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Immobilienkauf: Sorge vor Inflation treibt Deutsche in Immobilien

von Martin Gerth, Stefan Hajek, Heike Schwerdtfeger und Niklas Hoyer

Die Immobilienpreise in Deutschland ziehen nach jahrelanger Stagnation zum Teil deutlich an. Das beste Chance-Risiko-Verhältnis für Wohnimmobilien bietet Hamburg, teuerste Stadt ist München.

Nach Daten des Internet-Vermittlers Immobilienscout 24 von Ende April mussten Käufer für Neubauwohnungen 4,8 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Das ergab eine Analyse der 50 wichtigsten deutschen Wohnimmobilienstandorte.

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Anhand von erzielten Preisen und Mieten, Leerstandsraten, Preisprognosen und Daten zur regionalen  Kaufkraft und Standortqualität ermittelte die WirtschaftsWoche ein Chance/Risiko-Verhältnis für Immobilienkäufer. Dabei schnitt Hamburg insgesamt am besten ab. Die Preise für Eigentumswohnungen an der Elbe sind zwar mit bis zu  4500 Euro je Quadratmeter hoch, doch da viele Hamburger dank starker Wirtschaft vergleichsweise gut verdienten, können sie sich teure Immobilien leisten. Das Leerstandsrisiko ist gering und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Käufer dürfen auf Wertzuwächse hoffen, auch weil Hamburgs Bevölkerung weiter wächst.

In der Kategorie der Städte mit 200.000 bis 500.000 Einwohnern liegt Münster vorn. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren  Karlsruhe und Aachen. Bei den kleinsten Großstädten unter 200.000 Einwohnern belegte Hamm den Spitzenplatz. Für die westfälische Stadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets sprechen die attraktive Preis-Kaufkraft-Relation, die gute Preisprognose sowie verbesserte Perspektiven für den Arbeitsmarkt. Hinter Hamm platzierten sich Kassel und Oldenburg.   

Teuerstes Pflaster unter den deutschen Großstädten ist München. In begehrten Lagen wie Maxvorstadt, Schwabing oder Alt-Bogenhausen geht unter 3000 Euro nichts mehr.

Eine der wenigen Wachstumsinseln im Osten ist Dresden, dank Regierungssitz, Tourismus und Unternehmen der IT- und Biotech-Branche. Die nachgefragte Wohnfläche soll hier bis 2025 hier um 9,5 Prozent steigen, bei Einfamilienhäusern rechnet das Beratungsunternehmen Empirica bis 2040 mit einer Zunahme der Zahl der Interessenten um 35 Prozent.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.05.2010, 17:02 UhrBesseresser

    Villeicht ist die inflationsangst der deutsche Einstieg in unsere eigene immobilienblase; wer da Angst hat: vor dem Crash gibt es 10,20 Jahre Wirtschaftsboom:
    Sollen briten, Ameriakner und Spanier doch jetzt uns mal den boom finanzieren

  • 10.05.2010, 09:27 UhrLumumba

    @Liberty1: Nun, das liegt auf der Hand: inflation treibt die Flucht in Sachwerte. Edelmetalle sind auch ein Sachwert, keine Frage. Aber der Deutsche hat gern etwas "Handfestes", einen physisch erlebbaren und sichtbaren Wert. Eine immobilie ist ein solcher Wert. Und obendrein ist eine immobilie eine Anlage, deren Wert sich im Schnitt der letzten 40 - 50 Jahre erfreulich nach oben entwickelt hat - stetig und mit nur wenigen Ausschlägen. Gold und Silber (es gibt noch ein paar andere) sind und bleiben hochspekulativ. Und sofern man nicht tatsächlich "Goldbarren" physisch kauft und im eigenen Tresor (oder in dem der bank) verwahrt, sind sie eben auch nix "Handfestes".

  • 08.05.2010, 23:57 UhrLiberty1

    Die Zahlen und die Rangliste mögen ja alle richtig sein, aber was hat das alles mit den inflationsängsten der Deutschen zu tun? Da sollte man doch mal einen genaueren blick auf Gold und Silber werfen, denn dann erscheinen 4,8% höhere Preise als Schnäppchen.

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