Kartenchaos: Zehn Dinge, die Geldkartennutzer jetzt wissen müssen

Kartenchaos: Zehn Dinge, die Geldkartennutzer jetzt wissen müssen

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Eine EC-Karte der Postbank

Seit Jahresbeginn gibt es Ärger mit Millionen EC- und Kreditkarten. Wer ist noch betroffen und was müssen Kunden jetzt beachten? wiwo.de hat Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammen gestellt.

Welcher Fehler ist bei den Karten aufgetreten?

Rund 30 Millionen EC- und Kreditkarten in Deutschland hatten zu Jahresbeginn plötzlich ein Problem, wie es schon zur Jahrtausendwende bei manchen technischen Geräten befürchtet worden war - die Software des Chips auf den Karten konnte die Datumsangabe des neuen Jahres 2010 nicht korrekt verarbeiten.

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Die Folge: An zehntausenden von Geldautomaten und rund 200 000 Bezahlterminals an Ladenkassen im Einzelhandel funktionierten die Karten nicht mehr.

Die genaue Ursache ist derzeit noch unklar – auch bei E-Mails, Mobiltelefonen und sogar Straßenbahnen verursachte der Jahreswechsel technische Pannen. Experten vermuten, dass es sich um eine Spätfolge des Millenium-Bugs handeln könnte.

Wie werden die Karten wieder in Gang gebracht?

Zunächst mit einer Art Erster Hilfe: Eine neue Programmversion für die Geldautomaten und Bezahlterminals sorgt vorerst dafür, dass sie nicht auf den defekten Chip, sondern wie vorher lange üblich auf den Magnetstreifen zugreifen, der mit auf der Karte ist.

Wer ist derzeit noch betroffen?

Die Geldautomaten sollen durch die Umprogrammierung wieder funktionieren, wie der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) mitteilte. Bei den Ladenterminals soll es bis Anfang kommender Woche so weit sein. Manche Tüftler behelfen sich derweil mit einer Methode „Marke Eigenbau“ - mit einem Streifen Klebeband auf dem Chip. Die Finanzbranche warnt aber eindringlich davor, auch wegen unklarer Haftungsfragen.

Wie steht es im Ausland?

Probleme gibt es derzeit vor allem noch im Ausland. Es wird versucht, mitverschiedenen Partnern kurzfristig für die fünf großen Urlaubsländer Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich und Spanien Lösungen zu finden, damit Deutsche mit fehlerhaften Bankkarten auch dort wieder bezahlen und Geld abheben könnten. Allerdings könnte die Umstellung noch etwas dauern, wer in den nächsten Tagen verreist, sollte sicherheitshalber genügend Bargeld bzw. Reiseschecks mitnehmen.  

Wie erkenne ich, dass meine Karte betroffen ist?

Der Fehler betrifft EC- und Kreditkarten mit einem Sicherheitschip des französischen Herstellers Gemalto. Da die Karten jedoch von verschiedenen Herstellern produziert werden, ist von außen schwer zu erkennen, ob sie betroffen sind – Kunden sollten im Zweifel bei ihrer Bank nachfragen.

Keine Probleme gebe es nach Angaben des Deutsche Sparkassen- und Giroverbandes mit allen EC-Karten, die nach dem 1. Juli 2009 ausgegeben wurden, und bei Kreditkarten mit Ausgabe nach März 2009.

Was tun im Fall des Ausfalls?

Auch wenn die Karte versagt, müssen die Kunden zahlen und sich möglichst anderweitig Bargeld besorgen. Im Laden kann man die Waren an der Kasse lassen.

Wer allerdings bereits getankt oder gegessen hat, steht vor einem Problem. Rechtsexperten sagen jedoch, die Verkäufer müssten dem Kunden Zahlungsaufschub gewähren. Also: Personalausweis oder einen anderen Pfand hinterlegen und später wiederkommen.  

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