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Wohneigentum: Immobilienkäufer zieht es in die Städte

Ein Statement für das Leben in der Stadt: Deutsche kaufen Eigenheime und Eigentumswohnungen immer häufiger in Ballungsgebieten. Über 70 Prozent waren es in den vergangenen vier Jahren. Ein ungebrochener Trend.

Platz 20: Nürnberg

Wer sich im idyllischen Nürnberg niederlassen und ein Einfamilienhaus erwerben will, muss schon tiefer in die Tasche greifen. Der Quadratmeterpreis lag 2012 bei 2844 €. 2007 waren die Käufer mit 2755 € noch ein ganzes Stück günstiger dabei – im nationalen Vergleich lag die mittelfränkische Stadt damals jedoch noch auf Platz 9.

Quelle: empirica Kauf- und Mietpreis Ranking für das zweite Quartal 2012

Bild: dpa

Die Wohneigentumsbildung hat in Deutschland längst die Städte erobert. Über 70 Prozent der in den letzten vier Jahren neu oder gebraucht gekauften Eigenheime und Eigentumswohnungen wurden in den bundesdeutschen Ballungsgebieten erworben - mehr als je zuvor. Das hat die aktuelle Wohneigentumsstudie von TNS Infratest ergeben, die im Auftrag des Bundesbauministeriums und verschiedener Finanzierungsinstitute durchgeführt wurde.

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Bild: Pressebild

Befragt wurden 22.000 private Haushalte, die zwischen dem 1.1.2008 und dem 31.12.2011 Wohneigentum zur Selbstnutzung gekauft haben oder es bis Ende 2011 planten.

Nach Einschätzung von LBS Research zeigt die Konzentration auf die Ballungsräume, dass sowohl der Immobilienkauf wie auch der Mietwohnungsbau gerade auf den Anstieg der Wohnungsnachfrage reagiert. Während Mitte der 90er Jahre die Wohneigentumsbildung in Deutschland noch etwa zu gleichen Teilen auf die großen Verdichtungsräume und die übrigen Regionen (kleinere und mittlere Städte sowie ländliche Räume) verteilt war, so ist nach Auskunft der LBS-Experten seitdem ein ungebrochener Trend zu eigenen vier Wänden in den größeren Wirtschaftszentren festzustellen.

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Wie LBS Research ergänzt, gilt diese Aussage keineswegs nur für Gebrauchtkäufe, sondern nahezu in identischer Weise auch für den Neubau. Dazu sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, am Freitag: "Die im ersten Halbjahr 2012 erneut gestiegenen Baugenehmigungen sind ein positives Signal für den Wohnungsmarkt. Der Aufwärtstrend beim Neubau ist zu begrüßen und dringend notwendig, um den bereits bestehenden Wohnraummangel in wachsenden Großstadtregionen in Deutschland nicht weiter zu verschärfen."

Berufsklasse
Am liebsten sind den Banken fest Angestellte oder Beamter. Befristet dürfen die Arbeitsverhältnisse eigenlich nur bei Professoren (Lehrstühle) sein, ohne das die Bank nervös wird. Allerdings sollte der Vertrag schon mal Vertrag verlängert worden sein oder zumindest Aussicht auf eine neue Professur bestehen. Die finanzierende Bank braucht eine realistische Einschätzung dazu, wie sicher der Arbeitsplatz ist und wie wahrscheinlich eine schnelle Folgebeschäftigung ist. Selbständiger sollten seit mindestens drei Jahren erfolgreich tätig sein und Gewinn erwirtschaften.

Bild: detailblick - Fotolia

Im ersten Halbjahr 2012 wurde in Deutschland der Bau von 114.000 Wohnungen genehmigt – das waren 4,9 Prozent oder 5.400 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit blieb die positive Entwicklung bei den Genehmigungen im Wohnungsbau erhalten, sie schwächte sich aber gegenüber dem Vorjahr ab. Im ersten und zweiten Halbjahr 2011 hatte es mit 27,9 beziehungsweise 16,6 Prozent deutlich höhere Zuwächse gegeben.

Allerdings wird auch besonders deutlich, dass in den teuren Ballungskernen mit ihrem knappen Baulandangebot stärker auf die Eigentumswohnung als auf das Einfamilienhaus gesetzt wird. Laut Infratest entsteht neues Eigentum „auf der Etage“ in zwei von drei Fällen sogar in den Kernbereichen der Verdichtungsräume. Einfamilienhäuser werden dagegen immerhin zu 30 Prozent in den Zentren neu gebaut, weitere 36 Prozent in deren unmittelbarem Umland.

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Insgesamt wird aus der Studie zugleich deutlich, dass der Anteil der Gebraucht-Erwerbe an allen Käufen in den letzten vier Jahren noch einmal deutlich angestiegen ist, nämlich von zuvor 56 auf 62 Prozent. Neubauten machten demgegenüber nur 38 Prozent aller Erwerbsfälle aus.

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Diese Verteilung der Wohneigentumsbildung widerlegt also immer mehr das alte Vorurteil, dass eigene vier Wände zur Zersiedelung beitragen; sie entstehen vielmehr seit längerem vor allem im Gebäudebestand - und auch im Neubau überwiegend in den Städten, so das Fazit der LBS-Experten.

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