Experten erwarten langsamer steigende Immobilienpreise

Immobilienmarkt: Experten erwarten langsamer steigende Immobilienpreise

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Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland dürfte sich auch 2018 fortsetzen

Gerade in größeren Städten haben sich Wohnungen in den vergangenen Jahren rasant verteuert. Experten erwarten nun, dass der Preisanstieg zumindest abebbt. Zu viel Hoffnung machen sie aber nicht.

Der vielerorts starke Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland dürfte laut Experten 2018 an Dynamik verlieren. Doch eine Trendwende sehen sie nicht - auch wenn der Immobilienboom schon ein Jahrzehnt andauert und damit länger als üblich. Nun ist zumindest etwas Erleichterung in Sicht.

„Die Preise dürften weiter steigen, aber weniger stark als in den Vorjahren“, sagte Reiner Braun, Vorstand beim Analysehaus Empirica, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Der stärkere Neubau dämpfe den Auftrieb, auch wenn das Ziel für Hunderttausende neue Wohnungen bundesweit erneut verfehlt worden sei.

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In den vergangenen Jahren habe es viele Sondereffekte gegeben, die den seit 2007 laufenden Anstieg der Immobilienpreise verlängert hätten, sagte Braun, etwa die Niedrigzinsen und die starke Zuwanderung von Flüchtlingen 2015. Nun fehle es an zusätzlichen Impulsen. Zudem seien die Kaufpreise den Mieten vorausgelaufen.

Auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) ist mit Blick auf die Immobilienpreise zurückhaltend. „Sie sind vielerorts schon sehr hoch“, sagt Präsident Andreas Mattner. Die Preise dürften daher im Schnitt zunächst stabil bleiben. Die Bedingungen seien aber robust, eine Trendumkehr erwartet der ZIA nicht. „Die Wirtschaft brummt, die Zinsen dürften absehbar niedrig bleiben, und es ist viel Geld im Markt.“ Gerade die Großstädte blieben beliebt. „Der Trend zum Wohnen in den Innenstädten ist ungebrochen.“

Wo der Kauf von Haus oder Wohnung noch lohnt, zeigt unser Ranking der 50 größten deutschen Städte - plus Stadtteilanalyse der Immobilienmärkte in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und München.

Laut Empirica-Daten haben die Immobilienpreise in Deutschland dieses Jahr kräftig angezogen: In den ersten drei Quartalen 2017 verteuerten sich Eigentumswohnungen um 7,8 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, Ein- und Zweifamilienhäuser um fast 5,8 Prozent. Der Boom hat aber längst nicht alle Regionen erfasst. So kostete demnach der Quadratmeter bei hochwertigen Eigentumswohnungen in Frankfurt zuletzt gut 4000 Euro im Schnitt und in München 6470 Euro, im Erzgebirgskreis hingegen waren es nur 781 und im Landkreis Osterode am Harz 710 Euro.

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