
Auch die Riester-Rente hat nicht alles gehalten, was vollmundige Versicherungsvertreter ihren Kunden beim Start versprochen haben. Bei vielen Policen sind die Kosten zu hoch, bei anderen die Rendite zu niedrig. Trotzdem ist diese Art der Altersvorsorge vor allem dank ihres Steuervorteils nach wie vor eine Überlegung wert. Schwierig ist es aber, den Überblick über die vielen Angebote zu behalten.
Die zwei weitverbreitesten, die klassische und die fondsgebundene Police, nimmt das Institut für Vorsorge und Finanzplanung jährlich mit rund 80 Kriterien unter die Lupe, jetzt zum dritten Mal.
Transparenz und Service besser
Transparenz und Service haben sich in den vergangenen Jahren verbessert, Potenzial gibt es trotzdem noch. So beklagen die Tester, dass 40 Prozent der Anbieter eine Vertrags-Tücke eingebaut haben, falls der Kunde seinen Vertrag zum Beispiel aus finanziellen Gründen einmal ruhen lassen will.
Nicht das Ruhen lassen ist dabei das Problem, sondern die Konditionen, wenn der Kunden wieder einsteigt. Dann nämlich werden oft aktuellere Sterbetafeln als beim ursprünglichen Vertragsabschluss als Rechnungsgrundlage genommen. Klingt harmlos, bedeutet aber Geldverlust. Dank der steigenden Lebenserwartung verschlechtern sich dann die Konditionen: Von 1994 auf 2004 zum Beispiel hieß das in der Vergangenheit rund zehn Prozent weniger Rente bei gleichen Beiträgen am Ende der Laufzeit.
Dieses und andere Kriterien sind in die Beurteilung der Riester-Angebote eingeflossen.





















