Kosteninflation: Goldpreis fällt nicht mehr unter 1000 Dollar

Kosteninflation: Goldpreis fällt nicht mehr unter 1000 Dollar

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Gesamtkostenentwicklung für die Goldförderung (Für eine vollständige Ansicht auf die Tabelle klicken

Der Aufwärtstrend beim Gold ist intakt, immer neue Rekordmarken beim Goldpreis belegen das. Die Angst vor einer Goldblase nimmt zu - aber sie ist unbegründet, sagt einer, der sich im Goldbergbau auskennt.

„Es gibt keine Goldblase“, sagt Fondsberater Joachim Berlenbach von der Earth Resource Investment Group. Verantwortlich für den Goldpreisanstieg seien nicht Spekulanten, sondern die enorm steigenden Kosten der Goldminen. Der promovierte Bergbaugeologe hat die Bilanzen der fünf größten Goldproduzenten analysiert und zahlreiche Minen vor Ort besucht. Die Ergebnisse zeigen einen dramatischen Anstieg der Gesamtkosten pro geförderter Unze Gold.

Zu diesen Kosten zählen nicht nur die reinen Förderkosten, sondern auch die Explorations- und Kapitalkosten. Die Gesamtkosten sind binnen zehn Jahren jährlich um 18 Prozent auf aktuell 923 Dollar gestiegen. Für viele Goldminen liegt die Gewinnschwelle gar bei über 1000 Dollar.

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Renditeschwelle entscheidend

Auf lange Sicht will der erfahrene Bergbauexperte auch 2000 Dollar nicht ausschließen. Die Renditeschwelle bilde eine Untergrenze für den Goldpreis. Sinkt der Goldpreis unter die Gesamtproduktionskosten, können Minen nicht mehr rentabel arbeiten und müssen schließen. Deshalb werde der Goldpreis nicht mehr unter 1000 Dollar fallen, prophezeit Berlenbach.

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