Köln: Ärgernis Nebenkosten

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Köln: Der Dom beherrscht das Panorama der Stadt

von Martin Gerth

Wer einen Haus- oder Wohnungskauf in Köln erwägt, sollte liquide sein, denn die Preise ziehen auf breiter Front an. Auch die Mieten sind hoch, aber Spielraum für Mieterhöhungen knapp.

Die Kölner sind nicht pingelig, egal ob es um die Größe von Müllverbrennungsanlagen oder das Selbstbewusstsein ihrer Fußballfans geht. Inzwischen klotzen die Domstädter auch bei den Immobilienpreisen. Stolze 4500 Euro pro Quadratmeter sollen die günstigsten Wohnungen im neu entstehenden „Gerling-Quartier" in der Innenstadt kosten. Die Neubauten gruppieren sich um die unter Denkmalschutz stehenden, ehemaligen Bürogebäude der Gerling-Versicherung aus den 50er Jahren. Auf dem 47 000 Quadratmeter großen Areal sollen neben Büros und Geschäften 139 Wohnungen entstehen.

Das „Gerling-Quartier" setzt den Trend zum teuren Wohnen fort, der vor etwa fünf Jahren mit dem Bau der ersten Luxuswohnungen am Rheinauhafen begannen. Auch FC-Kicker Lukas Podolski hatte sich nach seiner Rückkehr aus München auf dem ehemaligen Hafengelände unterhalb der Severinsbrücke einquartiert.

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„Dass Käufer in Köln in der Spitze 5000 Euro je Quadratmeter zahlen ist noch kein Zeichen für eine Blase, aber die Preise ziehen kontinuierlich an", sagt Rolf Schubert, Immobiliensachverständiger aus Köln. Im Nobelviertel Rodenkirchen legten die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen um etwa acht Prozent zu. Dass die Preise steigen, wo Promis Tür an Tür wohnen, ist noch nachvollziehbar. Bedenklich ist allerdings, dass im rechtsrheinischen Mülheim, ein eher mittelklassiges Viertel, die Quadratmeterpreise ebenfalls deutlich anziehen.

Hohe Nebenkosten

Eigentümer, die sich dennoch auf teures Terrain wagen, sollten nicht darauf spekulieren, die Mieten allzu stark erhöhen zu können. „Dafür sind die Nebenkosten in Köln viel zu hoch", sagt Ralph Pass, Vorsitzender des Maklerverbandes IVD West. Schließlich müssten die Kölner über kommunale Gebühren noch für die viel zu groß gebauten Müllverbrennungsanlagen zahlen. Schon jetzt lägen die Kaltmieten in guten Lagen, beispielsweise Lindenthal, bei 12 bis 15 Euro je Quadratmeter und damit weit über dem Mietspiegel, so Gutachter Schubert.

Anders als in Rodenkirchen und Lindenthal sind die Preise in den nördlichen Vierteln Nippes und Riehl mit 2000 Euro je Quadratmeter stabil. Sicher kein Schnäppchen, aber die beiden Quartieren profitieren vom Verdrängungswettbewerb, der sich in den Vierteln rund ums Zentrum abspielt. Weil es vielen Kölner in Sichtweite des Doms zu teuer wird, weichen sie beispielsweise nach Nippes aus.

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