Immobilien: Wo die Immobilienpreise steigen

Immobilien: Wo die Immobilienpreise steigen

, aktualisiert 20. November 2011, 12:41 Uhr
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Ein Wohnhaus in Berlin: Die Preise steigen Deutschlandweit.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Finanzkrise lässt die Preise von Häusern und Eigentumswohnungen in ganz Deutschland in die Höhe schnellen. Die Preisrally dürfte noch eine Weile andauern. In welchen Städten die Mieten und Kaufpreise steigen.

DortmundGute Nachrichten für alle, die schon ein Haus besitzen: Die Kaufpreise für private Wohnimmobilien in Deutschland steigen weiter. Und das dürfte noch eine ganze Weile so bleiben. "Die Preise steigen nicht nur in einigen ausgesuchten Orten, sondern fast flächendeckend", sagt Volkswirt Harald Simons vom Beratungsinstitut Empirica.

Ein Quadratmeter Eigentumswohnung mittlerer Güte kostet laut Immobilienverband IVD etwa 980 Euro und damit zweieinhalb Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus müssen die Deutschen derzeit knapp 200.000 Euro auf den Tisch legen, gut ein Prozent mehr als 2010. Um fünf Prozent stiegen die Preise für Eigentumswohnungen.

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Und noch immer nimmt das Kaufinteresse zu, berichten die Immobilienmakler von Sparkassen und Bausparkassen. Vor allem in Ballungsgebieten sind potenzielle Käufer auf der Suche. "Wenn die Wirtschaftslage sich verschlechtert, verschwindet die Nachfrage nach privaten Wohnimmobilien nicht einfach, sondern sie wird nur zurückgestellt", sagt Stephan Kippes, Professor für Immobilienmarketing an der Hochschule Nürtingen-Geislingen. "Sobald der Arbeitsmarkt wieder besser dasteht, kommt die Nachfrage zeitversetzt, aber mit höherer Dynamik wieder zurück."

Das sollte sich auch in höheren Preisen für gebrauchte Immobilien niederschlagen, heißt es. "Da uns die niedrigen Zinsen voraussichtlich noch eine Weile erhalten bleiben, wird auch der Anstieg beim Preisniveau weitergehen", bestätigt Harald Simons von Empirica. "Allerdings lassen sich die Steigerungsraten der vergangenen zwei, drei Jahre natürlich nicht noch jahrelang halten." Ohnehin kann von einer Preisblase keine Rede sein, sagt Hartwig Hamm, Verbandsdirektor bei den Landesbausparkassen (LBS). "Die Preise sind immer noch günstig, im Schnitt bleiben sie hinter den Werten des Jahres 2000 um mehr als zehn Prozent zurück."

Ein wichtiger Grund für die steigenden Kaufpreise gerade bei Neubauten sind die höheren Standards, die die Bauträger seit einigen Jahren einhalten müssen, sagt Andreas Fohrenkamm, Geschäftsführer des Baukonzerns NCC Deutschland. "In den deutschen Großstadt-Regionen sind unsere Kosten in nur vier Jahren um bis zu 40000 Euro pro Wohneinheit gestiegen."


Welche Objekte teurer werden

Fohrenkamm schätzt, dass mindestens die Hälfte der höheren Baukosten auf die schärferen Energiesparverordnungen und Normänderungen zurückzuführen ist. "Deshalb rühren die höheren Verkaufspreise für Neubauwohnungen auch nicht von Spekulantenaktivitäten her, sondern sind zu einem erheblichen Teil schlicht kostenbedingt. Das ist ein großer Unterschied zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern."

Je nach Wohnort fallen die Steigerungsraten allerdings sehr unterschiedlich aus. "Vor allem bei Eigentumswohnungen gilt die Regel: Je höher der Wohnwert und je größer die Stadt, desto höher die Preissteigerungen", sagt Jürgen Michael Schick, IVD-Vizepräsident. "So sind in Städten mit mehr als 250.000 Einwohnern die Preise um mindestens viereinhalb Prozent gestiegen; in den Mittel- und Kleinstädten dagegen nur um drei Prozent."

Nachholbedarf im ländlichen Raum. Dabei stünden die Mittelstädte meist noch besser da, denn hier sei in den vergangenen Jahren verhältnismäßig wenig gebaut worden, was zu steigenden Preisen geführt habe. Im kleinstädtischen und ländlichen Bereich liegen die Preise für Eigentumswohnungen laut IVD-Statistik dagegen aktuell fast ein Drittel niedriger als vor zehn Jahren.

Übrigens: Wer dennoch kein Haus kaufen will, hat dafür meistens persönliche Gründe. Und die fallen manchmal je nach Bundesland ganz unterschiedlich aus: Laut einer repräsentativen Online-Studie des Baugeldvermittlers Hypotheken-Discount hält die Thüringer vor allem die Angst vor einem möglichen Jobverlust vom Hauskauf ab. In Sachsen dagegen ist häufiger der wacklige Ehefrieden schuld - 15 Prozent der Befragten gaben an, sie würden sich derzeit kein Haus kaufen wollen, weil sie sich vor einer eventuellen Scheidung fürchten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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