Immobilienmarktanalyse: Wohnen in der Großstadt - mieten oder kaufen?

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Immobilienmarktanalyse: Wohnen in der Großstadt - mieten oder kaufen?

von Niklas Hoyer

Die Preise für Haus oder Wohnung steigen noch deutlich stärker als die Mieten. Unser exklusives Ranking der 50 größten Städte zeigt, wo Eigentum sich noch lohnt und warum Mieter häufig günstiger wohnen.

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In vielen Städten stellt sich die Frage: Besser Kaufen oder mieten? Die Analyse der Wohnungsmärkte der 50 größten Städte Deutschlands gibt Auskunft.

Eine aktuelle Entwicklung befeuert den Glaubensstreit „Mieten oder Kaufen?“ Denn während die Kaufpreise in den Städten seit 2009 auf breiter Front kräftig steigen, haben die Mieten nur sehr viel schwächer zugelegt. Die Tendenz ist damit eindeutig: Kaufen wird unattraktiver, Mieten attraktiver.

Klar, von Eigentümern genannte Vorteile, wie der Gewinn an Lebensqualität, die größere Freiheit bei der Gestaltung der eigenen vier Wände - von der Wandfarbe bis zum Raumzuschnitt - , lassen sich nicht in Zahlen beziffern. Doch wer ohne große Emotionen auf die Zahlen sieht, kommt immer öfter zum Ergebnis, dass Mieter günstiger wohnen. Allerdings gilt das längst nicht überall.

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Immobilienkauf wird unattraktiver

Die Datenlage: 2014 mussten Wohnungskäufer in den 50 größten Städten laut Zahlen des Internet-Portals Immobilienscout 24 rund 7,6 Prozent mehr Geld einplanen. Die Mieten zogen bei neu abgeschlossenen Verträgen hingegen nur um 3,7 Prozent an. In vielen Städten enteilen die Kaufpreise den Mieten schon seit Jahren: Seit 2007 sind die Kaufpreise in München um sagenhafte 73 Prozent gestiegen, die Mieten nur um 28 Prozent.

Für Anleger wird der Immobilienkauf so unattraktiver, ihre Rendite aus der Vermietung fällt. Auch Selbstnutzer, die Wohnraum suchen, um selbst darin zu leben, dürften sich häufiger für die Miete entscheiden. 

Was Bewerber wissen müssen

Die WirtschaftsWoche hat die städtischen Immobilienmärkte aus Sicht von Anlegern und Selbstnutzern analysiert. Preise, Mieten, Wirtschaftsentwicklung, Kaufkraft und andere wichtige Standortfaktoren zeigen Käufern, wo die Chancen auf weitere Wertzuwächse groß sind - und wo die Preise zu weit gelaufen sind. Selbstnutzer bekommen eine Empfehlung, an welchen Standorten sie - unabhängig von Wertsteigerungen - günstiger als Mieter wohnen und wo sie als Eigentümer im Vorteil sind. Das exklusive Ranking zu den 50 Städten und den Stadtteilen von Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München finden Sie hier als Download (Preis: 1,99 Euro).

Gesamtranking Top Ten mittelgroße Städte

  • Mannheim

    Rang 10: Mannheim

    Gesamt-

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    /Miet-

    Entwick-

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    Miet-

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    Anteil

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    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    3,5+3 bis +8%+17,04,845,1kaufen

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

    Detailliertere Informationen finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • Münster

    Rang 9: Münster

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    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    3,6über +8%+25,54,036,5mieten

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Mainz

    Rang 8: Mainz

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    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    3,6über +8%+23,64,344,0kaufen

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Karlsruhe

    Rang 7: Karlsruhe

    Gesamt-

    wertung¹

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    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    3,6+3 bis +8%+18,64,230,2kaufen

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Bonn

    Rang 6: Bonn

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    wertung¹

    Preis-

    prognose²

    Preis-

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    Entwick-

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    Miet-

    rendite⁴

    Anteil

    Rendite-

    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    3,6+3 bis +8%+18,04,142,5mieten

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Aachen

    Rang 5: Aachen

    Gesamt-

    wertung¹

    Preis-

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    Entwick-

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    Miet-

    rendite⁴

    Anteil Rendite-

    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    3,8+3 bis +8%+17,84,542,2kaufen

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Augsburg

    Rang 4: Augsburg

    Gesamt-

    wertung¹

    Preis-

    prognose²

    Preis-

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    Entwick-

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    rendite⁴

    Anteil

    Rendite-

    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    4,0über +8%+25,44,329,8kaufen

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Braunschweig

    Rang 3: Braunschweig

    Gesamt-

    wertung¹

    Preis-

    prognose²

    Preis-

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    Anteil

    Rendite-

    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    4,0über +8 Prozent+20,85,152,2kaufen

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Nürnberg

    Rang 2: Nürnberg

    Gesamt-

    wertung¹

    Preis-

    prognose²

    Preis-

    /Miet-

    Entwick-

    lung³

    Miet-

    rendite⁴

    Anteil

    Rendite-

    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    4,1über +8%+31,74,339,4kaufen

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

  • Freiburg

    Rang 1: Freiburg

    Gesamt-

    wertung¹

    Preis-

    prognose²

    Preis-

    /Miet-

    Entwick-

    lung³

    Miet-

    rendite⁴

    Anteil

    Rendite-

    angebote in %⁵

    Empfehlung:

    Mieten oder kaufen?⁶

    4,3+ über 8%+29,13,715,3mieten

    ¹ von 5,0 (große Chancen, wenig Risiken) bis 1,0 (geringe Chancen, hohe Risiken); berechnet aus Preisprognose (25 %), Leerstand (12,5 %), Erschwinglichkeit (12,5 %) und Standortdynamik (50%); ² Preisprognose für die nächsten drei Jahre; ³ Wert über 0 gibt an, um wie viel Prozentpunkte Kaufpreise seit 2009 stärker gestiegen sind als Mieten; hohe Werte signalisieren Überbewertung; ⁴ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2% für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, in Prozent; ⁵ Anteil der Angebote mit einer Brutto-Mietrendite von über 5 % bei Neuvermietung; ⁶ Empfehlung für Selbstnutzer mit 40 % Eigenkapital in Abhängigkeit u. a. der lokalen Kaufpreise, Mieten und Kreditkonditionen

    Quelle: Immobilienscout 24, Feri, IW Consult, Empirica, eigene Recherche

    Detailliertere Informationen finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

Kaufinteressenten sollten den Markt genau analysieren

Kaufinteressenten sollten den Markt genau analysieren. Denn deutschlandweit schwächt sich der Preisanstieg bei Immobilien schon wieder ab. Bestehende Wohnungen verteuerten sich 2014 nur noch um vier Prozent, nach je über sieben Prozent plus in den beiden Jahren zuvor. "Der Markt beginnt sich abzukühlen", sagt Michael Kiefer, Chefanalyst bei Immobilienscout 24. "Vielerorts sind Preisobergrenzen erreicht." Noch würden die Angebotspreise in den Städten zwar deutlich steigen, doch selbst hier gebe es Bremsspuren: "Bislang findet sich irgendwann ein Käufer, der die hohen Preise zahlt, aber es dauert viel länger als früher." Für 2015 erwartet Kiefer nur etwa vier Prozent Preisplus in den Städten. Nicht schlecht. Aber weit unter den Vorjahren.

Im Ranking der WirtschaftsWoche schneiden Hamburg und Leipzig aus Sicht der Kaufinteressenten am besten ab. Beide Städte bieten sehr gute Chancen auf weitere Wertsteigerungen bei vergleichsweise geringen Risiken. Gute wirtschaftliche Aussichten ziehen neue Einwohner an. In den nächsten fünf Jahren soll die Bevölkerung in Leipzig um 2,4 Prozent wachsen, in Hamburg um 2,0 Prozent. Die Wohnungsmärkte profitieren nicht nur vom Zustrom, sondern auch vom Austausch - also ähnlich hoher Ab- und Zuwanderung. Laut Beratungsunternehmen Analyse & Konzepte ist die Zahl der 30- bis 50-Jährigen in Hamburg in den vergangenen Jahren kaum gestiegen; sie stehen jedoch für etwa ein Drittel aller Zuwanderer. Diese Altersgruppe verdient meist gut und legt bei Miete oder Kauf viel auf den Tisch. Zunehmende Mobilität treibt so den Immobilienboom.

In vielen Städten sollte man vielleicht besser nicht kaufen

Dass die Kaufpreise in Hamburg in den vergangenen Jahren viel stärker als die Mieten gestiegen sind, kann auf eine Überbewertung hindeuten. In Leipzig etwa war der Preisanstieg durch Mietsteigerungen fast gedeckt. Die Renditen der Anleger sind hier kaum gesunken. Durch den relativ hohen Mietanstieg lohnt sich der Kauf auch für Selbstnutzer, die so viel Miete sparen können. Tatsächlich würden diese den Markt immer stärker prägen, berichtet Andreas Köngeter vom Leipziger Makler Koengeter Immobilien.

In vielen anderen Städten sind die Argumente für den Immobilienkauf weniger gut. Als Geldanlage hält Frank Frommholz, Honorarfinanzberater aus Hamburg, Immobilien ohnehin für überbewertet: "Durch die Kaufnebenkosten ist die Immobilie eine Anlage mit zehn Prozent Ausgabeaufschlag. Bei Fonds würden die meisten Anleger von so etwas sofort die Finger lassen."

Auch die Risiken machen sich viele Käufer nicht klar. Durch Kauf auf Kredit vervielfachen sie das Gewinn- und Verlustrisiko ihres Eigenkapitals (sie "hebeln" ihr Kapital, ähnlich wie ein Hedgefonds) und setzen alles auf eine Karte - "Klumpenrisiko" heißt das in der Sprache der Geldprofis. Schon ein geringer Wertverlust des Investments aber würde das vom Käufer investierte Kapital stark vermindern. Bislang halten die Immobilien ihren Wert.

Die teuersten und günstigsten Stadtteile der Metropolen

  • Hamburg

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Hafencity5200k. A.k. A.+3 bis +8%sehr niedrig

    Harvesteh./

    Rotherbaum

    500013,803,1+8%sehr niedrig
    Winterhude430011,703,1+8%sehr niedrig

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Billstedt/

    Horn

    21008,304,5+2 bis -2%hoch

    Harburg/

    Wilhelmsburg

    20507,904,3+2 bis -2%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Hamburger Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • Berlin

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Grunewald335010,803,6+8%mittel
    Mitte31009,803,5+8%sehr niedrig
    Prenzlauer Berg27509,703,9+8%sehr niedrig

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Spandau14506,404,9+8%sehr hoch

    Marzahn/

    Hellersdorf

    12005,605,2+3 bis +8%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Berliner Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • Köln

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Bayenthal/

    Marienburg

    345010,203,3+8%hoch

    Altstadt/

    Neustadt

    340010,703,5+8%mittel

    Lindent./

    Sülz/

    Klettenb.

    330010,603,6+8%mittel

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Langel/

    Zündorf

    16507,405,0+3 bis +8%sehr hoch
    Chorweilerk.A.6,80k.A.+2 bis -2%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Kölner Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • Frankfurt

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Westend475014,703,4+8%sehr niedrig
    Nordend415013,003,5+8%sehr niedrig
    Sachsenhausen360012,403,8+8%mittel

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Riederwald/

    Fechenh.

    22508,904,4+3 bis +8%hoch

    Berkersh./

    Bonames

    22009,704,9+3 bis +8%sehr hoch

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Frankfurter Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

  • München

    Die teuersten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Altstadt/

    Lehel

    640014,702,6+3 bis +8%niedrig
    Bogenhausen610015,903,0+3 bis +8%sehr niedrig

    Schwabing/

    Maxvorst.

    590015,002,9+3 bis +8%sehr niedrig

    Die günstigsten Stadtteile:

    Stadtteil

    Kaufpreis

    (Euro/qm)

    Kaltmiete

    (Euro/qm)

    Miet-

    rendite¹

    Preis-

    prognose²

    Erschwing-

    lichkeit³

    Ramersdorf/

    Perlach

    380012,303,7+8%niedrig
    Feldmoching355012,003,8+8%mittel

    k. A. = keine Angabe; durchschnittliche Angebotspreise von 2014, 3-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern, 30 Jahre alt; ¹ Jahres-Netto-Kaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis zuzüglich 2 % Kosten für Notar und Grundbuch sowie 3,5 bis 6,5 % Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland), die tatsächliche Rendite ist wegen laufender Kosten geringer; ² Prognose für die nächsten drei Jahre; ³ Verhältnis lokale Kaufkraft/Immobilienpreise, von sehr hoch bis sehr niedrig; Quelle: Immobilienscout 24, Empirica, GfK GeoMarketing, eigene Recherche

    Miet- und Kaufpreise für weitere Münchner Stadtteile finden Sie in unserem Download "Mieten oder kaufen?" für 1,99 Euro.

Eigentümer wohnen zwar miet-, aber nicht kostenfrei

Anders könnte dies bei einem möglichen Zinsanstieg aussehen, analysiert Dachfondsmanager Eckhard Sauren in seinem neuen Buch "Die Zinsfalle". Schon ein allgemeiner Zinsanstieg um 2,0 Prozentpunkte - etwa über mehrere Jahre - könnte bei vermieteten Immobilien zu 45 Prozent Wertverlust führen. Der Grund: Investoren können auch bei steigenden Zinsen die Mieten dank strikter Gesetze kaum anheben. Also kaufen sie dann lieber Alternativ-Anlagen, etwa Anleihen. Zusätzlich würden Baudarlehen für alle teurer, auch das würde die Nachfrage drücken.

Wollen Selbstnutzer unabhängig von möglichen Wertveränderungen einer Immobilie möglichst günstig wohnen, müssen sie die Gesamtkosten als Mieter und Eigentümer einer Immobilie vergleichen. Eigentümer wohnen zwar miet-, aber nicht kostenfrei: So müssen auch sie Strom, Wasser oder Müllabfuhr zahlen. Auch die Grundsteuer fällt in beiden Fällen an. Laufende Kosten, zum Beispiel für einen Hausmeister, zahlen Eigentümer über das Hausgeld, das in der Regel über den Nebenkosten der Mieter liegt. Zusätzlich müssen sie noch für Instandhaltung (Faustformel: ein bis zwei Prozent des Kaufpreises pro Jahr) und Verwaltung der Immobilie aufkommen - davon bleiben Mieter verschont. Hinzu kommen mögliche Kreditkosten.

Steuervorteile für Mieter und Vermieter

  • Allgemein

    Vermieter sollten alle Kosten, die sich auf den Mieter umlegen lassen, in die Nebenkostenabrechnung einfließen lassen. Was sich nicht umlegen lässt, etwa die Schuldzinsen für das Mietshaus, können sie steuerlich geltend machen. Wie viel der Käufer an Steuern weniger zahlt, hängt unter anderem von der Höhe des persönlichen Steuersatzes ab.

  • Schuldzinsen

    Wer vermietet, kann Bauzinsen als Werbungskosten von der Steuer absetzen (siehe Musterrechnung). Trotz des Steuerabzugs ist es nicht sinnvoll, mehr Fremdkapital aufzunehmen als unbedingt nötig, denn der Steuerzahler spart in der Regel weniger als die Hälfte der Zinsen.

  • Abschreibung

    Vermietete Wohnimmobilien werden steuerlich um zwei Prozent pro Jahr abgeschrieben (Baujahr vor 1924: 2,5 Prozent). Die Abschreibungen dürfen mit den Mieteinnahmen verrechnet werden.

  • Leerstand

    Bei leer stehenden Mietwohnungen lässt sich die Grundsteuer drücken, wenn mehr als 50 Prozent der Mieterträge wegbrechen. Die Grundsteuer verringert sich dann um ein Viertel. Steht die Immobilie komplett leer, erlässt das Finanzamt die Hälfte der Steuern. Wer seine Grundsteuer wegen fehlender Mieteinnahmen mindern will, muss bis Ende März des Folgejahres einen Antrag stellen.

  • Immobilienkauf

    Wer eine Immobilie kauft, zahlt auf den Kaufpreis Grunderwerbsteuer. Das gilt auch für unbebaute Grundstücke. Sind der Kauf des Grundstücks und der Bau des Hauses in einem Vertrag geregelt, etwa beim Kauf von einem Bauträger, fällt die Grunderwerbsteuer auf Grundstück und Haus an. Wird der Bauvertrag später vereinbart, bleibt das Haus steuerfrei.

  • Dienstleistungen

    Mieter können ihre Steuerschuld um 20 Prozent des Arbeitslohns von Handwerkern, maximal um 1200 Euro pro Jahr, mindern. Damit lohnt es sich, Handwerkerrechnungen bis 6000 Euro pro Jahr beim Finanzamt einzureichen. Bei haushaltsnahen Dienstleistungen, also etwa der legal angemeldeten Putzfrau oder dem Gärtner, können Mieter zusätzlich maximal 4000 Euro Kosten von der Steuerschuld abziehen.

  • Steuerrechnung für eine vermietete Eigentumswohnung

    Immobilie¹Betrag  (in Euro)
    Kaufpreis255.000
    Kauf-Nebenkosten (16 Prozent)²40.800
    Summe295.800
    davon entfallen auf
    Gebäude (90 Prozent)³266.220
    Grundstück (10 Prozent)29.580
    Finanzierung
    Darlehen (70 Prozent der  Gesamtkosten, Rest ist Eigenkapital)207.060
    jährlicher Zins (nominal in Prozent,  15 Jahre fest)⁴2,5
    jährliche Tilgung (in Prozent)2,0
    Schuldzinsen im ersten Jahr5129
    Mieteinnahmen
    Jahreskaltmiete (12 x 637,87 Euro)7654
    Werbungskosten
    Jährliche Abschreibung auf Gebäude  (2,5 Prozent)⁵6655
    + Schuldzinsen im ersten Jahr5129
    + nicht umlagefähige Kosten⁶3360
    = Summe Werbungskosten15.144
    Mieteinnahmen – Werbungskosten = steuerlich absetzbare Mietverluste–7490
    Steuerersparnis durch Verlust aus Vermietung3319

    ¹ in Berlin-Charlottenburg, 105 Quadratmeter, Baujahr 1918
    ²Grunderwerbsteuer, Notar, Makler, Grundbuch;
    ³Abschreibungen nur auf Gebäude möglich;
    ⁴Annuitätendarlehen, nach Zinsbindung liegt der Zins bei 6,0 Prozent;
    ⁵höhere Abschreibung weil Baujahr vor 1924;
    ⁶z. B. Instandhaltungsrücklage und Verwaltung;
    ⁷Bruttojahreseinkommen 80 000 Euro, ledig, Steuersatz 42 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag;
    Quelle: Immoscout24, Ecovis

Miete oder Kauf?

Ob sich Miete oder Kauf lohnt, hat die WirtschaftsWoche für die 50 Städte auf Basis aktueller Kaufpreise, Mieten und Kreditangebote berechnet. Die Immobilie soll zu 60 Prozent per Kredit finanziert werden, 40 Prozent plus Kaufkosten bringt der Käufer selbst auf. Um nur die reinen Wohnkosten zu vergleichen, basieren die Kreditkosten auf Darlehen ohne Tilgung. Denn durch die Tilgung des Kredits bauen Immobilienkäufer Eigentum auf - sie sparen. Diese Ausgaben hängen nicht direkt mit den Kosten des Wohnens zusammen.

Bleibt so gerechnet nur eine Rendite von 5,5 Prozent oder weniger auf das eingesetzte Kapital, lautet die Empfehlung: Mieten und das vorhandene Kapital lieber breit gestreut investieren! Die Schwelle von 5,5 Prozent mag im aktuellen Niedrigzinsumfeld hoch erscheinen. Doch sie entspricht einer Rendite auf die Gesamtinvestition, inklusive Kredit, von nur etwa 2,4 Prozent. Vor allem angesichts der hohen Kreditrisiken sollten Käufer niedrigere Werte nicht hinnehmen. Die Antwort auf die Frage „Mieten oder Kaufen?“ für alle 50 Städte finden Sie in unserem Dossier, hier als Download (Preis: 1,99 Euro).

In der Regel lohnt die Immobilie, wenn sie ohne Kredit finanziert werden kann

Kann der Käufer die Immobilie dagegen komplett aus Rücklagen und ohne Kredit finanzieren, lohnt die eigene Immobilie in der Regel. Rückschlüsse erlaubt hier die für die Städte ausgewiesene Mietrendite. Selbstnutzer können diese mit der bei anderen Anlagen erwarteten Rendite vergleichen: Wer sein Geld statt in die Immobilie nur aufs Tagesgeldkonto packt, fährt mit dem Immobilienkauf überall besser. Wer mit einem Mix aus Aktien, Anleihen und Gold einen Gewinn von fünf bis sechs Prozent schafft, schneidet als Mieter meist besser ab.

Haben Selbstnutzer bislang kaum Rücklagen gebildet, kommt die eigene Immobilie nur bei hohem und verlässlichem Einkommen infrage. Angesichts des besonderen Risikos ist der Kauf aber selbst dann allenfalls in Städten mit hohen Mietrenditen ab 5,3 Prozent empfehlenswert. Doch die gibt es nur noch selten.

Die neuen Regelungen bei der Mietpreisbremse

  • Länder entscheiden

    Die Mietpreisbremse greift bei neuen Mietverträgen in Städten mit „angespanntem Wohnungsmarkt“. In welchen Städten, entscheiden die Bundesländer. Sie läuft bis zu fünf Jahre und soll im ersten Halbjahr 2015 in Kraft treten.

  • Neubau ist ausgenommen

    Mieten für neu gebaute und umfassend sanierte Wohnungen in Neubauten dürfen auch mehr als zehn Prozent über dem Mietspiegel-Niveau liegen.

  • Zehn Prozent drüber

    Mieten dürfen maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen. Was ortsüblich ist, gibt der Mietspiegel vor. Die zehn Prozent gelten auch für Verträge, die schrittweise Mieterhöhungen vorgeben (Staffelmieten).

Der Einfluss der Mietpreisbremse

Die Politik könnte die Entwicklung verschärfen: Die neue Mietpreisbremse, laut der Neumieten in angespannten Wohnungsmärkten nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen, deckelt die Mieten. Das könnte zunächst Immobilien als Geldanlage unattraktiver machen und so die Nachfrage und die Preise drücken. Da aber mittelfristig weniger gebaut würde, könnten die Preise knappheitsbedingt wieder anziehen.

Was Bewerber wissen müssen

Wer bereits als Mieter wohnt, wird sich den Kauf einer Immobilie besonders gut überlegen. Denn die Bestandsmieten liegen vielerorts noch deutlich unter den Neuvertragsmieten. Im persönlichen Kalkül dieser Mieter wird ein Immobilienkauf dann noch unattraktiver, weil sie sich durch den Kauf noch weniger der bislang fälligen Miete ersparen würden. Im Mittel liegen die Neuvertragsmieten in den 50 Städten 18,5 Prozent über den Preisen im Bestand. Dies zeigt eine exklusive Auswertung des Immobilien-Datendienstleisters Empirica-Systeme für die WirtschaftsWoche. Die Werte für alle 50 Städte finden sich im Ranking.

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Chance-Risiko-Verhältnis

In Berlin etwa zahlen neu einziehende Mieter gut 37 Prozent mehr als die bereits zur Miete wohnenden Berliner - der Spitzenwert. Ein Grund: Langjährige Mieter werden umfassend geschützt, zum Beispiel wenn eine vermietete Wohnung, etwa von einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft, in Eigentum umgewandelt und verkauft wird.  "In Berlin greift eine besondere Sperrregel. Käufer dürfen dann den Mietvertrag zehn Jahre lang nicht wegen Eigenbedarfs kündigen", sagt Sebastian Hein, Marktforscher bei Empirica-Systeme. In Nürnberg, Freiburg und Frankfurt liegen die Neumieten noch mehr als 30 Prozent über den Bestandsmieten.

In Leverkusen, Bochum und Wuppertal hingegen zahlen Neumieter sogar weniger als die bereits Ortsansässigen. Eigentlich ein Paradies für zuziehende Mieter. Doch in den drei Städten Nordrhein-Westfalens leben Eigentümer wegen der niedrigen Kaufpreise noch günstiger. Auf Wertsteigerungen nach dem Kauf dürfen sie hier allerdings nicht hoffen. Das Chance-Risiko-Verhältnis aus Käufersicht ist vor allem in Bochum und Wuppertal schlecht, zeigt das Immobilienranking. Klicken Sie hier um das komplette Dossier mit allen Daten herunterzuladen (Preis: 1,99 Euro).

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