Offene Immobilienfonds: Platzt die Immobilienblase?

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Offene Immobilienfonds: "Wir haben in 44 Jahren immer die Inflationsrate geschlagen"

Platzt die Immobilienblase?

Denken Sie vielleicht an Umwidmungen in Wohngebäude?
Umwidmungen sehen wir zunächst nicht. Aber wir haben zwei Hotels in Frankfurt gekauft und bauen den Hybridturm an der Senckenberganlage, eine Kombination aus Hotel und Wohnen. In Büros in Frankfurt investieren wir im Moment nicht.

Stößt der deutsche Immobilienmarkt bald an seine Grenzen? Die Bundesbank hat ja schon mehrfach vor ersten Anzeichen einer Immobilienblase in den Metropolen gewarnt.
Nach Meinung von Experten wird es noch bis 2060 mehr Zuzug in die Städte geben als Wegzug. Die Nachfrage nach urbanem Wohnen wird also in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter zunehmen. Es gibt keinen Grund, warum somit auch die Preise für Wohnimmobilien in den Städten nicht weiter zunehmen sollten. Natürlich sehen wir auch Übertreibungen in einzelnen Märkten und Lagen. Sollte es aber zu einer Rezession kommen, sinkt auch wieder die Kaufkraft der Bevölkerung. Wenn die Menschen weniger Miete bezahlen können, oder ein steigender Zins die Eigenheimfinanzierung verteuert, werden auch die Immobilienpreise wieder zurückgehen müssen. Aber eine Blasenbildung erkenne ich nicht.

Wie sehen Sie nach der Abwicklung etlicher Fonds der Wettbewerber die Immobilienfonds denn insgesamt? Wo steht ihre Branche heute?
Wenn Sie sich den Saldo aus Mittelzu- und -abflüssen ansehen, stellen Sie fest, dass Immobilienfonds wieder sehr beliebt sind. Die neuen Regularien sind im Vertrieb und von den Anlegern verstanden worden, so dass Immobilienfonds wieder großes Vertrauen genießen. Neue Anbieter oder Produkte treten allerdings auch nicht auf den Markt. Der Markteintritt ist schwer, weil offene Immobilienfonds eine gewisse Größe brauchen, um eine stabile Rendite zu bieten.

Klingt, als würden Ihnen die Anleger die Tür einrennen.
Wir haben in 44 Jahren noch nie auch nur einen Cent verloren und immer die Inflationsrate geschlagen. Das schafft beim Anleger ein Vertrauen, wie es mit einem neuen Immobilienfonds gar nicht mehr zu gewinnen wäre. Wenn wir wollten, könnten wir wesentlich mehr Geld akquirieren, als wir es derzeit tun.

Warum tun Sie es nicht?
Wir haben den Anspruch, die Liquidität möglichst schnell im Sinne des Sondervermögens zu investieren. Aber das Angebot ist wie erwähnt knapp. Weil wir keine Abstriche bei der Qualität hinnehmen wollen, dauert etwas länger, die richtigen Objekte zu finden.

Offene Immobilienfonds Hier können Anleger noch in Betongold investieren

Wer einen offenen Immobilienfonds für sein Geld sucht, der findet noch ein paar, die nicht wegen Überfüllung geschlossen sind. Auch über die Börse kann man ansonsten die Fonds kaufen.

Deutschen Bank, Immobilienfond Quelle: REUTERS

Wie sieht es auf der Kostenseite aus? Andere Fonds gibt es deutlich günstiger.
Wir arbeiten permanent daran, effizienter zu werden. Das betrifft sowohl Bemühungen, die Nebenkosten unserer Immobilien zu senken, als auch mehr Automatisierung im Fondsmanagement. Gerade in unserer Branche ist die Digitalisierung enorm wichtig, und ich rechne in den nächsten Jahren mit viel mehr Flexibilisierung, um die Kosten zu senken.

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Also alles in Butter für Immobilienfonds und ihre Anleger?
Verglichen mit den Jahren zwischen 2008 und 2013 macht die Arbeit zurzeit sehr viel Spaß. Auch von Investorenseite kommen praktisch keinerlei Beschwerden, und die Kunden sind zufrieden. Und im Vergleich zu anderen Anlageprodukten sind Immobilienfonds aktuell eine schöne Anlagealternative. Ich freue mich schon auf die Immobilienmesse Expo Real und auf die Gespräche dort.

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