Immobilienmarkt New York: Luxus in Manhattan günstig abzugeben

Immobilienmarkt New York: Luxus in Manhattan günstig abzugeben

, aktualisiert 06. September 2016, 14:50 Uhr
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Aussicht vom One World Trade Center auf Manhattan (im Vordergrund), Queens und Brooklyn.

Quelle:Handelsblatt Online

Eine scheinbar unbegrenzte Nachfrage in den vergangenen Jahren hat zum Bau tausender Luxusapartments in New York geführt. Makler tun sich jetzt schwer damit, die Wohnungen zu verkaufen – und greifen daher zu Tricks.

New YorkPotenziellen Käufern für ein Eigentumswohnung-Projekt im edlen New Yorker Stadtteil Upper East Side wird still und heimlich ein Rabatt von 5 Prozent eingeräumt. In einem anderen fast fertigen Gebäude, nicht allzu weit entfernt, werden Apartments mit fünf Schlafzimmern in kleinere Einheiten aufgeteilt. Und Makler, deren Kunden Verträge für ein Hochhaus in Downtown vor einem gewissen Datum unterschreiben, erhalten Geschenk-Guthabenkarten über 5000 Dollar (4490 Euro).

Derartige Taktiken sind alltäglicher geworden in Manhattan, wo Entwickler derzeit gegen eine Flut an Luxus-Eigentumswohnungen ankämpfen. Sie passen sich an die neue Realität an, nachdem sie jahrelang ein Gebäude nach dem anderen gebaut hatten, um die scheinbar unersättliche Nachfrage zu befriedigen.

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Angesichts eines Immobiliensegments, das ins Stocken gerät, verändern sie Verkaufspläne und schließen geheime Vereinbarungen ab – um wieder Schwung in ihre Projekte zu bringen, bevor sogar noch mehr Angebote auf den Markt kommen.

„Im Moment ist die Zeit dein größter Feind“, erklärt Jacky Teplitzky, eine Luxusmaklerin in den Diensten von Douglas Elliman Real Estate. „Die erste Frage, die Leute stellen, ist, wie lange eine Wohnung schon auf dem Markt ist.“

Weltweite konjunkturelle Unruhe, einbrechende Ölpreise und die Unsicherheit zu den diesjährigen US-Präsidentschaftswahlen bremsen die Entscheidungsfindung bei potenziellen Käufern von Luxuswohnungen in den gesamten USA aus.

In New York, wo in diesem Jahr mehr als 3.500 neue Wohnungen auf den Markt kommen, müssen sich Immobilien-Entwickler besonders anstrengen, um etwas zu verkaufen. Das ist ein starker Gegensatz zur Lage vor ein paar Jahren, als sie Rekordsummen für Wohnungen erzielten, während sich diese noch in der Planungsphase befanden. Vermögende Käufer nehmen sich heute Zeit, um sich verschiedene Optionen anzusehen und um zu verhandeln, bevor sie sich zu einem Kauf verpflichten – falls sie einen solchen überhaupt tätigen.


Vor dem Verkauf 291 Tage auf dem Markt

In den ersten 35 Wochen des laufenden Jahres sank die Anzahl der Verträge zum Kauf von Wohnimmobilien in Manhattan, die 4 Millionen Dollar oder mehr kosten, um rund 21 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus Daten des Luxus-Maklers Olshan Realty Inc. hervor.

Die 758 Immobilien, die in dieser Statistik erfasst sind, waren im Durchschnitt ganze 291 Tage auf dem Markt. Das sind 54 Tage mehr als bei den Objekten im Vorjahreszeitraum.

Angesichts dieser Lage haben Entwickler ihre Pläne, sogar noch mehr Apartments anzubieten, zurückgefahren. Die 3574 Wohnungen, die wohl dieses Jahr insgesamt den Markt erreichen, entsprechen einem Rückgang von 38 Prozent gegenüber den Schätzungen aus dem Januar, heißt es beim Broker Corcoran Sunshine Marketing Group. Von den Apartments aus 2016 fallen mehr als die Hälfte in das Segment Luxus, basierend auf dem Quadratmeterpreis.

„Wir hatten noch nie eine Anhäufung von Immobilien-Beständen, die so stark ins obere Ende verdreht war“, sagt Jonathan Miller, Präsident beim Gutachter Miller Samuel Inc. „Es wird zu viel zu Preisen von 2014 gebaut. Und die Käufer sind nicht da. Die Bedingungen haben sich seit damals ziemlich verändert.“

Die Verkaufs-Anreize der Entwickler werden nur bis zu einem gewissen Grad reichen, um dabei zu helfen, die „gewaltige Anzahl an überteuerten Beständen“ in Manhattan abzubauen, sagt Donna Olshan, Präsidentin von Olshan Realty. Ihrer Meinung nach sind tiefere Preiseinschnitte auf dem ganzen Luxusmarkt notwendig.

„Die Dinge finden einen Käufer. Sie werden allerdings einen Käufer zu niedrigeren Preisen finden“, sagt sie. „Man kann die Sache nicht unendlich aussitzen und versuchen, eine Wohnung pro Monat zu verkaufen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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