Immobilienkonzern: IVG kommt wohl um die Insolvenz herum

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Immobilienkonzern: IVG kommt wohl um die Insolvenz herum

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Für den Immobilienkonzern IVG stehen die Zeichen auf Sanierung. Die wird aber erst im Herbst unter Dach und Fach sein.

Für den Immobilienkonzern IVG scheint es eine Rettung zu geben: Die wichtigsten Gläubiger haben sich auf ein Sanierungskonzept geeinigt. Die bisherigen IVG-Aktionäre gehen allerdings praktisch leer aus.

Der schwer angeschlagene Immobilienkonzern IVG kommt voraussichtlich doch noch um eine Insolvenz herum. Das Bonner Unternehmen, das auf einem Berg von 4,6 Milliarden Euro Schulden sitzt, fällt nach dem Sanierungsplan aber in die Hände seiner von Hedgefonds dominierten Gläubiger, die auf die Rückzahlung von 1,75 Milliarden Euro verzichten und dafür 96 Prozent der Anteile an der IVG bekommen sollen, wie diese am Wochenende mitteilte.

Das Unternehmen hat sich mit schuldenfinanzierten Immobilienprojekten wie dem Büro- und Geschäftskomplex "The Squaire" am Frankfurter Flughafen verhoben. Geht der Sanierungsplan durch, schrumpfen die Verbindlichkeiten auf 2,45 Milliarden Euro - stärker als geplant.

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Am Samstag einigten sich die Kreditgeber eines syndizierten Darlehens über 1,35 Milliarden Euro und die Zeichner einer 400 Millionen Euro schweren Wandelanleihe auf die Grundzüge eines Sanierungskonzepts. Am Ende müssen alle vier Gläubiger-Gruppen sowie die Aktionäre dem Plan noch zustimmen, mit mindestens 75 Prozent. "So gesehen ist ein Scheitern immer noch möglich", warnte ein Teilnehmer an den Verhandlungen. Dass die Aktionäre und die Zeichner einer Hybridanleihe über 400 Millionen Euro praktisch leer ausgehen, hatte sich abgezeichnet.

Es war eine Einigung "fünf Minuten nach zwölf": Eigentlich sollte der Rettungsplan schon Ende Juli stehen, doch die Gläubiger, inzwischen fast ausschließlich Hedgefonds und Finanzinvestoren wie Apollo und TPG - pokerten weiter. Sie hatten Schulden mit großen Abschlägen zum Nennwert aufgekauft, mit dem Ziel, sie in Eigenkapital zu tauschen. Ohne den Kompromiss hätte die überschuldete IVG spätestens in gut einer Woche Insolvenz anmelden müssen. Sie hätte in diesem Jahr Bankschulden von 734 Millionen Euro und im nächsten Jahr weitere 1,87 Milliarden Euro refinanzieren müssen. Die Banken wollten da angesichts einer Verschuldungsquote von mehr als 80 Prozent nicht mehr mitziehen.

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