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Preistreiber: Was Sie über Immobilien 2008 wissen müssen

von Anke Henrich

In vielen Lagen steigen die Häuserpreise, eine Krise ist unwahrscheinlich, Baugeld bleibt günstig. Was Anleger über Immobilien 2008 wissen müssen.

Häuslebauer müssen ihr Heim stärker selbst finanzieren. Foto: dpa
Häuslebauer müssen ihr Heim stärker selbst finanzieren. Foto: dpa

Eigentlich sieht es gar nicht gut aus im kommenden Jahr. Die weltweite Finanzkrise, die durch marode US-Hypothekenkredite ausgelöst wurde und jetzt auch deutsche Banken belastet, könnte die Vergabe von Baukrediten erschweren, vielleicht sogar wegen des vermeintlichen Risikos verteuern. Die Immobilienpreise könnten – so wie in den USA, England, Spanien geschehen – auch hierzulande fallen. Eigentlich, denn tatsächlich sieht es aus, als streiften diese Gewitterfronten deutsche Immobilienbesitzer und -käufer nur am Rande.

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Wertentwicklung. Dass die deutschen Häuserpreise fallen, sei unwahrscheinlich, sagt Renate Szameitat, Geschäftsführerin des Beratungsinstituts Gewos: „Die Zahl der Baugenehmigungen sinkt wegen der eingeschränkten staatlichen Förderung, zeitgleich steigt noch immer die Zahl der Haushalte ebenso wie deren durch-schnittlicher Flächenverbrauch. Die niedrigen Leerstände stützen die Nachfrage zusätzlich.“

Höchste Wertsteigerungen im Osten

Dieser preistreibende Mechanismus gilt aber längst nicht mehr nur in prosperierenden Ballungszentren. Die drei Städte mit den höchsten Wertsteigerungen in diesem Jahr liegen im Osten: Schwerin, Zwickau, Magdeburg, gefolgt von Osnabrück, Pforzheim und Konstanz. Der Grund für diesen Sonnenaufgang im Osten: „Weil nach der Steuerhysterie zehn Jahre lang dort kaum noch gebaut wurde, steigt nun wieder die Nachfrage“, so Andreas Schulten, Vorstand im Analyseunternehmen BulwienGesa. Schulten warnt vor dem Glauben, dass es auch mit Deutschlands klassisch teuersten Städten – München, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg – auf ewig so weiterginge: „Die schon wieder ausgerufene Nachfragehysterie ist Unsinn: Einige Stadtteile brummen, wie Schwabing, Prenzlauer Berg oder Unterbilk in Düsseldorf, aber längst nicht die gesamte Stadt.“

Von solchen Hotspots abgesehen, ist die Wertentwicklung in Deutschland seit Jahren mau. Beruhigend immerhin laut dem neutralen Schulten: „Eine Blase wie in England oder Spanien hat es bei uns nie gegeben.“

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.11.2008, 18:58 UhrAnonymer Benutzer: amphibium

    Unser erster Kaufwunsch liegt ca. 7 Jahre zurück. Damals wie heute wurde von der 'sichersten Anlage - immobilie' prophezeit, obwohl auch damals die Rezession vor der Tür stand. Ein Glück haben wir uns damals dagegen entschieden, denn bis 2005 sind die Preise hier (bei Hamburg) um ca. 10-15% gefallen. Mein Rat - warten bis das gröbste überstanden ist.

  • 27.03.2008, 16:26 UhrAnonymer Benutzer: pilot

    Ein typischer WiWo-Artikel: bla, bla, bla ... Kräht der Hahne auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie es ist.
    Wahrlich keine Entscheidungshilfe, ob man jetzt oder später bauen soll, ob man jetzt oder später einen Kredit aufnimmt, etc.

  • 22.03.2008, 10:55 UhrAnonymer Benutzer: Dagmar Evers

    Hauskauf

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