Italien: Italienische Ferienimmobilien bald günstiger

Italien: Italienische Ferienimmobilien bald günstiger

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Gondeln in Vendig: Preise für Ferienimmobilien werden in Italien sinken

Käufer dürften in Italien bald günstiger zum Zuge kommen. Der Verkauf nimmt ab, die Angebote zu.

Die Städte sind berühmt: Rimini, das Touristenzentrum an der Adriaküste, oder die elegante Hafenstadt Santa Margherita Ligure in der Nähe des Naturhafens Portofino bei Genua. Doch das Urteil des italienischen Maklerverbandes FIAIP fällt eindeutig aus: Wer dort eine Ferienimmobilie besitzt, muss mit niedrigeren Verkaufspreisen rechnen. Wer dagegen auf der Käuferseite steht, dürfte in ganz Italien bald günstiger zum Zuge kommen.

Während die Zahl angebotener Ferienimmobilien im zweiten Halbjahr 2008 um vier Prozent stieg, sank die Anzahl verkaufter Objekte um fast elf Prozent, so die Maklervereinigung. Der Grund: Interessenten wollten immer weniger für ein Urlaubsdomizil zahlen. Im Durchschnitt der 20 wichtigsten italienischen Ferienregionen hätten die Preise Ende 2008 zwischen 2580 Euro pro Quadratmeter für einfache Häuser und 6210 Euro für Luxusobjekte gelegen. Ein Minus von einigen Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr – genauer wollen die oft zweckoptimistischen Makler den Rückgang nicht beziffern.

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Schönfärben hilft nicht

Schönfärben hilft aber nicht. Denn klar ist: Der Abwärtstrend ist noch nicht gestoppt. Für das erste Halbjahr 2009 schätzt der Verband den Preisrückgang auf weitere 1,4 Prozent. Schnäppchenjäger kommen also zu früh. „Vor allem im Verhältnis zu Griechenland und Kroatien sind die Preise noch zu hoch“, sagt Christian Seyrer von GIS, einer Augsburger Beratungsgesellschaft für Ferienimmobilien mit Schwerpunkt Italien.

Stabil ist das Preisniveau fast nur in Spitzenlagen von Top-Orten wie Courmayeur im Aostatal, dem Skiort Madonna di Campiglio nördlich des Gardasees oder Porto Rotondo an der sardischen Costa Smeralda, wo Käufer noch immer mehr als 10 000 Euro pro Quadratmeter zahlen. Madonna di Campiglio verzeichnet sogar steigende Preise: Bis zu 14 000 Euro pro Quadratmeter kosten hier die exquisiten Ferienhäuser, große Villen mit unverbautem Blick.

Als Käufer sind vor allem Italiener aktiv, Ausländer machen 16 Prozent der Neu-Eigentümer aus. Sie müssen etwa 17 Prozent des Kaufpreises an Nebenkosten veranschlagen, fast die Hälfte mehr als in Österreich oder Spanien. Das schreckt viele ab.

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