Immobilienmarkt: Mietwohnungen schlagen Gewerbeobjekte

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Immobilienmarkt: Mietwohnungen schlagen Gewerbeobjekte

von Harald Schumacher

Experten erwarten bessere Geschäfte – aber weniger mit Büroimmobilien als mit dem Wohnungsbau. Das ergab eine Exklusivumfrage unter Projektentwicklern, Maklern und Finanzierern.

Vor kurzem hat der Hamburger Shoppingcenter-Betreiber ECE den Terminplan für Stuttgarts künftig größtes Einkaufszentrum „Milaneo“ über den Haufen geworfen. Aber anders als Baden-Württembergs umstrittener Landeshauptstadt-Bahnhof gleich nebenan oder der Willy-Brandt-Flughafen in Berlin wird Milaneo nicht später, sondern ein halbes Jahr früher fertig als geplant.

Im Herbst 2014 und nicht erst im Frühjahr 2015 sollen die Konsumenten die 43.000 Quadratmeter Verkaufsfläche stürmen. Zu zwei Dritteln ist das fast 400 Millionen Euro teure Milaneo vorvermietet. Weitgehend finanziert ist es durch den Fondsinitiator Hamburg Trust, der bei Anlegern noch 76 Millionen Euro einsammeln muss. Weitere Teilhaber sind die Versorgungswerke der Architektenkammern von Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hamburg sowie die ECE-Eigentümerfamilie Otto.

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Ganz so optimistisch wie die Milaneo-Macher sind allerdings die hiesigen Gewerbeimmobilienprofis nicht beim Ausblick in die kommenden Monate. Die Marktteilnehmer erwarten für Einzelhandels- und Büroobjekte eher eine fallende als eine steigende Nachfrage, ergab das Expertenpanel Immobilienmarkt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn, dessen Ergebnisse die WirtschaftsWoche exklusiv veröffentlicht (siehe Infografik).

Immobilientrends 2013

Bei Büroimmobilien etwa gehen 32 Prozent der an der Erhebung teilnehmenden 390 Projektentwickler, Makler und Finanzierer von weniger und nur acht Prozent von mehr Nachfrage aus, ermittelte das BBSR, der immobilienwirtschaftliche Thinktank des Bundesbauministeriums.

„Geradezu spiegelbildlich“ dazu stehen manche Erwartungen für Wohnungsbau, sagt BBSR-Expertin Eva Korinke (siehe Infografik). Dass etwa die Mieten steigen, erwarten bei Büroflächen nur zwölf Prozent der Befragten, aber drei Viertel bei Mietwohnungsbau. Im Mietwohnungs-Segment prognostizieren 45 Prozent der Befragten eine steigende und nur drei Prozent eine sinkende Nachfrage.

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