Krötenwanderung: Hinterhältiges Kleingedrucktes beim Festgeld

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Kolumne Krötenwanderung

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Wer Festgeld anlegt, sollte sich die letzten 14 Tage vorm Fälligkeitstermin dick im Kalender markieren - sonst wird die Anlage womöglich verlängert - auch gegen den Willen des Kunden. Meckern zwecklos.

Festgeld haben alle lieb. Anlegern verschafft es nicht nur - bestenfalls - gute Zinsen, es sorgt auch für Monate oder gar Jahre für Ruhe an der Anlagefront. Was ja in diesen Zeiten ein hohes Gut ist. Auch Banken umgarnen Festgeld: Mit diesen Einlagen  läßt sich schließlich planen, im Unterschied zu Geldflüssen aus Kreditrückzahlungen, Gewinnen aus eigenen Aktiengeschäften oder gar Interbanken-Krediten. Manche haben diese Einlagen aus dem einst so verschmähten Privatkundengeschäft gar so gerne, dass sie sie nicht mehr loslassen möchten. Während einige Banken und Bausparkassen ihre Kunden vor Ablauf der Fälligkeit anschreiben und für eine Wiederanlage im eigenen Haus trommeln, legen andere Institute das Geld sofort wieder so lang wie zuvor an, sofern der Kunde nicht von sich aus auf die Bank zukommt und darauf besteht, sein Geld samt Zinsen aufs Girokonto zurücküberwiesen zu bekommen.

Dürfen die das?

Ja, sie dürfen. Irgendwo im Kleingedruckten hat der Kunde bei der ersten Anlage seines Gesparten genau das unterschrieben - aber vermutlich nie gelesen und er wird mindestens einmal böse überrascht. Schussel auch öfters. Gesetzlich ist das Verfahren leider okay. Auch der Bankenverband macht seinen Mitgliedern keine Vorgaben, ob sie die Kunden bei Zeiten informieren oder nicht. 

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Vor einem Jahr, als die Festgeldzinsen noch stiegen, war das manchem Kunden halb so schlimm. Aber inzwischen fallen die Zinsen im Monatstakt und unerwünschte Wiederanlage ist nahezu immer ein schlechtes Geschäft.

Sollten Sie Ihr Geld gerade freiwillig anlegen wollen: In der aktuellen WirtschaftsWoche haben die Kollegen die besten Zinsangebote mit gescheiter Einlagensicherung zusammengetragen. Der Vergleich lohnt auch jetzt noch:  Beim Festgeld für 12 Monate liegt der aktuelle Marktdurchschnitt bei mickrigen 1,69 Prozent, die besten Anbieter bieten drei Prozent für Neuanlagen. Und wie gesagt: Fälligkeitstermin notieren, sonst ist der Gewinn hin. 

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