Milliarden-Deal: Deutsche Annington kauft 41.500 Wohnungen

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Milliarden-Deal: Deutsche Annington kauft 41.500 Wohnungen

, aktualisiert 28. Februar 2014, 11:35 Uhr

Die Deutsche Annington wirft den Turbo an: Der Bestand an Wohnungen wird durch zwei Übernahmen deutlich erhöht. Das lässt sich das Unternehmen knapp 2,4 Milliarden Euro kosten.

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Die Deutsche Annington will durch Übernahmen wachsen.

Ein gutes halbes Jahr nach dem Börsengang schaltet der Immobilienkonzern Deutsche Annington auf Wachstum um. Für insgesamt 2,4 Milliarden Euro übernimmt das Bochumer Unternehmen 41.500 Wohnungen der Konkurrenten Vitus und Dewag und baut damit seine Stellung als Branchenführer weiter aus. Vorstandschef Rolf Buch sprach am Freitag vom "Turbo", den sein Haus angeworfen habe, weil es gut aufgestellt sei.

"Wir haben immer gesagt: Wir sehen uns als natürlichen Konsolidierer im Markt." Er sei selbst überrascht, wie viele Wohnungsportfolien der Annington in den vergangenen Monaten angeboten worden seien. Auf Vitus und Dewag könnten weitere Deals folgen. Übernahmen von börsennotierten Rivalen sind für ihn allerdings weniger attraktiv.

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Den größten Teil der jüngsten Zukäufe machen die 30.000 Wohnungen aus, die in der Vitus-Gruppe gebündelt sind, die mehrheitlich dem Finanzinvestor Round Hill gehört. Reuters hatte bereits im vergangenen Jahr aus Finanz- und Branchenkreisen erfahren, dass Annington exklusiv mit dem Investor verhandelt. Eigentlich war ein Abschluss noch bis Weihnachten erwartet worden. Immer wieder wurde auch über einen Börsengang von Vitus spekuliert.

Doch der Wohnungsbestand schien Bankern nicht attraktiv genug: Es handelt sich vor allem um mittelgroße Städte wie Kiel, Bremen und Wuppertal. Annington, ohnehin schon bundesweit vertreten, kann diese Pakete nun gut integrieren. Die Bochumer zahlen für die Vitus-Wohnungen einschließlich Schulden 1,4 Milliarden Euro. Die 11.500 Dewag-Wohnungen wiederum liegen überwiegend in Süddeutschland. Für sie legt Annington rund 970 Millionen Euro auf den Tisch, ebenfalls einschließlich Schulden. "Die beiden Portfolien ergänzen sich ideal", betonte Buch.

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Die Transaktionen sollen über einen Mix aus Bar- und Sachkapitalerhöhung sowie die Platzierung einer Hybridanleihe finanziert werden. Letztere dient der Refinanzierung der neuen Verbindlichkeiten, denn die eigenen Schulden hatte Annington erst im vergangenen Jahr umstrukturiert und die Kosten dafür erheblich gedrückt.

Buch leitet die Annington seit einem Jahr. Er hofft, dass die nun eingekauften zusätzlichen Mieteinnahmen spätestens ab 2015 den Gewinn weiter treiben. Schon im laufenden Jahr soll das operative Ergebnis (FFO) - Vitus und Dewag noch nicht eingerechnet - auf 250 bis 265 Millionen Euro steigen. 2013 fuhr Annington wie angekündigt knapp 224 Millionen Euro ein, ein Plus von über 30 Prozent. Die Anleger, die beim Börsengang im Sommer zugegriffen haben, sollen eine Dividende von 70 Cent je Aktie bekommen.

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