Immobilienboom: Zahl der Zwangsversteigerungen sinkt weiter

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Immobilienboom: Zahl der Zwangsversteigerungen sinkt weiter

Die Zwangsversteigerung ist der Alptraum jedes Häuslebauers. Die Zahl der Termine sinkt aber weiter. Dank des Immobilienbooms finden Eigentümer auch unter starkem finanziellem Druck oft noch einen Käufer am freien Markt.

Der bundesweite Immobilienboom lässt die Zahl von Zwangsversteigerungen bei deutschen Amtsgerichten weiter sinken. 2014 seien knapp 44.000 Gerichtstermine angesetzt worden, 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte der Fachverlag Argetra aus Ratingen bei Düsseldorf mit.

Wo die Immobilienpreise am stärksten fallen

  • Stolberg (Rhld.)

    Nettokaufpreis:

    2012: 180.000 Euro

    2013: 165.000 Euro

    Preisveränderung: -8,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

    Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD - Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.; veröffentlicht am 1. Oktober 2013

  • Eschweiler

    Nettokaufpreis:

    2012: 175.000 Euro

    2013: 160.000 Euro

    Preisveränderung: -8,6 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Lüdenscheid, Ohrdruf

    Lüdenscheid

    Nettokaufpreis:

    2012: 220.000 Euro

    2013: 200.000 Euro

    Ohrdruf

    Nettokaufpreis:

    2012: 110.000 Euro

    2013: 100.000 Euro

    Preisveränderung in beiden Städten: -9,1 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Itzehoe

    Nettokaufpreis:

    2012: 150.000 Euro

    2013: 130.000 Euro

    Preisveränderung: -13,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Meiningen

    Nettokaufpreis:

    2012: 190.000 Euro

    2013: 160.000 Euro

    Preisveränderung: -15,8 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Neustadt an der Weinstraße

    Nettokaufpreis:

    2012: 245.000 Euro

    2013: 205.000 Euro

    Preisveränderung: -16,3 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Plettenberg

    Nettokaufpreis:

    2012: 270.000 Euro

    2013: 220.000 Euro

    Preisveränderung: -18,5 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Radevormwald

    Nettokaufpreis:

    2012: 235.000 Euro

    2013: 190.000 Euro

    Preisveränderung: -19,1 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Suhl

    Nettokaufpreis:

    2012: 105.000 Euro

    2013: 80.000 Euro

    Preisveränderung: -23,8 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

  • Dessau

    Nettokaufpreis:

    2012: 140.000 Euro

    2013: 90.000 Euro

    Preisveränderung: -35,7 Prozent

    Preise beziehen sich auf Einfamilienhäuser aus dem Bestand mit mittlerem Wohnwert

Angesichts der großen Nachfrage könnten Eigentümer durch einen freien Verkauf im Vorfeld von Gerichtsterminen die Zwangsversteigerung vielfach noch abwenden, hieß es. Der Ratinger Verlag wertet als Dienstleister für die Immobilienbranche und private Interessenten die Versteigerungstermine von fast 500 deutschen Amtsgerichten aus.

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Landkreise mit dramatischem Bevölkerungsschwund

  • Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt)

    Bevölkerung 2011: 147.900 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 20301: 23,5 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 7,8 Prozent

    1Prognose bei konstanter Pro-Kopf-Wohnfläche
    Quelle: IW Köln, 5.9.2013

  • Altenburger Land (Thüringen)

    Bevölkerung 2011: 96.700 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 22,7 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 12,1 Prozent

  • Suhl (Thüringen)

    Bevölkerung 2011: 37.000 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 22,6 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 8,2 Prozent

  • Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt)

    Bevölkerung 2011: 205.500 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 21,9 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 10,2 Prozent

  • Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt)

    Bevölkerung 2011: 172.100 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 21,7 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 9,1 Prozent

  • Oberspreewald-Lausitz (Brandenburg)

    Bevölkerung 2011: 117.900 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 20,7 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 7,4 Prozent

  • Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt)

    Bevölkerung 2011: 86.000 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 20,4 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 14,0 Prozent

  • Elbe-Elster (Brandenburg)

    Bevölkerung 2011: 110.200 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 20,2 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 7,2 Prozent

  • Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt)

    Bevölkerung 2011: 189.700 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 20,0 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 10,1 Prozent

  • Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen)

    Bevölkerung 2011: 113.300 Einwohner
    Nachfragerückgang nach Wohnflächen bis 2030: 20,0 Prozent
    Leerstandsquote 2011: 6,6 Prozent

Nach seinen Angaben kamen 2014 Immobilien für gut sieben Milliarden Euro (minus 5 Prozent) unter den Hammer. Aufgrund der gestiegenen Immobilienpreise hätten die Durchschnittswerte pro Immobilie allerdings deutlich um fast vier Prozent auf gut 161.000 Euro zugelegt.

Weitere Artikel

Für 2015 erwarten die Fachleute keinen weiteren spürbaren Rückgang der Zwangsversteigerungszahlen. Vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern sei die Finanzierung keineswegs ohne Risiko. Hohe Nebenkosten zum Beispiel für die Grunderwerbssteuer zehrten oft das Eigenkapital auf, und die Banken müssten stärker in die Finanzierung einsteigen. Bereits 2014 stieg der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser an der Gesamtzahl der Zwangsversteigerungen von gut 37 auf gut 39 Prozent.

In fast allen Bundesländern kamen weniger Immobilien unter den Hammer. Dennoch unterscheiden sich die Zahlen regional stark: So gab es in Sachsen-Anhalt - bezogen auf je 100.000 Haushalte - fast drei Mal so viele Zwangsversteigerungen wie in Baden-Württemberg.

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