Investmentfonds: Gartmore und Pioneer: Neue Chefs und Rätselraten

Investmentfonds: Gartmore und Pioneer: Neue Chefs und Rätselraten

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Der Sitz des unabhängigen Fondsmanagers Gartmore in der Londoner City

von Heike Schwerdtfeger

In Großbritannien schluckt Henderson den Konkurrenten Gartmore. Pioneer Investments wird in den nächsten Wochen an einen Konkurrenten verkauft. Was das für Anleger bedeutet.

Fusionieren Fondshäuser, bleiben Anleger häufig auf der Strecke. Denn im Fondsbestand gibt es danach häufig Überschneidungen, zudem machen sich einige Fondsmanager vom Acker, denn sie wissen vielfach was es bedeutet, wenn unterschiedliche Fondsmanagement-Kulturen aufeinandertreffen: Es gibt ein Hauen und Stechen. Viele Großanleger flüchten ebenfalls.

Jedes Fondshaus hat eigene europäische Aktienfonds, die dann noch aufgefächert sind in Fonds für Standardwerte und Nebenwerte. Häufig werden nach einer Fusion die Doppelgänger ausgemistet und mancher Fonds verschwindet vom Markt. Wenn jetzt das britische Fondshaus Henderson den Konkurrenten Gartmore für 402 Millionen Euro übernimmt, wird das nicht zu vermeiden sein. Allerdings sind die beiden Häuser in Deutschland bei Privatanlegern nicht stark vertreten.

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Gartmore ohne Guy

In Deutschland sind Henderson und Gartmore vor allem durch ihre europäischen Aktienfonds bekannt geworden. Der Ruf von Gartmore hatte in den vergangenen Monaten bereits gelitten, weil deren Star-Fondsmanager Roger Guy und sein Kollege Guillaume Rambourg das Unternehmen verlassen hatten. Rambourg wurde für illegale Absprachen mit italienischen Brokern verantwortlich gemacht.

Für die deutschen Gartmore-Anleger, die vor allem den Continental European Fund gekauft hatten, war das bereits die schlechteste Nachricht. Er wird jetzt allerdings von John Bennet geführt, der erst seit einem Jahr für Gartmore arbeitet, aber bei seinem alten Arbeitgeber GAM schon jahrelang sehr erfolgreich einen europäischen Aktienfonds gelenkt hat. 

Pioneer-Verkauf in der Endrunde

Anders ist das bei Pioneer-Investments. Auch dort laufen Verkaufsverhandlungen. Die italienische Bank Unicredit will sich von ihrem Fondshaus trennen. Als Käufer sind die französischen Fondshäuser Amundi und Natixis sowie der australische Finanzriese AMP im Gespräch. Pioneer hatte vor einigen Jahren die deutschen Fondsgesellschaften Activest und Nordinvest eingegliedert.  Nach der Übernahme war es zu Mittelabflüssen von rund 15 Milliarden Euro gekommen. Viele der Pioneer-Fonds und auch der früheren Acitvest- oder Nordinvest-Fonds haben ein Volumen unter 50 Millionen Euro, das bei einigen großen Fondshäusern als nicht lukrativ genug angesehen wird, um einen Fonds weiterzuführen.

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