Schanghai, Singapur, New York: Das Ruhrgebiet als Gegenentwurf zu Megastädten?

Schanghai, Singapur, New York: Das Ruhrgebiet als Gegenentwurf zu Megastädten?

, aktualisiert 03. September 2016, 12:03 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Städte wie Schanghai oder New York kämpfen mit verstopften Straßen und Verwahrlosung von Stadtteilen. Bewohner des Ruhrgebiets dürfen sich freuen: Die Mischung aus mittelgroßen Städten macht das Leben dort attraktiver.

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Weil es ihm Ruhrgebiet keine Megastadt wie Singapur gibt, ist die Region deutlich leichter regierbar, so das Urteil des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik.

BonnDas Ruhrgebiet könnte nach Ansicht von Experten Vorbild für andere Ballungsräume mit Millionen von Einwohnern werden. „Wir haben hier keine Mega-City, die unregierbar ist“, sagte der Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), Dirk Messner, der dpa. In vielen Megastädten funktionierten Infrastrukturen nicht mehr, ein großer Teil der Bevölkerung lebe in Slums. Selbst besser funktionierende Ballungsräume seien oft Moloche aus Beton, Autobahnkreuzen und unwirtlichen Quartieren. Die Mischung von mittelgroßen Städten mit insgesamt vier oder fünf Millionen Menschen – wie dem Ruhrgebiet – funktioniere hingegen deutlich besser.

Messner, der auch die Bundesregierung berät, sieht aber auch die Probleme der Region in Nordrhein-Westfalen. „Um die 20 Prozent der Bevölkerung lebt in prekären Verhältnissen oder macht sich Sorgen, im Niedriglohnsektor zu landen. Darum muss sich Politik kümmern.“

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Quelle:  Handelsblatt Online
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