Investment: Börsengang von Hochtief Concessions zeigt Reserven auf

Investment: Börsengang von Hochtief Concessions zeigt Reserven auf

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Flughafenbaustelle: Hochtief Concessions hält zum Beispiel 31,8 Prozent der Anteile am Flughafen Hamburg

von Christof Schürmann

Hochtief bringt seine Infrastruktursparte an die Börse. Das macht Reserven des Konzerns sichtbar.

Verborgene Schätze muss man heben. Das denkt sich der Baukonzern Hochtief und bringt seine Tochter Concessions an die Börse. In der Sparte haben die Essener sechs Flughafenbeteiligungen gebündelt (Athen, Budapest, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana), sieben Straßen und Tunnel (so die A 4 bei Köln) sowie 17 staatliche Projekte in Irland, Großbritannien und Deutschland (so den Auftrag zu Sanierung und Betrieb von 50 Schulen im Kreis Offenbach).

Hochtief Concessions hält dabei jeweils Anteile zwischen 5,6 (Sydney) und 50 Prozent (Herrentunnel Lübeck). Einnahmen werden aus Dividenden, Maut oder mautähnlichen Konstruktionen generiert. Aktives Management insbesondere der Flughäfen soll die Einnahmen steigern. Das funktioniere auch bei Minderheitsbeteiligungen, „wenn wir entsprechende Vereinbarungen mit den Mitgesellschaftern treffen“, sagt Peter Noé, Vorstandschef des Börsenneulings.

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Neuemissions-Check Hochtief Concessions

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Die Wirtschaftskrise und damit einhergehende Probleme der Luftfahrt gehen jedoch auch an Concessions nicht vorbei. Der Jahresüberschuss dürfte gegenüber dem Vorjahr um knapp 40 Prozent fallen. Grundsätzlich bewege sich Concessions in einem „Wachstumsmarkt par excellence“, so Noé. Im Prinzip stimmt das, aber auch Wachstumsmärkte wie der globale Flugverkehr erleben schwache Phasen. Und die klammen Kommunen müssen in der Lage sein, den auf sie entfallenden Anteil an Projekten zu investieren.

Je nach Berechnung liegt der Wert der Beteiligungen bei 1,3 bis 1,8 Milliarden Euro (Net Asset Value, NAV). Dazu kommen nach dem Börsengang rund 550 Millionen Euro Nettoliquidität. Damit läge der Börsenwert des Neulings ziemlich exakt auf dem NAV plus Cash. Der Buchwert je Aktie liegt nach Börsengang bei gut elf Euro – der Kurs betrüge das rund 2,5-Fache dessen. Das ist eine sehr üppige Bewertung. Noé möchte „50 bis 60 Prozent“ des Gewinns als Dividende ausschütten. Concessions startet demnach mit einer Dividendenrendite von etwa einem Prozent. Das bedeutet auch nicht viel Geld für Mutter Hochtief, die wenigstens 51 Prozent an der Tochter behalten und diese weiter in ihrer Bilanz vollkonsolidieren wird.

Hochtief selbst hätte nach dem Börsengang zwei wertvolle Mehrheitsbeteiligungen. Ihr Anteil an der australischen Leighton ist derzeit 3,7 Milliarden Euro wert, der Conces-sions-Anteil würde es auf eine Milliarde bringen. Hochtief selbst bringt 3,8 Milliarden Euro Börsenwert auf die Waage, also weniger als die beiden größten Beteiligungen. Für Anleger ist deswegen die Mutter schöner als die Tochter, auch wenn deren Preis nicht gnadenlos überreizt ist.

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