Investmentfonds: Fondsfavoriten aus Schwellenländern

Investmentfonds: Fondsfavoriten aus Schwellenländern

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Ein Reisebüro in Bangkok, Thailand

von Heike Schwerdtfeger

Bis zu 40 Prozent Plus in sechs Monaten - wer Anfang 2010 auf die richtigen Aktien- oder Rentenfonds setzte, liegt bisher hervorragend im Rennen.

Um die höchsten Renditen zu erzielen, mussten sich Fondsanleger  wieder mal in Nischen tummeln. Breit streuende Aktienfonds für europäische oder globale Aktien kommen in diesen Performancevergleichen kaum an die Spitze, das schaffen meist nur exotischere Produkte mit begrenztem Einsatzgebiet – die sich aber nicht für jeden Anleger eignen.

Mit Aktienfonds, die in Thailand, Indonesien oder in Nebenwerte aus Schwellenländern investieren, hatten Anleger den größten Erfolg mit einem Zuwachs von mehr als einem Drittel des Vermögens (siehe Tabelle). Ganz glatt liefen die Kurse nicht nach oben, doch immerhin blieb unterm Strich ein Plus - anders als beim Deutschen Aktienmarkt, der seit Jahresbeginn leicht im Minus liegt.

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Dem Dollar danken

„Im aktuellen Umfeld halten sich Länder wie Thailand, Indonesien aber auch Türkei und Mexiko noch stabil. Allerdings ist charttechnisch das Momentum schwächer geworden und die Dynamik nach oben ebenfalls", sagt Thorsten Winkler, Dachfondsmanager bei Veritas Investment Trust.

Aktieninvestments in der Ukraine haben sich ebenfalls für Anleger ausgezahlt. Aber die Gefahren  dieses Marktes werden deutlich beim Blick auf die Dreijahresergebnisse des Berenberg-Emerging-Ukraine-Fonds: Anleger, die im Juni 2007 investiert haben, verloren pro Jahr ein Drittel ihres Vermögens. Diese Anleger bringt auch das Kursplus in den vergangenen sechs Monaten von 40 Prozent längst nicht in die schwarzen Zahlen.

Unter den Branchenfonds setzten sich einige durch, die sich auf Goldminen oder Luxusaktien konzentrieren. Gold ist eine interessante Beimischung für Anleger, die nicht glauben, dass Staaten ihre Verschuldung in den Griff bekommen und nach Substanz suchen.  Luxusaktien sind eine Wette auf anhaltend hohen Konsum in Schwellenländern, denn Luxusanbieter wie Richemont erzielen bereits mehr als ein Drittel ihrer Umsätze in Schwellenländern. Autobauer wie Daimler und BMW verkauften ihre Oberklasse-Schlitten jüngst  überwiegend nach China und Indien.

Fehlende Konstanz

Geholfen hat den Fondsmanagern sowohl bei den Aktien- als auch bei den Rentenfonds vielfach der starke Dollar. Denn die Fondsperformance wird aus Sicht der Eurolandanleger ausgerechnet und für sie haben sich Auslandsinvestments dank des schwachen Euros gelohnt.

Ob die Gewinner des ersten Halbjahres auch die des zweiten werden können? Es bleibt spannend. Die momentan in Führung liegenden Asien- und Schwellenländerfonds zählten in der Vergangenheit nicht zu den besonders konstanten Investments. Die asiatischen Tigerstaaten zu denen Thailand und Indonesien zählen, sind immer dann gefragt, wenn die Konjunktur anläuft und Investoren besonders risikobereit sind. Das war im vergangenen Jahr der Fall und ist auch mit Unterbrechung in diesem ersten Halbjahr 2010 nicht anders. Noch im Juni haben Großanleger in Aktienfonds und Rentenfonds für Schwellenländer Milliarden investiert.

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