Wohnungskonzern: Vonovia traut sich 2018 mehr zu

Wohnungskonzern: Vonovia traut sich 2018 mehr zu

, aktualisiert 08. November 2017, 09:05 Uhr
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2,9 Prozent Wohnungen des Konzerns standen Ende September leer – hauptsächlich wegen laufender Renovierungen.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Frühjahr hatte der Wohnungskonzern Vonovia seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Nun erwartet der Dax-Konzern dank höherer Einnahmen auch 2018 mehr Gewinn. Das macht sich für die Aktionäre bezahlt.

FrankfurtDeutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia traut sich beflügelt von höheren Mieteinnahmen und einer steigenden Bewertung seiner Immobilien 2018 mehr zu. Im kommenden Jahr peile man eine Steigerung des operativen Ergebnisses aus dem laufenden Geschäft (FFO) auf 960 bis 980 Millionen Euro an, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bochum mit. Die Dividende für das laufende Jahr, die zur Hauptversammlung im kommenden Mai ausgezahlt wird, soll um 20 Cent je Aktie auf 1,32 Euro klettern, sagte Vonovia-Chef Rolf Buch.

Die im Frühjahr angehobenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Dax-Konzern – erwartet wird ein FFO zwischen 910 und 920 Millionen Euro. Buch hatte die Gewinnerwartungen nach Abschluss der Übernahme des österreichischen Konkurrenten Conwert zum Ende des ersten Quartals nach oben geschraubt.

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Vonovia will sein Investitionsprogramm zur Renovierung des Wohnungsbestandes und für Neubauten fortsetzen und so wie in diesem Jahr auch 2018 rund eine Milliarde Euro dafür ausgeben. Die Investitionen würden auch in den Folgejahren auf diesem Niveau verharren. „Wir können 30.000 Wohnungen auf eigenen Grundstücken bauen. Im Moment schaffen wir rund 2000 pro Jahr“, sagte Buch.

2,9 Prozent der bundesweit rund 354.000 Wohnungen des Konzerns standen Ende September leer – ein Großteil wegen laufender Renovierungen. Der Wert der Immobilien stieg seit Jahresbeginn um 14 Prozent auf fast 31 Milliarden Euro (Dezember 2016: 27,1 Milliarden Euro). Ende des Jahres dürfte der Wert laut Buch bei rund 34 Milliarden Euro liegen.

Vonovia hat vor kurzem die Beschränkung auf Deutschland aufgegeben. „Wir wissen, dass wir noch viele Entwicklungsperspektiven haben - auch außerhalb unseres Kernmarktes in Deutschland“, sagte Buch. Vonovia hatte Mitte Oktober eine Partnerschaft mit dem französischen Wohnungsunternehmen SNI bekanntgegeben, um den französischen Markt kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. In den kommenden Wochen finden mehrere gemeinsame Workshops statt, erste Ergebnisse sollen Ende Januar 2018 dem Management präsentiert werden. „Es ist zu früh darüber zu spekulieren, wie es danach weitergeht“, sagte Buch.

Quelle:  Handelsblatt Online
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