Kaufen oder Bauen?: Was Sie beim Traum vom Eigenheim beachten müssen

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Kaufen oder Bauen?: Was Sie beim Traum vom Eigenheim beachten müssen

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Neu bauen oder gebraucht kaufen? Dabei gilt es, einiges zu beachten.

von Saskia Littmann

Die Baukosten sind in Deutschland zuletzt gestiegen, aber auch bestehende Häuser werden aufgrund des Immobilienbooms immer teurer. Welche finanziellen Argumente Eigenheimanwärter vor dem Bau oder Kauf abwägen sollten.

Ehepaar Müller hat viel Ärger - dabei hat der Bau ihres Eigenheim-Traums noch nicht einmal angefangen. Denn noch hat die Baubehörde keine Genehmigung erteilt. Sie hat Einsprüche gegen die geplante Baustelle auf dem großen Grundstück in einem Wohngebiet erhoben. Also müssen die Bauherren den Bauantrag neu stellen, und bis die Behörde die Genehmigung erteilt, verstreicht wertvolle Zeit.

Häuslebauer brauchen gute Nerven, das zeigt das Beispiel von Ehepaar Müller sehr deutlich. Oft verschieben sich Fristen, Handwerker kommen später als erwartet, und schon findet der Umzug in die eigenen vier Wände nicht im Herbst, sondern erst im darauffolgenden Frühling statt.

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Allerdings gleicht auch die Suche nach einem passenden Haus zum Kauf eher einem Marathon als einem 100-Meter-Sprint. Die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite und die Lust der Sparer auf Betongold sorgen zumindest in den gefragten Metropolen dafür, dass das Angebot an kaufbarem Wohnraum immer knapper wird. 'Wer lange sucht, baut selbst', heißt es nicht umsonst bei leidgeprüften Verbrauchern.

Neue Argumente für Bestandskäufe will eine aktuelle Studie liefern. Demnach sind die Kosten für den Wohnungsbau in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, 2013 haben Bauherren 40 Prozent mehr ausgegeben als im Jahr 2000. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE e.V.) unter anderem für den Deutschen Mieterbund (DMB) und den Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erstellte. Verantwortlich für die Teuerung sei nicht nur die allgemeine Preissteigerung, sondern vor allem "ordnungsrechtliche Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz" und andere Eventualitäten sowie "kommunale Auflagen", schreiben die Autoren. Vor allem in den letzten Jahren hätten derlei staatliche Vorschriften die Kosten in die Höhe getrieben.

Untersucht haben die Studienautoren vor allem Mehrfamilienhäuser, laut ARGE lässt sich die Tendenz der Ergebnisse aber auch auf den Bau von Ein- oder Zweifamilienhäusern übertragen. Zahlen des statistischen Bundesamts zufolge waren Baukosten im Februar um 1,6 Prozent höher als im Vorjahr. Wer sich den Traum vom freistehenden Einzelhäuschen erfüllen will, muss eben auch deutlich höhere energetische Anforderungen erfüllen als noch vor einigen Jahren. Wie beeinflusst das die Hausbaurechnung? Was spricht finanziell für den Bestandskauf, was für einen Neubau, und was sollten Verbraucher bei beidem beachten?

Schwere Entscheidung

Abseits von finanziellen Argumenten lassen sich beide Optionen nur schwer miteinander vergleichen. Nicht nur finanziell hat beides weitreichende Folgen, der Kauf oder Bau eines Hauses ist eine sehr emotionale Sache. Die eigenen vier Wände, ein Statussymbol, die Altersvorsorge sind nur einige der vielen damit verbundenen Attribute. Wer spezielle Wünsche hegt und keine Kompromisse eingehen will, dem bleibt oftmals sowieso nur die Bau-Option. Wer flexibler ist, muss einiges bedenken.

Kaufpreise für Bauland (für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken). Quelle: Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen eV (ARGE)

Kaufpreise für Bauland (für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken).

Bild: Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen eV (ARGE)

"Im Regelfall ist ein Neubau teurer als der Kauf eines bestehenden Hauses", sagt Dirk Scobel, Immobilienexperte der Verbraucherzentrale Hamburg. Daher spielten bei der Entscheidung für oder gegen den nervenaufreibenden Hausbau auch die jeweiligen finanziellen Möglichkeiten eine große Rolle. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts gaben die Deutschen für einen Neubau im Schnitt 220.000 Euro aus - ohne Grundstück. Auch die Preise für das Bauland sind zuletzt gestiegen, sie lagen im dritten Quartal 2014 fünf Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal.

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