Investmentfonds: Attraktive Anlage in Schwellenländer-Aktien

Investmentfonds: Attraktive Anlage in Schwellenländer-Aktien

von Heike Schwerdtfeger

Investments in aufstrebende Märkte sind attraktiv, trotz Krise in Nordafrika und Inflationsgefahr in Asien. Wie Anleger am Wachstum in China, Brasilien und Russland teilhaben und welche Fondsmanager ihnen dabei helfen.

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Chinas Wirtschaft brummt: Auch Fondsmanager investieren in das Land

In Frankfurt sind Chinesen allgegenwärtig – nicht nur als Touristen an Römer und Paulskirche: Ein Hersteller von Handtaschen mit dem großspurigen Namen Powerland sammelte gerade an der Börse 75 Millionen Euro bei Investoren ein. Sie sollen in den Ausbau der Filialen in China fließen. Selbst bei der Europäischen Zentralbank greifen die Chinesen ein: Für deren prestigeträchtigen Frankfurter Neubau liefert die chinesische Yuanda Fenster und Fassadenteile, nachdem sie schon den Büroriesen am Flughafen-Bahnhof „The Squaire“ ausgestattet hatten.

Überall China. Das Riesenreich mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern bewegt längst auch den internationalen Aktienmarkt. Die Commercial Bank of China oder der Ölriese Petrochina gehören zu den teuersten Unternehmen der Welt.

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Der jüngst von Peking präsentierte Fünfjahresplan hat ambitionierte Ziele, die die Binnenwirtschaft stärken sollen. Das Land will sich von der Fixierung auf den Export lösen, steigert seine Sozialausgaben in diesem Jahr um 18 Prozent, erhöht Mindestlöhne und öffnet die Währung.

China könnte in der Zukunft die USA als stärkste Wirtschaftsmacht ablösen

China hat bereits 2010 Japan als zweitstärkste Wirtschaftsnation überholt und wann sie die USA als Wirtschaftsmacht ablösen wird, ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Bank HSBC prognostiziert, dass es spätestens im Jahr 2050 so weit sein wird, die britische Standard Chartered berechnete, das es schon 2030 gelingen könnte. Seit Kurzem ist die Industrieproduktion höher als die amerikanische. Schon heute fallen in Deutschland die Aktienkurse, wenn China bremst: Als etwa die Stadt Peking Zulassungsbeschränkungen für Pkws ankündigte, gingen die Aktien von BMW und Daimler in die Knie.

Aber all die Stärke hilft nichts. In der Welt der Indexkonstrukteure wird China kleingerechnet. Unternehmen wie Standard & Poor’s oder MSCI Barra fassen Aktiengesellschaften einzelner Länder oder ganzer Regionen in Aktienkörben, den sogenannten Indizes zusammen. Dabei entscheiden meist der Börsenwert und die gehandelten Aktien über das Gewicht eines Landes oder einer Aktiengesellschaft im Index.

China gilt als Schwellenland, also als eine zwar aufstrebende Nation, die sich vom Agrarstaat zum Industrieland mausert, aber eben noch nicht zum illustren Kreis der Industrieländer gehört. In dem einflussreichen Welt-Aktienindex von MSCI steckt nur Hongkong. Aktien von Unternehmen, die dort an der Börse gelistet sind, aber ihren Sitz auf dem chinesischen Festland haben, zählen zu China und werden dadurch allenfalls zum Bestandteil des MSCI Aktienindex für Schwellenländer. Diesem Index folgen aber längst nicht so viele Investoren wie dem allgegenwärtigen Welt-Aktienindex.

Samsung electrics und Gazprom rentieren sich

Der Schwellenländer-Index enthält 17 Prozent chinesische Aktien, gefolgt von brasilianischen mit 15 Prozent Gewicht und südkoreanischen mit 14 Prozent Anteil sowie Taiwan mit elf. Eigentlich ein Anachronismus: Diese Länder haben Entwicklungsrückstände gegenüber den Industrieländern bereits seit Langem aufgeholt.

Die Top-Werte des Welt-Schwellenländer-Index sind die südkoreanische Samsung Electric, der russische Gasriese Gazprom, die brasilianische Ölfirma Petrobras, der Halbleiterhersteller Taiwan Semiconductor und der brasilianische Rohstoffkonzern Vale – allesamt Konzerne, die in die Riege der Weltmarktführer aufgestiegen sind.

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