Krötenwanderung : Achtung: Neue Steuerregeln für Mieter und Eigentümer

kolumneKrötenwanderung : Achtung: Neue Steuerregeln für Mieter und Eigentümer

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Anke Henrich: Krötenwanderung

Kolumne von Anke Henrich

Nicht nur für Krankenversicherte oder Freiberufler bringt das Jahr Neuigkeiten, auch rund um das eigene Zuhause hat der Staat die Spielregeln geändert.

Betroffen sich unter anderem die beliebten „Haushaltsnahen Handwerkerleistungen“:  Auch um Schwarzarbeit zu vermeiden, gibt es dort einen Steuerbonus für anständig abgerechnete  Arbeiten. Dieser Bonus wird den Besitzern einer selbstgenutzten Immobilie künftig bis zu 1 200 Euro jährlich nur noch gewährt, wenn sie die Arbeiten komplett aus eigener Tasche bezahlt und keinerlei öffentliche Förderungen in Anspruch genommen haben.

Neue Regelungen gibt es auch bei der steuerlichen Förderung einer selbstgenutzten Wohnimmobilie, die über eine Eigenheimrente oder Wohn-Riester finanziert werden – die also nachweislich eine Altersvorsorge und keine Kapitalanlage ist. Ab dem Veranlagungszeitraum 2010 sind nicht nur Altersvorsorgeverträge über die Anschaffung eines Dauerwohnrechts förderfähig, sondern auch Verträge über die Entschuldung eines Dauerwohnrechts zum Beginn des Ruhestands. Einzahlungen auf ein Wohnförderkonto sind zudem künftig nur noch bis zum Beginn der Auszahlungsphase möglich.Bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist jetzt endlich das wahre Leben eingekehrt: Eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften werden rückwirkend ab dem 1. August 2001 erbschaftssteuerlich Ehegatten gleichgestellt. Dies betrifft die Steuerklasse, den Steuertarif, die persönlichen Steuerfreibeträge sowie die Versorgungsfreibeträge – es geht bei den Freibeträgen um hunderttausende Euro.

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Grunderwerbsteuer

Zu den vielen Nebenkosten, die beim Immobilienkauf aufpoppen, gehört auch die Grunderwerbsteuer. Sie wird anteilig am Kaufpreis fällig, wenn ein bebautes oder unbebautes Grundstück oder grundstücksgleiche Rechte übertragen werden. Die muss nach dem Abschluss des Kaufvertrags sofort ans Finanzamt bezahlt werden, gewöhnlich vom Käufer. Steuerfrei sind aber Übertragungen nach Ehescheidungen, an Verwandte in gerader Linie einschließlich deren Ehegatten und Kinder. Nachdem bereits Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt seit einiger Zeit 4,5 Prozent Grunderwerbsteuer erheben, müssen Kaufwillige in Brandenburg seit dem Jahreswechsel sogar 5 Prozent zahlen. Auch in Niedersachsen und Bremen werden seit dem 1. Januar 2011 4,5 Prozent Grunderwerbsteuer fällig, im Saarland sind es 4 Prozent. Das war’s aber noch nicht: Schleswig-Holstein plant, die Grunderwerbsteuer vermutlich ab 2012 deutlich anzuheben. Der Verband Haus & Grund hat dazu einen guten Überblick online gestellt: Tabelle: Grundsteuersätze in den Ländern

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