Verbraucherschützer warnen: Vorsicht bei Bausparverträgen

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Verbraucherschützer warnen: Vorsicht bei Bausparverträgen

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Ein Bausparvertrag soll den Traum vom eigenen Heim wahrmachen - hat aber oft Tücken.

Bausparverträge werden immer beliebter, denn die fälligen Zinsen dafür sind historisch niedrig. Verbraucherschützer warnen dennoch, denn die Bank verdient gewaltig mit.

Eigentlich könnte die Situation für Häuslebauer kaum besser sein, die Zinsen für Baudarlehen sind historisch niedrig. Viele Anbieter locken mit Darlehenszinsen von nur noch 1,5 Prozent. Dennoch warnen Verbraucherschützer vor dem voreiligen Abschluss eines Bausparvertrags.

"Alle, die heute solchen günstigen Darlehenszinsen hinterherjagen, müssen sich das über miserable Guthabenzinsen teuer erkaufen", kritisiert Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen gegenüber dem Spiegel. Denn vor allem in der Ansparphase seien die Konditionen oft deutlich schlechter.

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Das liegt vor allem daran, dass für Banken beim Verkauf eines Bausparvertrags in der Regel eine üppige Provision rausspringt. Je höher die Bausparsumme, desto höher die Provision für den Berater. Kein Wunder also, dass die Verkäufer im Moment die Werbetrommel für die Verträge rühren. Im Umkehrschluss heißt das allerdings, dass die ersten Einzahlungen des Verbrauchers direkt in die Kasse des Beraters fließen.

Banken locken ihre Kunden mit zahlreichen Angeboten für günstige Immobilienkredite. Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Allein für den Abschluss eines Bausparvertrags zahlt der Kunde eine Gebühr, bei den meisten Anbietern beläuft sie sich auf ein Prozent der Bausparsumme. Wer also 100.000 Euro finanzieren will, zahlt immerhin 1000 Euro. Für Banken oder Sparkassen sind Bausparverträge entsprechend ein lukratives Geschäft und gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase äußerst willkommen. Denn je länger der Kunde das Geld anlegt, desto besser für die Bank. Für den Kunden bedeutet das allerdings, dass die Abschlussgebühr zunächst sämtliche Guthabenzinsen auffrisst. Deutlich günstiger wird das Ansparen dagegen mit einem Banksparplan. Für die Bank ist der allerdings unattraktiv, hohe Gebühren lassen sich damit nicht verdienen.

Abgesehen von den Gebühren drohen weitere Fallen bei der Immobilienfinanzierung. Denn gerade die Lockangebote der Banken sind oft an Bedingungen geknüpft, beispielsweise eine Frist, innerhalb derer der Kredit komplett getilgt werden muss. Zwar bietet es sich angesichts der niedrigen Zinsbelastung an, die jährliche Tilgungssumme vergleichsweise höher zu wählen. Dennoch sollte die Finanzierung möglichst flexibel bleiben, wer sich früh auf Raten festlegt, bekommt eventuell Schwierigkeiten. Bei einigen Banken lässt sich die Tilgungshöhe während der Laufzeit mehrfach verändern. So passt sich der Kredit beispielsweise einem veränderten Einkommen an.

Wer dennoch mit Hilfe eines Bausparvertrags ansparen will, kommt nicht umhin, das Kleingedruckte des Vertrags genau zu lesen und Angebote miteinander zu vergleichen - das gilt insbesondere bei Lockangeboten.

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