Preise steigen langsamer: Immobilienboom vor dem Ende?

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Preise steigen langsamer: Immobilienboom vor dem Ende?

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Anleger setzen nach wie vor auf den deutschen Immobilienmarkt. Die Preisanstiege sollten deutschlandweit allerdings allmählich abflachen.

von Niklas Hoyer

Die Flucht in Sachwerte setzt sich am deutschen Immobilienmarkt fort. Käufer müssen für Immobilien immer mehr Geld mitbringen. Doch der Preisanstieg dürfte sich abschwächen.

Für Makler herrscht derzeit Goldgräberstimmung. Gerade betuchte Kunden, wie die vom Immobilienunternehmen Engel & Völkers, legen ihr Geld gerne in Immobilien an. Rund 20 Milliarden Euro haben Investoren im vergangenen Jahr in Anlageimmobilien gesteckt, hat Engel & Völkers im aktuellen Marktbericht errechnet. Damit wäre das Rekordniveau von 2007 wieder erreicht.

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Anzeichen für eine Überhitzung wollen die berufsmäßig optimistischen Makler nicht erkennen: So seien die Preise im Verhältnis zu den Mieten nicht überproportional gestiegen. Die Rendite aus der Vermietung einer Immobilie läge für Topstädte noch bei fünf Prozent, für aufstrebende B-Städte sogar bei sechs bis sieben Prozent pro Jahr. Zum Vorjahr wäre die Rendite damit um etwa 0,5 Prozentpunkte gefallen und bliebe im Vergleich zu den mickrigen Zinsen auf Festgeld oder Bundesanleihen weiterhin attraktiv. Etwas schöngefärbt ist diese Rechnung jedoch, denn die Kaufnebenkosten (zum Beispiel für die Makler von Engel & Völkers) und die vom Vermieter zu tragenden laufenden Nebenkosten (etwa für die Instandhaltung und Verwaltung) wurden noch nicht berücksichtigt.

Prognose für Eigentumswohnungen bis 2015

  • Hamburg

    Durchschnittspreis 2012: 2.352 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +15,7 Prozent

    Quelle: Feri Eurorating Service AG

  • München

    Durchschnittspreis 2012: 3.401 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +11,3 Prozent

  • Dresden

    Durchschnittspreis 2012: 1.279 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +10,1 Prozent

  • Stuttgart

    Durchschnittspreis 2012: 2.331 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,8 Prozent

  • Leipzig

    Durchschnittspreis 2012: 1.148 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,6 Prozent

  • Freiburg

    Durchschnittspreis 2012: 2.212 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,3 Prozent

  • Mannheim

    Durchschnittspreis 2012: 1.813 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,8 Prozent

  • Frankfurt am Main

    Durchschnittspreis 2012: 2.600 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,4 Prozent

  • Köln

    Durchschnittspreis 2012: 2.268 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,3 Prozent

  • Berlin

    Durchschnittspreis 2012: 1.894 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,0 Prozent

  • Hannover

    Durchschnittspreis 2012: 1.131 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,6 Prozent

  • Augsburg

    Durchschnittspreis 2012: 1.585 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,2 Prozent

  • Bonn

    Durchschnittspreis 2012: 1.975 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent

  • Düsseldorf

    Durchschnittspreis 2012: 2.459 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +6,8 Prozent

  • Chemnitz

    Durchschnittspreis 2012: 766 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +4,8 Prozent

Die gefragtesten Standorte für Wohn- und Geschäftshäuser waren 2012 Berlin mit vier Milliarden Euro Transaktionsvolumen, gefolgt von München (eine Milliarde Euro) und Hamburg (900 Millionen Euro). Die rege Nachfrage hat die Kaufpreise dort bereits stark getrieben. So müssen Käufer in München laut Engel & Völkers in guten Lagen die 24,5-fache Jahresnettokaltmiete für ein Anlageobjekt investieren, Hamburg liegt mit 20,5-facher Miete auf Platz 2 und Berlin mit Faktor 19,8 schon auf Platz 3 - wenn auch noch bei niedrigerem Preisniveau.

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