Bild: dpa/dpawebPlatz 10: Düsseldorf
Kaltmiete: 8,50 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 3841 Euro
Gesamtmiete: 760 Euro
Gemessen am Nettohaushaltseinkommen ist Düsseldorf das günstigste Pflaster. Obwohl die durchschnittliche Miete mit 8,50 Euro pro Quadratmeter über dem deutschen Durchschnitt liegt müssen die Rheinländer nur 19,8 Prozent für ihre Miete berappen. Für die Berechnung seiner neuen Wohnkostenkarte legte der Immobilienverband Deutschland (IVD) eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern in mittlerer Wohnlage fest.
Bild: obsPlatz 9: Hannover
Kaltmiete: 6,00 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 2916 Euro
Gesamtmiete: 585 Euro
Auch die niedersächsische Landeshauptstadt fällt mit vergleichsweise günstigen Mieten auf. Ein Fünftel (20,1 Prozent) des Nettoeinkommens muss ein Haushalt jeden Monat für die Musterwohnung aufbringen. Die Angaben über die Durchschnittseinkommen stammen von MB Research und beinhalten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes.
Bild: dapdPlatz 8: Bremen
Kaltmiete: 6,25 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 2939 Euro
Gesamtmiete: 602,50 Euro
Auch im hohen Norden Deutschlands gibt es, gemessen am Einkommen, vergleichsweise günstige Mieten. Der Anteil liegt bei 20,5 Prozent.
Bild: dpaPlatz 7: Köln
Kaltmiete: 7,90 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 3413 Euro
Gesamtmiete: 718 Euro
Die Domstadt ist auf Platz 7, die erste im Wohnkosten-Ranking mit einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen von über 3000 Euro. Davon gehen 21 Prozent für die Mietwohnung drauf. Das ist weniger…
Bild: dpaPlatz 6: Dresden
Kaltmiete: 5,80 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 2690 Euro
Gesamtmiete: 571 Euro
…als in Sachsen, wo der Anteil bei 21,2 Prozent liegt. 571 Euro überweisen die Dresdener in der Musterwohnung an ihren Vermieter.
Bild: dpaPlatz 5: Hamburg
Kaltmiete: 8,00 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 3339 Euro
Gesamtmiete: 725 Euro
Die Gehälter in der bekanntesten Hansestadt liegen deutlich höher als im Rest Norddeutschlands. Mit 8 Euro pro Quadratmeter liegt der Mietpreis hinter München, Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf ebenfalls auf Platz 5. 21,7 Prozent des Haushaltseinkommens landen beim Wohnungseigentümer.
Bild: dpaPlatz 4: Stuttgart
Kaltmiete: 8,90 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 3576 Euro
Gesamtmiete: 788 Euro
Höher liegt der Anteil noch in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. 22 Prozent ihres Einkommens lassen sich die Schwaben ihre Mietwohnung kosten. Und es könnte noch mehr sein, wenn die Stuttgarter Mieter nicht selbst ihr Treppenhaus säubern würden. Kehrwoche heißt das Stichwort, über das anderswo in Deutschland geschmunzelt wird.
Bild: dapdPlatz 3: Frankfurt
Kaltmiete: 8,20 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 3304 Euro
Gesamtmiete: 739 Euro
Die deutsche Finanzmetropole am Main gehört zu den teureren deutschen Städten. 22,4 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens werden für die Musterwohnung fällig.
Bild: dpaPlatz 2: Berlin
Kaltmiete: 6,20 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 2601 Euro
Gesamtmiete: 599 Euro
Die Bundeshauptstadt ist ein Überraschungskandidat im Ranking der teuersten Städte für Mieter. Unter Studenten steht Berlin hoch im Kurs, nicht zuletzt wegen der günstigen Wohnungen. Wenn Mama und Papa den Geldhahn allerdings zudrehen ist die Stadt fast genauso teuer (Einkommensanteil: 23,0 Prozent) wie…
Bild: APPlatz 1: München
Kaltmiete: 10,70 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 3858 Euro
Gesamtmiete: 914 Euro
…München. Dort liegen Einkommen und Miete deutlich höher als in Berlin. Im Verhältnis liegen die Mietpreise der bayerischen Landeshauptstadt aber nur 0,7 Prozent höher als im Osten. So manches Schreckensbild wird durch die Karte entzerrt“, meint IVD-Vizepräsident Michael Schick beim Vergleich der beiden Städte.
Platz 10: Düsseldorf
Kaltmiete: 8,50 € pro Quadratmeter
Nettohaushaltseinkommen: 3841 Euro
Gesamtmiete: 760 Euro
Gemessen am Nettohaushaltseinkommen ist Düsseldorf das günstigste Pflaster. Obwohl die durchschnittliche Miete mit 8,50 Euro pro Quadratmeter über dem deutschen Durchschnitt liegt müssen die Rheinländer nur 19,8 Prozent für ihre Miete berappen. Für die Berechnung seiner neuen Wohnkostenkarte legte der Immobilienverband Deutschland (IVD) eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern in mittlerer Wohnlage fest.
SPD, Grüne und Linke konnten das neue Mietrecht im Bundesrat nicht stoppen. Ab April, spätestens Mai, müssen sich Mieter und Vermieter auf einige Neuerungen einstellen. So dürfen Mieter bei energetischen Sanierungsmaßnahmen drei Monate lang die Miete trotz Lärm- und Schmutzbelästigungen nicht mehr mindern. Vermieter dürfen außerdem die Kosten für Modernisierungsmaßnahmen wie eine bessere Dämmung jährlich mit elf Prozent auf die Mieten umlegen. Kostet eine neue Dämmung also 10.000 Euro, darf der Vermieter 1100 Euro den Mietern aufbürden. Gerechnet auf das ganze Jahr steigen die Monatsmieten also um rund 92 Euro.
Grundsätzlich gilt unabhängig von Modernisierungsmaßnahmen: Die Miete lässt sich nicht nach Gusto und beliebig oft erhöhen. Das muss gut begründet sein. Der Vermieter kann sich auf den Mietspiegel der Gemeinde oder der Interessenverbände Haus und Grund und Mieterverein oder auf Vergleichswohnungen beziehungsweise Sachverständigengutachten beziehen. Die Erklärung, die Miete sei seit Jahren unverändert, genügt nicht.
Die neue Obergrenze liegt bei 15 Prozent Erhöhung innerhalb von drei Jahren, zuvor waren es 20 Prozent. Der SPD geht das nicht weit genug. Bei einem Wahlsieg 2013 will die Partei durchsetzen, dass bei Neuvermietungen die Miete maximal zehn Prozent über den ortsüblichen Vergleichspreisen liegen darf. Bei bestehenden Verträgen soll es nur noch eine Erhöhung um maximal 15 Prozent binnen vier Jahren geben. Messlatte ist im freien Wohnungsbau die "ortsübliche Vergleichsmiete". Das ist der Mietzins, der vor Ort oder in einer vergleichbaren Gemeinde für vergleichbaren Wohnraum in den letzten vier Jahren gezahlt wurde. Ausreißer nach oben und unten werden dabei herausgerechnet.
Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) betonte, in einigen Städten würden Mieten „bis an die Grenze der Sittenwidrigkeit erhöht“. Familien würden so aus guten Wohngegenden gedrängt, das Mietrecht dürfe nicht auf „dem Altar des Klientelismus geopfert werden“. Der Parlamentarische Justizstaatssekretär Max Stadler (FDP) verteidigte den Entwurf als ausgewogen. „Regulierungen nach der Rasenmähermethode sind kontraproduktiv“, betonte er.
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