Kosten: Worauf Häuslebauer achten sollten

Kosten: Worauf Häuslebauer achten sollten

Bild vergrößern

Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB)

Wer ein Haus bauen will, muss die Kosten dafür gut kalkulieren und einplanen. Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB), gibt wichtige Tipps, um Häuslebauer vor unangenehmen Überraschungen zu bewahren.

WirtschaftsWoche: Rechnen die Bauherren mit realistischen Erwerbsnebenkosten und Preissteigerungen während der Bauzeit, die sowohl aus ihren neu auftretenden Wünschen als auch aus steigenden Kosten herrühren können?

Penningh: Nein, die Summen die dafür eingestellt werden sind generell zu gering. Preissteigerungen sind meist nicht das Thema, da bei Vertragsabschluss mit „Schlüsselfertiganbietern“ ein Festpreis vereinbart wird, der lediglich Mehrwertsteuererhöhungen nicht erfasst. Aber die kommen ja erfreulicherweise selten vor. Entscheidender ist, dass im Vertrag oft nicht alle Leistungen erfasst sind. Vermessungskosten gehen beispielsweise fast immer zu Lasten der Bauherren. Auch unvorhergesehene Arbeiten lassen sich die Anbieter meist gut bezahlen.

Anzeige

Ein Beispiel sind Tiefbauarbeiten: Häufig entstehen Kosten, weil es kein Baugrundgutachten gibt und sich dann beim Ausheben der Baugrube herausstellt, dass die Kellerabdichtung höherwertiger werden muss oder eine Drainage notwendig wird. Andere Beispiele sind Aufschüttungen, die vorgenommen werden müssen, damit das Haus höher liegt als die Straße, wenn Füllboden eingebracht und verdichtet werden muss, wenn Baustraßen oder Stellplätze für Kräne benötigt werden. Oft sind auch die Kosten für die Schmutz- und Regenwassergrundleitungen auf dem Grundstück zu gering kalkuliert. Angesichts solcher Neu auftretende Wünsche der Bauherren spielen bei den Kostensteigerungen meist keine Rolle, denn die Bauherren sind ihr Geld meist vorher schon losgeworden für solche unvorhergesehenen Arbeiten.

Worauf müssen Bauherren bei den Nebenkosten achten? Gibt es schwarze Schafe? Gibt es Tricks, die Nebenkosten zu senken?

Probleme vermeiden heißt, erstens: sich vorher gut zu informieren, am besten durch professionelle Beratung, und zweitens: alle Leistungen sowie eine Qualitätsbeschreibung in den Kaufvertrag übernehmen.

Materialien zum Download

Übrigens: Überraschende Kosten können schon nach dem Grundstückskauf eintreten, daher sollte man vorher folgende Fragen klären:

Ist das Grundstück voll erschlossen? Liegen die Entsorgungsleitungen  für Schmutz- und Regenwasser schon auf dem Grundstück? Sind schon Übergabeschächte vorhanden? Wer übernimmt Bauwasser und Baustrom? Wie hoch sind die Kosten für die Miete für Baustromzähler und T-Stück Frischwasser? Wie hoch liegt der Verbrauch für beides?

All dies kann individuell vereinbart werden. Die Außenanlagen wie Zuwegung zum Haus, Außenbeleuchtung, Terrasse, Zaun, Rasen und Bepflanzung sind eher mit 10.000 bis15.000 Euro (Standard) einzuplanen.

Eine

Checkliste

(PDF-Datei zum Herunterladen, zur Ansicht benötigen Sie den

kostenlosen Acrobat Reader

von Adobe) des Verbands Privater Bauherren (VPB) hilft dabei, die Kosten besser vorauszusehen.

Die Vergleichsrechnung "Einfluss von Eigenheimkauf oder Eigenheimmiete auf die Vermögensbildung" (PDF-Dokument) können Sie

hier

 herunterladen.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%