Übernahmen: Patrizia übernimmt IVG-Tochter Triuva

Übernahmen: Patrizia übernimmt IVG-Tochter Triuva

, aktualisiert 13. November 2017, 08:49 Uhr
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Das Augsburger Unternehmen steigt in die Top Zehn der europäischen Investmentmanager auf.

Quelle:Handelsblatt Online

Früher als zuletzt erwartet hat die IVG einen Käufer für die Kapitalverwaltungsgesellschaft Triuva gefunden. Die Augsburger Patrizia setzt sich im Bieterwettstreit durch – will aber den Kaufpreis nicht verraten.

Berlin/DüsseldorfPatrizia Immobilien kauft weiter zu. Mit der Übernahme der Triuva Kapitalverwaltungsgesellschaft vom Bonner Unternehmen IVG Immobilien steige das durch Patrizia verwaltete Immobilienvermögen um rund 50 Prozent auf über 30 Milliarden Euro, teilte das Augsburger Unternehmen am Sonntagabend mit. Damit rücke Patrizia unter die Top Zehn der europäischen Investmentmanager.

Über den Kaufpreis sei zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart worden, die Akquisition werde aus der bestehenden Liquidität finanziert. Kolportiert wurde zuletzt ein Kaufpreis um die 200 Millionen Euro. Der Firmenwert der Triuva liegt bei rund 185 Millionen Euro.

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Zunächst wolle Patrizia eine Mehrheitsbeteiligung an Triuva erwerben und die Transaktion spätestens Ende des ersten Quartals abschließen.

In der Triuva hatte die IVG-Gruppe nach Abschluss des Insolvenzverfahrens über die Konzernmutter ihr Geschäft mit der Verwaltung von Immobilien für andere weitergeführt. In den rund 40 Fonds für mehr als 80 institutionelle Investoren wird ein Vermögen von 9,8 Milliarden Euro betreut. Das in Frankfurt am Main ansässige Unternehmen ist mit 200 Mitarbeitern an 15 europäischen Standorten vertreten.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte IVG Immobilien den Verkaufsprozess für Triuva gestartet. Ursprünglich hätten etwa 60 deutsche und internationale Bieter Interesse bekundet, teilte IVG mit. Im Bieterwettbewerb habe sich schließlich Patrizia als „bester geeigneter Erwerber“ herausgestellt.

Seit längerem war Patrizia als wahrscheinlichster Käufer für Triuva gehandelt worden. Nach dem Ausstieg der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) aus dem Bieterverfahren waren noch drei Bieter übrig geblieben: neben der Patrizia das Immobilienunternehmen DIC Asset aus Frankfurt und das Fondshaus Hamburg Trust.

Die Veräußerung der Triuva ist ein weiterer Schritt zur Neuausrichtung der IVG-Gruppe. Bereits vor rund einem Jahr hatte das einst führende europäische börsennotierte Immobilienunternehmen sein Kerngeschäftsfeld, die Tochter Officefirst, für 3,3 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Blackstone verkauft. Auch für die Geschäftssparte Öl- und Gasspeicher (Kavernen) sucht IVG einen Käufer.

Patrizia hatte zuletzt mit dem Kauf der dänischen Sparinvest Property Investors Immobiliendachfonds ins Angebot genommen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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