Krötenwanderung: Zack, zack am Geldautomaten

kolumneKrötenwanderung: Zack, zack am Geldautomaten

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Anke Henrich: Krötenwanderung

Kolumne von Anke Henrich

Wenn Sie am Geldautomaten Bares ziehen, sollten Sie schnell sein. Wer 60 Sekunden lang abgelenkt ist, kann eine böse Überraschung erleben und sich viel Ärger einhandeln, warnt WirtschaftsWoche-Reporterin Anke Henrich.

Dumm gelaufen: Während Kunden vorm Geldautomat auf das schöne Geräusch ratternder Geldscheine warten, werden sie  abgelenkt. An dem einen zerrt  der kleine Zappelphillip-Sohn herum, der andere liest vier Seiten des zuvor ausgedruckten Kontoauszugs und wundert sich über eine Abbuchung. Und der Dritte hängt schlicht seinen Gedanken nach. Liegen aber die Geldscheine länger als 60 Sekunden im Ausgabefach, zieht der Automat sie automatisch wieder ein und legt sie nach Aussage einiger Banken in eine Art Überlauffach im Automaten. Das Geld ist futsch, aber auf dem Konto abgebucht.

Ab dann gibt es zwei Varianten: Der Kunde meldet es postwendend der Bank - möge es kein Wochenende sein -, die fischt das Geld aus dem Überlauf und überweist es dem unfreiwilligen Spender zurück. In einigen Fällen soll die Summe laut Bank auch gar nicht erst abgebucht werden, falls sie nicht entnommen wird.

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So weit, so gut. Aber wehe, im Überlauf oder im abendlichen Automaten-Kassensturz der Bank findet sich kein überzähliges Geld. 

Auf zur nächsten Polizei

Wer jetzt denkt, alles kein Problem, die Bank hat ja die Überwachungskameras, der irrt. Die Kamera hat zwar tatsächlich gefilmt, ob der Kunde das ihm abgebuchte Geld nun genommen hat oder nicht, sie schaut sich die Bilder aber nicht an. Nach Aussage der HypoVereinsbank zum Beispiel dürfen die Bilder trotz Einverständnis des Gefilmten nur genutzt werden, wenn der vorher bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahlsverdacht gestellt. Die Logik dahinter: Wenn der Kunde es nicht genommen hat, muss es ja wohl ein anderer gewesen sein, der zeitgleich im Vorraum des Geldinstituts war. Auch wenn der gefrustete Kunde niemand anders gesehen hat - egal.

Also dackelt der zu langsame Geldautomatennutzer zur Polizeidienststelle und wähnt sich in einem Loriot-Sketch. Denn auf der Polizeiwache sind die Beamten - nicht gerade zu Unrecht - der Meinung, dass sie noch Wichtigeres zu tun haben, als eine Anzeige aufzunehmen, damit sich die Bank den Kunden auf Überwachungsbilder anschauen kann, der nun gewiss keinerlei Einwände gegen diese Bilder hat.

Und was, wenn auf den Bildern nichts zu erkennen ist? Fortsetzung folgt, die Anzeige läuft gerade.....  

Die Lehre: Krallen Sie sich ihr Geld!

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