Immobilien-Studie: Kaufen, bevor es zu teuer wird

Immobilien-Studie: Kaufen, bevor es zu teuer wird

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Die Rekord-Preise zahlreicher Immobilien in München, Düsseldorf oder Frankfurt können sich nur noch Glücksritter leisten.

Quelle:Handelsblatt Online

In welcher Stadt ist es günstiger zu mieten als zu kaufen? Wo sollte ein Käufer schnell zuschlagen, bevor die Preise wegrennen? Der „Wohnatlas 2016“ der Postbank beantwortet diese Frage für 36 Großstädte.

Wer zu spät kommt, kauft teurer. Das gilt nach Ansicht der Postbank ganz besonders für Wohnungen in den Städten Berlin, Bonn, Hamburg, Kiel, München, Nürnberg, Stuttgart und Wiesbaden. „Kaufinteressenten mit entsprechendem Budget sollten möglichst bald zugreifen“, kommentiert Dieter Pfeiffenberger, Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung der Postbank, eine Studie des eigenen Hauses, die dem Handelsblatt vorab vorliegt.

Berlin gilt inzwischen seit mehreren Jahren als besonders heißes Pflaster für Wohnungskäufer. Die Einkommen sind nach wie vor unterdurchschnittlich, aber die Wohnungspreise stiegen in den vergangenen fünf Jahren dramatisch.

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Für eine Muster-Eigentumswohnung in der Hauptstadt, zehn Jahre alt, 75 Quadratmeter groß, ermittelte das Marktforschungsinstitut Forschung + Beratung für Wohnen (F+B), in diesem Zeitraum einen Preisanstieg von fast 50 Prozent, in München, ohnehin schon die Metropole mit den höchsten Preisen und Mieten für Wohnungen, mehr als 50 Prozent und für Hamburg von fast 45 Prozent. München ist auch eine jener Städte, in denen die Kaupreise sehr viel schneller steigen als die Mietpreise.

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Hannover, Braunschweig, Bremen, Frankfurt und Erfurt zählen zu den Kommunen, in denen sich Käufer mit ihrer Entscheidung noch etwas Zeit lassen können, geht aus dem „Wohnatlas 2016“ der Postbank hervor. „Hier sind keine kurzfristigen Preissteigerungen zu erwarten“, sagt Postbank-Experte Pfeiffenberger. Was nichts daran ändert, dass Frankfurt alles andere als ein Schnäppchenmarkt für Wohnungskäufer ist. Wie in allen Metropolen wird auch in Frankfurt nicht so schnell neuer Wohnraum gebaut wie Menschen zuziehen. Zwischen Mitte 2014 und Mitte 2015 stieg der Preis der F+B-Musterwohnung in der Mainmetropole um neun Prozent.

Der „Wohnatlas“ der Postbank versucht für 36 Städte die Frage zu beantworten, ob es günstiger ist eine Wohnung zu mieten oder zu kaufen. Ausgangspunkt dieser Betrachtung ist die Annahme, dass eine Mieterhöhung um einen Euro pro Quadratmeter eine Wohnung um 313 Euro pro Quadratmeter verteuert. Anders ausgedrückt: Für die Investition von 313 Euro gibt es zwölf Euro Mieterlös. Das entspricht einer Mietrendite von knapp vier Prozent.

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