Investor Marc Faber: Faber sieht Börsen weiter fallen und noch keine Goldblase

Investor Marc Faber: Faber sieht Börsen weiter fallen und noch keine Goldblase

von Hauke Reimer

Der Investor und Börsenbrief-Herausgeber Marc Faber erwartet, dass die Börsen nach einer Zwischenerholung weiter fallen. Faber sieht noch keine Goldblase und erwartet, dass die US-Notenbank Fed spätestens im Herbst ihr drittes Ankaufprogramm für US-Staatsanleihen (QE3) startet.

"Ich bin mir absolut sicher. US-Notenbankchef Ben Bernanke wird spätestens im Herbst QE 3 einleiten. Er kann im Prinzip alles kaufen, auch Aktien", sagte Faber im Interview mit der WirtschaftsWoche. Die Börsen seien stark gefallen, die US-Wirtschaft habe sich in den vergangenen Monaten stark verlangsamt, "also geht die Gelddruckerei bald wieder los". 

Er gehe davon aus, dass die Börsen weiter fallen würden, sagte Faber weiter, " technisch sieht es ziemlich bitter aus". Eine Zwischenerholung sei zwar wahrscheinlich. "Doch das Jahreshoch des US-Aktienindex S&P 500 vom 2. Mai bei 1370 Punkten wird auf absehbare Zeit nicht mehr erreicht", sagte Faber. "Dieses markiert den Beginn eines neuen Bärenmarktes."

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Anlegern rät Faber, der mehrere Börsenabstürze der vergangenen Jahre korrekt vorhersagte, dennoch einen Teil ihres Geldes in Aktien zu investieren: "Bargeld zu halten ist ein großes Risiko, weil das Geld in zehn Jahren wesentlich weniger wert sein wird als heute. Staatsanleihen werden, wenn überhaupt, mit wertlosem Papiergeld zurückbezahlt", sagte Faber. Er erwarte binnen sieben Jahren eine Verdopplung der US-Staatsschulden ."Unter diesen Bedingungen würde ich keine zehnjährige US-Staatsanleihe kaufen, die gerade mal 2,16 Prozent Rendite bringt – nominal. Das ist Irrsinn und finanzieller Selbstmord", so Faber weiter.

Auch Gold habe "ein gewisses Kursrisiko. Aber einen Teil seines Vermögens in Gold zu investieren und es physisch zu halten, birgt wahrscheinlich ein geringeres Risiko als Staatsanleihen und Bargeld." Eine Vermögenspreis-Blase erkenne man immer daran, dass sich der Preis nach einer langen Anstiegsphase binnen zwölf Monaten noch einmal verdoppele: " Das ist bei Gold noch nicht passiert."

Mit Blick auf die Weltwirtschaft sagte Faber, seine Hauptsorge sei, dass die chinesische Wirtschaft in eine Rezession falle: "Dann ist ganz klar, dass die Nachfrage nach Industrierohstoffen nachlässt. Das trifft dann Australien, Brasilien, Russland, den Mittleren Osten und Zentralasien." Mittelfristig seien dann auch die deutrschen Exporte betroffen.

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