Immobilien: Wo der Hauskauf noch lohnt

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Immobilien: Wo der Hauskauf noch lohnt

von Jens HagenQuelle:Handelsblatt Online

Heiß gelaufene Märkte, Mietpreisbremse und leicht steigende Zinsen: Für Immobilienbesitzer gibt es im nächsten Jahr einige Herausforderungen. Was Hausbesitzer beachten müssen und wo Mieten und Kaufpreise weiter steigen.

Auch das vergangene Jahr war für Immobilien wieder einmal ein Jahr der Rekorde, der Höhepunkt einer langjährigen Rally. In den Metropolen stiegen die Preise auf neue Höchststände. Laut Immobilienscout 24 legten in den vergangenen fünf Jahren die Kaufpreise für Wohnungen in Berlin, Hamburg oder München zwischen 40 und 50 Prozent zu. Die Mieten kletterten in diesem Zeitraum um knapp 30 Prozent. Die neue Bundesregierung will laut Koalitionsvertrag den Markt für Wohnimmobilien stärker regulieren.

Angetrieben wird der Boom vom historischen Zinstief. Mit einem Zins von durchschnittlich 2,6 Prozent für Darlehen von fünf bis zehn Jahren war Baugeld im Juni des vergangenen Jahres so günstig wie niemals zuvor. Immer mehr Bundesbürger bauen daher oder erwerben Wohneigentum. Immobilienbesitzer, Häuslebauer und Investoren fragen sich angesichts solcher Rekordmarken, wie lange der Immobilienboom noch weitergeht.

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Wo die Immobilienpreise am stärksten fallen

  • Stolberg (Rhld.)

    Nettokaufpreis:

    2012: 180.000 Euro

    2013: 165.000 Euro

    Preisveränderung: -8,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

    Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD - Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.; veröffentlicht am 1. Oktober 2013

  • Eschweiler

    Nettokaufpreis:

    2012: 175.000 Euro

    2013: 160.000 Euro

    Preisveränderung: -8,6 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Lüdenscheid, Ohrdruf

    Lüdenscheid

    Nettokaufpreis:

    2012: 220.000 Euro

    2013: 200.000 Euro

    Ohrdruf

    Nettokaufpreis:

    2012: 110.000 Euro

    2013: 100.000 Euro

    Preisveränderung in beiden Städten: -9,1 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Itzehoe

    Nettokaufpreis:

    2012: 150.000 Euro

    2013: 130.000 Euro

    Preisveränderung: -13,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Meiningen

    Nettokaufpreis:

    2012: 190.000 Euro

    2013: 160.000 Euro

    Preisveränderung: -15,8 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Neustadt an der Weinstraße

    Nettokaufpreis:

    2012: 245.000 Euro

    2013: 205.000 Euro

    Preisveränderung: -16,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Plettenberg

    Nettokaufpreis:

    2012: 270.000 Euro

    2013: 220.000 Euro

    Preisveränderung: -18,5 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Radevormwald

    Nettokaufpreis:

    2012: 235.000 Euro

    2013: 190.000 Euro

    Preisveränderung: -19,1 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Suhl

    Nettokaufpreis:

    2012: 105.000 Euro

    2013: 80.000 Euro

    Preisveränderung: -23,8 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Dessau

    Nettokaufpreis:

    2012: 140.000 Euro

    2013: 90.000 Euro

    Preisveränderung: -35,7 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

Handelsblatt Online hat mit knapp einem Dutzend Bankern, Fondsmanagern, Unternehmensberatern und Managern von Immobilienunternehmen gesprochen. Ihre Einschätzungen geben einen guten Hinweis, wie sich der Markt im nächsten Jahr entwickeln wird. Lesen Sie, was sich 2014 für Immobilienbesitzer ändert, ob eine Immobilienblase entstehen könnte und wo Preise und Mieten weiter steigen.

Neue Vorgaben für Vermieter
Immobilienbesitzer stehen 2014 vor einigen Herausforderungen. Mit Spannung warten Vermieter darauf, wann die geplante Mietpreisbremse der neuen Regierung umgesetzt wird. Laut Koalitionsvertrag sollen Sätze bei einer Wiedervermietung um maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Wenn die bisherigen Aufschläge diese Grenze schon jetzt überschreiten, müssen Vermieter zwar nicht senken. Doch die Miete darf dann erst erhöht werden, wenn sie von der ortsüblichen Vergleichsmiete eingeholt wird. In der Praxis kann das Jahre dauern. Außerdem sollen bei Modernisierungen Mieterhöhungen zeitlich begrenzt werden und Maklerhonorare bei Neuvermietungen vom Auftraggeber beglichen werden. Wann die Mietpreisbremse tatsächlich kommen wird, ist unklar: „Wie lange dieser Gesetzentwurf verhandelt wird, ist derzeit noch offen“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbandes IVD. Wenn alles nach Koalitionsvertrag läuft, entscheiden die Bundesländer über eine Einführung der Mietpreisbremse und die Ausweisung der angestammten Mietregionen. Die Ausweisung dieser Gebiete soll „an die Erarbeitung eines Maßnahmenplans zur Behebung des Wohnungsmangels in den Gebieten gekoppelt werden“.

Wo die Immobilienpreise am stärksten steigen

  • Delitzsch (Sachsen, 25.000 Einwohner)

    Nettokaufpreis:

    2012: 110.000 Euro

    2013: 140.000 Euro

    Preisveränderung: +27,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert. Preisveränderung im Vergleich zum Vorjahr.

    Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD - Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.; veröffentlicht am 1. Oktober 2013

  • Bamberg

    Nettokaufpreis:

    2012: 237.500 Euro

    2013: 300.000 Euro

    Preisveränderung: +26,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Trier

    Nettokaufpreis:

    2012: 200.000 Euro

    2013: 250.000 Euro

    Preisveränderung: +25,0 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Montabaur

    Nettokaufpreis:

    2012: 118.000 Euro

    2013: 145.000 Euro

    Preisveränderung: +22,9 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Kaarst

    Nettokaufpreis:

    2012: 250.000 Euro

    2013: 300.000 Euro

    Preisveränderung: +20,0 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Bendorf

    Nettokaufpreis:

    2012: 150.000 Euro

    2013: 175.000 Euro

    Preisveränderung: +16,7 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Friedrichshafen

    Nettokaufpreis:

    2012: 330.000 Euro

    2013: 380.000 Euro

    Preisveränderung: +15,2 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Villingen-Schwenningen

    Nettokaufpreis:

    2012: 200.000 Euro

    2013: 230.000 Euro

    Preisveränderung: +15,0 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Sankt Peter Ording, Braunschweig, Neubrandenburg, Wernigerode, Sonneberg

    Sankt Peter Ording

    Nettokaufpreis:

    2012: 280.000 Euro

    2013: 320.000 Euro

    Braunschweig

    Nettokaufpreis:

    2012: 175.000 Euro

    2013: 200.000 Euro

    Neubrandenburg

    Nettokaufpreis:

    2012: 140.000 Euro

    2013: 160.000 Euro

    Wernigerode

    Nettokaufpreis:

    2012: 175.000 Euro

    2013: 200.000 Euro

    Sonneberg

    Nettokaufpreis:

    2012: 105000 Euro

    2013: 120000 Euro

    Preisveränderung bei allen genannten Städten: +14,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Hannover

    Nettokaufpreis:

    2012: 220.000 Euro

    2013: 250.000 Euro

    Preisveränderung: +13,6 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

Bis solche Regelungen beschlossen und in die Praxis umgesetzt werden, können daher Jahre vergehen - sofern ein entsprechendes Gesetz von der Bundesregierung überhaupt beschlossen und von einer nachfolgenden Regierung nicht gleich wieder kassiert wird. Doch auch ohne Mietpreisbremse droht Immobilienbesitzern Ärger. Seit Jahresbeginn wurden etwa die Sätze für die Grunderwerbsteuer in den Ländern Berlin, Bremen, Schleswig-Holstein und in Niedersachsen erhöht. Mit 6,5 Prozent ist Schleswig-Holstein jetzt das teuerste Land, gefolgt von Berlin mit 6,0 Prozent. In Bremen und Niedersachsen werden demnächst jeweils fünf Prozent fällig.

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