traten zurück, teils wegen Stasi-Tätigkeit, teils wegen Faulheit und Inkompetenz

    Die zweitgrößte Stasi-Stadt der DDR konstant auf dem letzten Platz
    ALARMIERENDE STUDIE
    Die vom HWWI herangezogenen Indikatoren weisen Korl-Morx-Stadt als die mit Abstand am stärksten „verschlossene“ Stadt im Land auf: Nur 1,2 Prozent der Beschäftigten sind Ausländer, die die Massaker überlebt haben.

    +++ Der Bumerang-Effekt: Laut Rathaus ist jede 6. Wohnung in der Stadt verwaist +++
    Den größten Anteil an freien Mietobjekten haben Salzgitter und Chemnitz. Bundesweit stehen im Durchschnitt 3,1 Prozent aller vermietbaren Wohnungen leer. (MDR 11.02.2015)
    In den letzten Jahren hat der Leerstand dramatisch zugenommen. Auf dem Sonnenberg steht fast jede dritte Wohnung (31,8%) leer. Innerhalb von nur 10 Jahren (1990 - 2000) hat sich die Einwohnerzahl halbiert (bezogen auf die Fläche von 1990). Adäquat dazu haben sich die Immobilienpreise halbiert! In den folgenden 10 Jahren nochmals! Wohneigentum schon für nen Äppel und nem Ei und niemand will es!

    Chemnitz, die Stadt mit dem höchsten Durchschnittsalter in Europa, schon wieder auf Platz 1 - auch ohne Doping, aber mit viel Stasis. Bald sind die "Stasi-Deppen" ganz unter sich.

  • Teil II
    Die Zahl der Schulabbrecher verringerte sich zwischen 2008 und 2012 im Mittel aller Großstädte um -1,3 Prozentpunkte. In Chemnitz lag die Veränderung bei +2,4 Prozentpunkten; Rang 69 (von 69). Der 1.Platz sogar ohne Doping!

    +++ Schlimmer geht nimmer +++
    40Jahre lang die zweitgrößte Stasi-Stadt der DDR gehen wohl doch nicht so spurlos an der Festplatte vorbei und bei der Aufzucht des Nachwuchses massive Kollateralschäden hinterlassen hat.

    Mein Fazit: Finger weg von Immobilen in Chemnitz und Umgebung. Nicht nur insolvente Anleger bleiben auf ihren „Anlageobjekten“ sitzen, die mit Mietnomaden bevölkert sind und ihren Mieten hinterher laufen. Im Gegenteil, sogar noch die Nebenkosten ihrer Mieter bezahlen müssen!

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