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Wohnkosten: Berlin ist die zweitteuerste Stadt für Mieter

von Konrad Daubek

Ein Fünftel ihres Einkommens geben die Deutschen für Miete aus, sowohl in Berlin als auch in München. Der Unterschied: Nach Abzug der Miete haben die Bayern fast 1000 Euro mehr übrig.

Platz 10: Düsseldorf

Kaltmiete: 8,50 € pro Quadratmeter

Nettohaushaltseinkommen: 3841 Euro

Gesamtmiete: 760 Euro

Gemessen am Nettohaushaltseinkommen ist Düsseldorf das günstigste Pflaster. Obwohl die durchschnittliche Miete mit 8,50 Euro pro Quadratmeter über dem deutschen Durchschnitt liegt müssen die Rheinländer nur 19,8 Prozent für ihre Miete berappen. Für die Berechnung seiner neuen Wohnkostenkarte legte der Immobilienverband Deutschland (IVD) eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern in mittlerer Wohnlage fest.

Bild: dpa/dpaweb

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Unter Studenten gilt Berlin als Paradies. Die Stadt hat Charme und bietet ein hohes Maß an Lebensqualität, die beiden Universitäten genießen einen guten Ruf (sowohl die Freie Universität als auch die Humboldt-Universität gehören seit neuestem zu den Elite-Unis) und die Mieten sind niedrig. WG-Zimmer mit hohen Wänden, großen Fenstern und Stuckdecke sind keine Seltenheit. Am besten hat es der regierende Oberbürgermeister höchst selbst auf den Punkt gebracht: Berlin ist arm, aber sexy.

Der Immobilienverband IVD zeichnet nun ein ganz anderes Bild. Die neuen Wohnkostenkarte zeigt: die Mieten in der Bundeshauptstadt sind im Verhältnis zum Einkommen kaum niedriger als in München, der teuersten deutschen Stadt. Berlin ist für Mieter sogar die zweitteuerste Metropole der Republik. 23 Prozent ihres Einkommens geben die Berliner für Miete aus, in München ist der Anteil mit 23,7 Prozent kaum größer. Allerdings haben die Münchener nach Abzug der Miete noch fast tausend Euro mehr übrig. Für IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick interessante Neuigkeiten: „So manches Schreckensbild wird durch die Karte entzerrt.“ Für Studenten heißt das: Wenn das Studium vorbei ist und Mama und Papa den Geldhahn zudrehen, könnte der Tierpark als Liegewiese auch durch den Englischen Garten ersetzt werden.

Platz 10: Freiburg

Im baden-württembergischen Freiburg fehlen rund 3.000 Mietwohnungen. Das ist das Ergebnis zweier aktueller Studien, die das Pestel-Institut in Hannover und der Bochumer Wohnungsbau-Experte Prof. Dr. Volker Eichener im Auftrag der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ erstellt haben. Die Experten warnen: Deutschlandweit müssen in den nächsten fünf Jahren mindestens 825.000 Mietwohnungen neu geschaffen werden.

Bild: dpa

Düsseldorfer geben am wenigsten für Miete aus

Für die Erhebung legte der IVD eine Musterwohnung fest und rechnete für die zehn größten deutschen Städte die entsprechende Miete aus. Die Musterwohnung in qualitativ mittlerer Lage hat drei Zimmer auf 70 Quadratmetern Fläche. Rund ein Fünftel ihres Gehalts geben die Deutschen demnach für die Miete aus. In Berlin sind das 599 Euro, in München liegt die Gesamtmiete (Kaltmiete plus 2,20 Euro/qm Nebenkosten) bei 914 Euro. In Düsseldorf, ist der Anteil mit 19,8 Prozent am geringsten – und das obwohl die Stadt nicht gerade als günstiges Pflaster gilt. 8,50 Euro zahlen die Rheinländer durchschnittlich pro Quadratmeter als Kaltmiete. In Relation zum durchschnittlichen Haushaltseinkommen von 3841 Euro ist der Anteil allerdings der geringste unter den zehn betrachteten Städten.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 29.07.2012, 22:20 Uhrshadowdancer

    Die meisten Berliner wollen doch nicht arbeiten aus verschiedensten Gründen - wieso sollen dann die Mieten teuer sein ?
    Geht endlich Arbeiten (oder teilweise nach Hause !)
    Das klingt böse - soll aber nur die Realität wi(e)derspiegeln !

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