Investment: Japans Immobilienmarkt erwacht

Investment: Japans Immobilienmarkt erwacht

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Metall-Spargel zur Kirschblüte - Der Tokyo Sky Tree ist der zweithöchste Bau der Welt.

von Martin Fritz

In den japanischen Häusermarkt strömt wieder ausländisches Kapital – trotz hoher Leerstände und noch fallender Preise. Wie Anleger hier investieren können.

Der größte Ballungsraum der Welt hat ein neues Wahrzeichen: Wie ein gigantischer metallener Spargel ragt der Tokyo Sky Tree aus dem Häusermeer der Metropole Tokio heraus. Mit 634 Metern wird der Sendeturm für digitale Rundfunksignale weltweit nur noch vom Burj Khalifa in Dubai übertroffen. Umgerechnet 600 Millionen Euro hat der „Himmelsbaum“ gekostet, wie geplant soll er pünktlich am 22. Mai eröffnet werden – ein Symbol für die frische Strahlkraft japanischer Immobilien.

Tokio liegt vorne

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Diese Anlageklasse ist jüngst auf den Radarschirm japanischer und ausländischer Investoren zurückgekehrt und verzeichnet starke Kapitalzuflüsse. „Japan ist das entwickelte Land, das vom Wachstum in Asien am meisten profitiert“, erklärt Leonard Meyer zu Brickwedde, Leiter der Vermögensverwaltung Kenzo Capital Corporation in Tokio. Über japanische Immobilien könne man in die größte Wohn- und Wirtschaftsregion der Welt investieren. „Das größte Wachstumspotenzial sehen ausländische Investoren für Tokio“, sagt Yoji Otani, Immobilienanalyst der Deutschen Securities. Mit 84 Millionen Quadratmetern weist der Großraum Tokio mit seinen 36,5 Millionen Einwohnern mehr Büroflächen auf als New York und London zusammen.

Auf Japan spezialisierte Immobilienfonds versprechen Renditen von acht bis neun Prozent. Börsennotierte Fonds – sogenannte J-Reits – gelten als stark unterbewertet, obwohl ihre Kurse seit Jahresanfang zeitweise um ein Viertel zugelegt haben. Trotz der schnell alternden und schrumpfenden Bevölkerung wird Japan nach Meinung der Marktforscher des Immobiliendienstleisters CBRE Global Investors auch in zehn Jahren mit einem Anteil von 13 Prozent der weltweit zweitgrößte gewerbliche Immobilienmarkt nach den USA bleiben. Daran würde auch der Bauboom in Schwellenländern wie China nichts ändern.

Boden erreicht?

Japan-Immobilien leiden noch immer unter der Korrektur der größten Immobilienpreisblase aller Zeiten. Ende der Achtzigerjahre, auf dem Höhepunkt der Spekulation waren die Bewertungen so absurd hoch, dass das Grundstück des Kaiserpalastes im Herzen von Tokio so teuer war wie ganz Kalifornien.

Verglichen mit dem Höchststand von 1991, liegen die Büromietpreise in Tokio nach Angaben des renommierten Maklers Miki Shoji heute um 61 Prozent tiefer. Allein der Rückzug ausländischer Investoren im Finanzkrisenjahr 2008 sorgte für einen Einbruch von 23 Prozent. Der Preisverfall spiegelt sich aktuell in der relativ hohen Leerstandsquote von zuletzt 7,3 Prozent bei gewerblichen Flächen in der Hauptstadt wider. Ende Januar waren in den fünf Zentrumsbezirken von Tokio zwei Millionen Quadratmeter unvermietet – doppelt so viel wie vor vier Jahren.

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