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Kaupthing: Kampf um die Spareinlagen geht weiter

von Andrea Auler

Auch die heutige Gläubigerversammlung in der isländischen Hauptstadt Reykjavik brachte keine Klarheit: die deutschen Kaupthing-Kunden bangen weiter um ihre Ersparnisse – und machen ihrem Ärger Luft.

Geduld am Ende: Deutsche Quelle: dpa
Geduld am Ende: Deutsche Anleger demonstrieren vor der isländischen Botschaft in Berlin für die Rückzahlung ihrer Ersparnisse Quelle: dpa

Die Hoffnung war groß: Die Kaupthing Bank lud zur Gläubigerversammlung in die isländische Hauptstadt. Nur wirklich Neues erfuhren die rund 250 anwesenden Anleger nicht. Nach wie vor gibt es keine eindeutige Aussage darüber, wann und in welcher Höhe die Einlagen an die Sparer zurückgezahlt werden können.

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„Wir sind nicht zufrieden“, kommentierte dementsprechend Anja Richter, Anwältin bei der Anlegerschutzkanzlei Steinhübel & von Buttlar, den Verlauf der Versammlung. „Wir wurden wieder vertröstet.“

Am 13. Februar geht das Ringen um die Zukunft der Bank in die nächste Runde. Dann entscheidet sich, ob das Moratorium, das der Kaupthing Bank im Herbst 2008 gewährt wurde, erneut verlängert wird, zunächst um neun Monate. Das bedeutet, das die Bank die Zins- und Rückzahlungen an ihre Kreditgeber weiterhin aufschieben kann, gleichzeitig aber auch, dass keine Guthaben an die Anleger ausgezahlt werden können. 

Miserabler Informationsfluss

Seit Oktober 2008 steht die Kaupthing Bank ebenso wie die beiden anderen isländischen Großbanken Landsbanki und Glitnir unter staatlicher Aufsicht. Die Konten der rund 30.000 deutschen Anleger sind seitdem eingefroren.

Kaupthing-Vertreter betonten jedoch, dass alles versucht werde, die Bank nicht in die Insolvenz gehen zu lassen und die Forderungen der Anleger zu begleichen.

Die Bundesregierung hatte Island ein Darlehen in Höhe von 308 Millionen Euro angeboten, um die deutschen Anleger auszuzahlen. Dieses Angebot sei jedoch bislang nicht abgerufen worden, heißt es aus dem Finanzministerium. Von isländischer Seite wurde dagegen angeführt, die deutsche Regierung habe keinen entsprechenden Vertrag vorgelegt.

Anlegeranwältin Richter bezweifelt, dass es zu einer Entscheidung kommt solange sich die politischen Verhältnisse im Land nicht stabilisiert haben. Anfang der Woche hatte eine Übergangsregierung unter der Sozialdemokratin Johanna Sigurdardottir die Arbeit aufgenommen, Neuwahlen werden für Ende April erwartet.

Gleichzeitig kritisierte Richter aber auch die deutsche Politik. „Der Informationsfluss ist miserabel.“ Außerdem müsse die Regierung ihrerseits stärkeren Druck auf Island ausüben.

Island: Probleme häufen sich

Unterdessen verschärft sich dort die wirtschaftliche Krise. Erst gestern erschütterte eine weitere Insolvenzmeldung die Atlantikinsel. Islands größtes Privatunternehmen Baugur steht vor dem Aus. Zu der Investment-Gesellschaft gehören Handelsketten mit insgesamt 50.000 Beschäftigten. Baugur hatte in den vergangenen Jahren stark expandiert und unter anderem mehrere britische Einzelhandelsketten aufgekauft. Finanziert wurde diese Einkaufstour von der inzwischen staatlich kontrollierten Landsbanki.

Die Geduld der deutschen Sparer ist mittlerweile am Ende: Parallel zur Gläubigerversammlung in Reykjavik kam es in Frankfurt und Berlin zu Protestveranstaltungen. Die simple Botschaft an Banker und Politiker: "Beendet den Alptraum."

23 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 14.02.2009, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: lieber Jürgen

    Schön dass du mich kennst und dir eine Meinung zu mir erlauben kannst. Danke auch für die schönen Wünsche. ich freue mich auch dass du Charakter und Ehrlichkeit hast (hast du auch fertig?). Was mir tatsächlich abgeht ist das Verständnis deiner Aussage. Was willst du denn eigentlich ausdrücken? Dass du Kaupthing- und Santanderkunde bist? ist das alles? Dann herzlichen Glückwunsch, du hast ja nicht alles verloren. Und natürlich unterstelle ich den Leuten Gier, die 5 und mehr auf ihr Tagesgeld haben wollen. Man muss nicht gerade ein Genie sein um auf den Trichter zu kommen, dass das auf Dauer nicht hinhauen kann. Und wenn ich übrigens Unehrlich wäre hätte ich den Leuten tonnenweise den Kaupthingmüll andrehen können.

  • 13.02.2009, 20:23 UhrAnonymer Benutzer: Jürgen

    ich wünsche dem Schreiber "für alle Kaupthing Kunden" keinen Kundenabschluss mehr. ich bin bei Kaupthing und banco Santander. Du unterstellst den Leuten Gier und sprühst vor Schadenfreude. Unterm Strich bist du es der am ärmsten dran ist. Auch wenn ich alles verlieren würde, würde ich mit dir nicht tauschen, denn ich habe Charakter und Ehrlichkeit, das geht dir anscheinend ab. ist dein Problem.

  • 12.02.2009, 21:16 UhrAnonymer Benutzer: für alle kaupthingkunden

    ich find das so schön, ich habe einen Kunden verloren, da er auf den Tagesgeldzins spitz war und meinte ich würde ihn über den Tisch ziehen, da ich ihm etwas von der banko Santander empfohlen habe. Das war vor der Krise und wer zuletzt lacht lacht am besten. Seien Sie gegrüßt Herr ... und auch noch einen Gruß an alle, die jetzt richtig den Denkzettel für ihre Gier haben. Auch ein kleiner Gruß an die Metallklugscheißer, ihr kommt auch noch dran und darauf freu ich mich schon sehr!

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