Offene Immobilienfonds: Giftpfeile vom Ministerialrat?

ThemaImmobilien

Offene Immobilienfonds: Giftpfeile vom Ministerialrat?

von Heike Schwerdtfeger

Ob offene Immobilienfonds ins Museum wandern, muss der Gesetzgeber noch entscheiden. Geschlossene Fonds sind eine schlechte Alternative.

Seit Jahren stehen die Anbieter offener Immobilienfonds und der Ministerialrat im Bundesfinanzministerium (BMF), Uwe Wewel,  auf Kriegsfuß. Deshalb ist es kein Wunder, dass ein neuer Richtlinienentwurf zur Umsetzung von EU-Vorschriften in deutsches Gesetz wieder ein paar Gemeinheiten gegen die Fondsbranche enthält.

Wewel ist im BMF-Referat VII B2 für Investmentwesen; Unternehmens- und Kapitalbeteiligungsgesellschaften zuständig. Und angesichts zahlreicher Skandale um offene Immobilienfonds in den vergangenen Jahren ist es kein Wunder, dass er die Fonds auf dem Kieker hat.

Anzeige

Doch eigentlich sollten die Fonds schon durch das bereits in Kraft getretene Anlegerschutzgesetz strenger reguliert werden, das unter anderem Mindesthaltefristen für Anleger sowie Kündigungsfristen vorschreibt und die Probleme beseitigen sollte, die die Fonds in Liquiditätsnöte gebracht haben. Jetzt könnte es aber doch noch ganz anders kommen. 

Zukünftig nur mit fixem Kapital

Neue offene Immobilienfonds könnte es ab der Einführung der AIFM-Richtlinie (Alternative Investment Fund Manager) in Deutschland ab Juli 2013 nicht mehr geben. Bereits bestehende Fonds dürften gnädigerweise weitergeführt werden. Wer also heute einen offenen Immobilienfonds im Depot hat, der kann investiert bleiben.

Künftig aber müssten neue Produkte in der Rechtsform einer Immobilienaktiengesellschaft mit fixem Kapital oder einer neuen Investment-Kommanditgesellschaft aufgelegt werden. Die sonstigen Regelungen zur Risikostreuung über eine Vielzahl von Gebäuden, der Bewertung der Immobilien durch Sachverständige sowie Beschränkung der Kreditaufnahme, würden bestehen bleiben.

Der Schwenk zu anderen Rechtsformen für die offenen Publikumsfonds ist eine neue Variante aus Berlin und würde dem klassischen offenen Immobilienfonds den Garaus machen. Die schwachen Kandidaten aus der Branche werden derzeit sowieso abgewickelt und müssen ihre Immobilien verkaufen  und die Erlöse Anlegern auszahlen. Am Markt bleiben allerdings die Töchter der großen Bankengruppen übrig: Deka (Sparkassen), Union Investment (Volks-, Raiffeisenbanken), RREEF (Deutsche Bank), CommerzReal (Commerzbank) werden ihr Oligopol behalten, wenn es keine neuen Anbieter offener Immobilienfonds mehr geben würde.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%