Selbst wenn es so düster nicht kommt, die Renditen der ausgezahlten Lebensversicherungen sinken, wie es der Branchendienst map-report belegt hat. Für alle, die ab 2007 einen Vertrag unterschrieben haben, dürfte häufig kaum mehr drin sein als der Garantiezins von 2,25 Prozent - wohlgemerkt nicht auf das gesamte eingezahlte Kapital, sondern nur auf den Sparanteil. Da können schon tausende Euro für Provision und Verwaltungskosten fehlen.
Ein Indikator für die Malaise ist die Höhe der Rückstellung für Beitragsrückerstattungen in der Branche. Laut Manfred Poweleit, Chef des map-reports, sinkt sie kontinuierlich. Während der Anteil im Jahr 2000 bei 30 Prozent der Beitragseinnahmen gelegen habe, seien es nun noch rund 7,5 Prozent.
Fatal kommt hinzu, dass auch das Neugeschäft einbricht. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Neuabschlüsse um 12,2 Prozent.
Wer hat in der Vergangenheit gut gewirtschaftet?
Der map-report rechnet Jahr für Jahr akribisch die Ablaufleistungen der deutschen Versicherer nach. Er gibt zwar keine Zukunftsprognosen, aber erlaubt eine Einschätzung, wie gut welche Versicherungen bisher abgeschnitten hat.
Seiner Musterrechnung liegt der Abschluss eines 30-jährigen Nichtrauchers zu Grunde, der 30 Jahre lang 1200 Euro Beitrag per anno eingezahlt hat.
Poweleilt's Klassenbeste: Europa, Debeka, Cosmos Direkt, Delta Direkt, Öffentliche Braunschweig, Asstel, R+V, LVM, HUK-Coburg, WGV-Schwäbische.Bei der Europa bekam der Kunde 84.315 Euro ausgezahlt, bei der WGV noch 73.423 Euro.
Schlau machen lohnt sich also.









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Alle Kommentare lesen06.11.2009, 16:57 UhrAnonymer Benutzer: AJ
Jahre lang haben sich die Versicherer dumm und dämlich verdient, da können ein paar maue Jahre auch nicht viel schaden. Wenn der Versicherer die 4,5% Garantiezins nicht halten kann, so erhöht er einfach seine Kosten, dann stimmt die Rechnung wieder. Denn der Garantiezins wird nur auf den beitrag abzüglich Kosten gezahlt. Somit sind die 4,5% (auf Altverträge) sowieso reine Augenwischerei. Und außerdem gibt es gerade ein tolles neues Produkt: Riester-Versicherungen. Die verkaufen sich wie warme Semmeln. Also: Um die großen renomierten Versicherer würde ich mir gar keine Sorgen machen.
06.11.2009, 10:32 UhrAnonymer Benutzer: Dennis J.
Da fragt man sich, wieviele bundesbuerger auf Auszahlungen hoffen, die nur in der Fantasie des beraters existierten...
06.11.2009, 07:49 UhrAnonymer Benutzer: Tralala
War ja klar, dass das kommt: zuerst platzte die Kredit-blase, dann die Aktien-blase, jetzt kommt die (Rück-)Versichererblase und dann ... die Währungsreform(en) - weil der Rest platzt!-?